Bullen nicht besser als der SKN – aber glücklicher

Mit seinem "Knaller" aus rund 35 Meter machte Lukas Thürauer die Partie gegen den Tabellenführer nochmals spannend. - Foto: Helmut Lackinger
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FUSSBALL. Der ungefährdete Tabellenführer Red Bull Salzburg verließ die St. Pöltner NV Arena als glücklicher Sieger.

SKN St. Pölten – Red Bull Salzburg 1:2 (0:1). – SKN: Riegler; Stec, Diallo, Petrovic, Mehremic; Martic; Schütz (69. Korkmaz), Perchtold (79. Thürauer), Ambichl; Dieng, Hartl (73. Luckassen). – RB Salzburg: Walke; Schwegler, Miranda, Wisdom, Ulmer; Rzatkowski (61. Wanderson), Laimer, Radosevic (46. Samassekou), Berisha (82. Leitgeb); Lazaro, Hwang. – Tore: Thürauer (81.); Hwang (11.), Wanderson (69.). – Im vierten Saisonduell mit den Salzburgern waren der SKN St. Pölten einem Punktgewinn so nah wie noch nie zuvor! Vor allem im zweiten Durchgang spielten die Gastgeber den Tabellenführer phasenweise an die Wand, konnte jedoch nicht die gut herausgespielten Chancen in Tore ummünzen.

Mit drei Änderungen in der der Startelf sowie einem neuen System wollte Trainer Jochen Fallmann nach der Derbyniederlage aus der Vorwoche gegen die Salzburger Bullen die ersten Punkte einfahren. Doch dieses Vorhaben funktionierte zu Beginn nur bedingt. Denn in der Anfangsphase waren es ganz klar die Gäste, die das Geschehen auf dem Rasen der NV Arena dominierten – die Wölfe wurden immer wieder durch schnelle Tempoläufe über die Seiten in Bedrängnis gebracht und so in der Defensive vor Probleme gestellt.

Auf diese Art und Weise geriet der Bundesliganeuling auch früh in Rückstand: Nach einem Angriff über die linke Flanke kam der Ball im Strafraum zu Hwang, der Diallo im Zweikampf austeigen ließ und das Leder mit Gefühl im langen Kreuzeck versenkte (11.). Doch dieser Treffer weckte den niederösterreichischen Außenseiter auf. Der überlegen führende Spitzenreiter wurde nun deutlich früher im Spielaufbau gestört und das Spiel somit offener gestaltet.

Den ersten Warnschuss gab dabei Danijel Petrovic ab, dessen Kopfball nach Ambichl-Ecke über das Salzburger Tor flog (17.), weit gefährlicher wurde es dagegen nach 35 Minuten. Nach einer schönen Kombination über links kam Cheikhou Dieng in der Mitte zum Abschluss, wurde jedoch in letzter Sekunde von Miranda geblockt. Die Salzburger gingen mit einer glücklichen 1:0-Führung in die Pause.

Thürauer-Kracher reicht nicht mehr

Im zweiten Durchgang nahm die Fallmann-Elf dann endgültig das Heft in die Hand. Michael Ambichl (51.) und Daniel Schütz hatten kurz nach Wiederbeginn gute Gelegenheiten auf den Ausgleich, verzogen allerdings knapp. Wenig später kam dann auch noch eine Portion Pech dazu, als ein gut angetragener Freistoß von Ambichl nur die Stange traf (55.).

Eigentlich lag der Ausgleich für unsere Wölfe in der Luft. Doch das Tor erzielte abermals der Tabellenführer: Nach einem weiten Ball nach vorne spielte der kurz zuvor eingewechselte Wanderson seine individuelle Klasse aus und schlenzte den Ball aus 20 Metern unhaltbar für Goalie Christoph Riegler ins lange Eck (69.).

Doch die Wölfe zeigten Biss, spielte weiter munter nach vorne und wollte sich nicht mit der Niederlage abfinden. So nahm sich der ebenfalls eingewechselte Lukas Thürauer zehn Minuten vor Schluss ein Herz, hielt aus 35 Metern voll drauf und versenkte das Leder mit einem Kracher im Kreuzeck (81.).

Die Hoffnung auf einen Punktgewinn war wieder da, allein das zweite Tor wollte nicht fallen. Nochmalswurdealle Kräfte mobilisiert, voll auf den Ausgleich gespielt. Doch als in der Nachspielzeit ein Freistoß von Dieng über die Latte strich (93.), war die unverdiente Pleite und damit das Ende der Heimserie besiegelt.

Dennoch konnte Leitwolf Jochen Fallmann dieser Partie viele positive Aspekte abgewinnen: „Wir haben erneut gezeigt, dass wir bei unserer Leistungsgrenze mit jedem Team in Österreich mithalten können. Natürlich schmerzt diese Niederlage im Moment, aber wir werden auf diesem Auftritt viel Kraft für die kommenden Aufgaben schöpfen.“ Die nächste wartet bereits am kommenden Samstag auf den SKN in der NV Arena. Denn da kommt Ex-Trainer Martin Scherb mit „seinem“ SCR Altach nach St. Pölten.

 

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