Doppelschlag im Finish kostete SKN den Sieg

Lumu erzielte gegen die Austria die 1:0-Führung des SKN. - Foto: SKN
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FUSSBALL. Ein Doppelschlag der Austria in der Schlussphase ließ den Traum des SKN, im Ernst Happel-Stadion als Sieger vom Platz zu gehen, platzen.

Austria Wien – SKN St. Pölten 2:1 (0:0). – FK Austria: Almer; Larsen, Rotpuller, Filipovic, Salmon; Serbest, Holzhauser (67. Pires); Tajouri (67. Kayode), Grünwald, Venuto; Friesenbichler (90. Stronati). – SKN: Riegler; Stec, Huber, Petrovic, Pîrvulescu; Lumu (73. Ambichl), Martic, Perchtold, Schütz; Segovia, Keita (78. Luckassen). –  Tore: Serbest (82.), Kayode (85.); Lumu (52.). – Der Neuling zeigte im Happel-Stadion von Anfang an, dass man sich im Duell mit der Fink-Elf nicht verstecken wollte. Wie schon gegen Rapid ließ man dem Gegner mit aggressivem und kompromisslosem Zweikampfverhalten in der eigenen Hälfte kaum Luft zum Atmen und brachte so die Offensive der Veilchen immer wieder zum Verzweifeln. Selbst setzte man auf schnelles Umschaltspiel nach vorne, woraus  Keita (11.) die erste Großchance vergab und ein Kopfball von Martic von einem Verteidiger noch vor der Linie gekratzt wurde (27.). Die Wiener wirken in ihren Aktionen über weite Strecken plan- und orientierungslos, jubelten allerdings in der 39. Minute vergeblich: Rotpuller bezwang Riegler, doch der Treffer wurde zu Unrecht vom Referee wegen angeblichen Abseits annuliert.

Ganz anders die St. Pöltner, die in weiterer Folge eigentlich in Führung hätten gehen müssen: Erst scheiterte Martic mit einem Fernschuss an Austria-Schlussmann Almer, ehe beim nachfolgenden Eckball abermals Martic und im Nachschuss Perchtold im österreichischen Teamkeeper ihren Meister fanden (33.). Die beste Gelegenheit bot sich jedoch kurz danach, als Lumu nach einem weiten Ball frei vor dem Tor auftauchte, das Leder allerdings am langen Eck vorbeischob (37.).

Auf Euphorie folgt Ernüchterung

Doch auch nach der Pause blieben die Wölfe das gefährlichere und auch das bessere Team. Und diese Tatsache schlug sich dann vorerst auch im Ergebnis nieder: Nach einem weiten Ball von Schütz ließ Lumu zwei Gegner aussteigen und vollendete ins lange Eck zur völlig verdienten Führung (52.). Martic bot sich kurz darauf die Chance noch einen draufzulegen, doch der Youngster jagte nach einem Eckball-Trick den Ball über anstatt ins Tor (56.).

Trainer Torsten Fink ging durch die Hereinnahme von Kayode und Pires ein viel höheres Risiko ein: Die Defensive des Bundesliga-Neulings bekam immer mehr Probleme. So tauchte etwa Grünwald plötzlich allein vor Riegler auf, setzte das Leder jedoch neben den Kasten (59.). Im Anschluss daran bot sich dann die große Chance auf den Ausgleich, als Schiedsrichter Drachta nach einem Handspiel von Huber auf Strafstoß entschied. Venuto trat an, traf jedoch zum Glück für das Wolfsrudel nur den Pfosten (63.).

Ziemlich unerwartet viel der Ausleichstreffer: Nach einer Ecke von links riss Salamon aus gut 20 Metern ein Schuss ab, Serbest stand goldrichtig und vollendete mit der Ferse zum Ausgleich (82.). Nur drei Minuten später verlängerte Kayode – im Abseits stehend – einen Salamon-Freistoß mit dem Hinterkopf zum 2:1-Siegtreffer.

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