Deutschlands U21-Team eine Nummer zu groß

Philipp Lienhart erzielte den Ehrentreffer Österreichs gegen Deutschland. - Foto: Real Madrid
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FUSSBALL. Keine Chance hatte Österreichs ersatzgeschwächtes U21-Team beim letzten Gruppenspiel in der NV-Arena gegen Deutschland.

Österreich – Deutschland 1:4 (0:1). – Österreich: Bachmann; Lazaro, Schoissengeyr, Lienhart, Martschinko; Wydra, Jäger, Laimer; Murg (64. Kvasina), Friesenbichler (58. Dovedan), Grillitsch (46. Gruber). – Das ÖFB U21-Nationalteam muss sich im abschließenden Spiel der EM-Qualifikation in der St. Pöltner NV Arena gegen Deutschland mit 1:4 geschlagen geben. Die Mannschaft von Werner Gregoritsch hatte das Ticket für das Playoff zur UEFA U21-EM 2017 in Polen bereits in der Tasche, Deutschland ist als ungeschlagener Gruppensieger direkt für die Endrunde qualifiziert.

Die ÖFB-Auswahl gerät bereits zu Beginn des Spiels unter Druck: in der 3. Minute wird Deutschlands Davie Selke von Konrad Laimer zu Fall gebracht. Den Freistoß von Nadiem Amiri kann ÖFB-Goalie Daniel Bachmann zur Ecke abwehren. Amiri ist auch an dem Führungstreffer der Gäste beteiligt: In der 12. Minute schiebt er den Ball rund 30 Meter vor dem Tor zu Maximilian Arnold. Der DFB-Kapitän zieht ab und der Ball springt von der Latte direkt ins Tor. Auch wenn die Gastgeber durch Kevin Friesenbichler zu zwei Torchancen kamen, die Deutschen dominierten bis zur Pause das Spielgeschehen.

Aktiverer Auftritt nach der Pause

Die ÖFB-Elf startet nach der Pause wesentlich offensiver und kommt zu einigen Chancen. Doch es sind wieder einmal katastrophale Eigenfehler, die die Deutschen stark werden ließen. In der 52. Minute erzielen die Gäste den zweiten Treffer. Leroy Sané bekommt auf der rechten Seite den Ball von Amiri aufgelegt und zieht 16 Meter vor dem Tor mit rechts ab. Bachmann kann den Schuss des ManCity-Profis nur abprallen lassen und Levin Öztunali schiebt die Kugel mit rechts an Daniel Bachmann vorbei ins Tor. Rund sechs Minuten später landet ein Pass von Andreas Gruber bei Leroy Sané. Der dringt in den Strafraum ein und legt auf Selke ab, der aus rund acht Metern zum 3:0 einnetzt.

In Minute 67 scheitert der für Kevin Friesenbichler eingewechselte Nikola Dovedan mit einem schönen Lupfer aus spitzem Winkel an Deutschlands Goalie Huth. Nach einem Foul von Christoph Martschinko an Grischa Prömel tritt Janik Haberer zum Foulelfmeter an und verwandelt diesen zum 4:0. Nicht zu übersehen bei der österreichische Auswahl war der Wille, zumindest ein Ehrentor zu erzielen. In der 86. Minute verwertet schließlich Real Madrid-Legionär Philipp Lienhart einen Eckball von Valentino Lazaro per Kopf zum 4:1-Endstand.

Der Torschütze, der seine ersten Fußballschuhe beim SC Lilienfeld zerriss und über Rapid Wien bei Real Madrid landete, brachte es auf den Punkt: „Wir waren von Beginn an zu weit weg vom Gegner und haben den Anfang des Spiels etwas verschlafen. Aber wir sind bis zum Schluss aktiv geblieben und wollten unbedingt das Tor machen, was uns in den letzten Minuten auch gelungen ist. Wir haben eine gute EM-Qualifikation gespielt und freuen uns auf das Play-off. Jeder von uns will zur EM-Endrunde und wir werden alles geben, um dieses Ziel zu erreichen.“

Als Gruppensieger fix qualifiziert sind Deutschland, England Tschechien, Italien, Mazedonien, Portugal, Dänemark, Schweden und die Slowakei. Österreich, Spanien, Serbien und Norwegen stehen im Play-off.

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