Eine Premiere mit einigen Hindernissen

Nach 16 Runden war Schluss: Der
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MOTORSPORT. Der Prototypen-Einstand zur VdeV Endurance Series verlief für das Team von Wimmer Werk Motorsport nicht nach Wunsch.

Gar nicht nach Wunsch verlief die Premiere des Teams von Wimmer Werk Motorsport in der französischen VdeV Endurance Series. Die österreichische Crew feiert heuer den Einstand im Prototypen-Rennsport und ging mit großer Vorfreude an die Aufgabe in Barcelona heran. Beim vierstündigen Saisonauftaktrennen in Katalonien bzw. schon im Vorfeld lief jedoch einfach nichts nach Plan – angefangen vom strömenden Regenwetter über Pech im Training bis hin zur streikenden Technik. Nach 16 Runden blieb der Ligier JS P3 in der Box

Schon das freie Training zur LMP3-Klasse, in der das Fahrertrio Klaus Bachler, Matthias Kaiser und Felix Wimmer heuer an den Start geht, begann am Freitag mit einem ungewollten Aha-Erlebnis, als der 420 PS starke Ligier JS P3 plötzlich eine gehörige Ölspur über den Circuit de Catalunya zog. „Das Auto ist irgendwo aufgesessen, und dadurch ist ein tragender Teil in der Mitte des Boliden gebrochen, was zur Folge hatte, dass fünf Liter Öl ausgeronnen sind“, erklärte Wimmer Werk Motorsport-Geschäftsführer Max Wimmer das Malheur. Dieses wurde noch größer, weil der kaputte Teil nicht im vor Ort vorhandenen Material-Reservoir, sondern nur im 750 Kilometer von Barcelona entfernten Magny-Cours zu finden war. Ein angeforderter Blitzexpress leistete Abhilfe, brachte den Ersatzteil nach Spanien. Den Rest musste die Mechaniker-Crew in einer Nachtschicht erledigen. Und das tat sie perfekt. Rechtzeitig zum Qualifying am Samstagvormittag stand der Ligier mit der Nummer 26 rennbereit am Start.

Dass aber auch im Qualifikationslauf nicht alles rund lief, dafür sorgte eine defekte Windschutzscheibenbelüftung. Im strömenden Regen lief die Scheibe des Ligier immer wieder an. Zudem sorgten wegen des Wetters zahlreiche Full- course-yellow-Phasen dafür, dass die in dieser Phase gefahrenen Zeiten nicht gewertet wurden. Max Wimmer: „Ein Wahnsinn, letztendlich hatten wir in 60 Minuten keine einzige Zeit am Konto.“ Was wenigstens die Taktik fürs Rennen einfach machte, denn diese konnte nur lauten: Das Feld von hinten aufzurollen.

Safety Car hatte Großeinsatz

Tatsächlich gelang es dem Startfahrer Felix Wimmer, sich durch die Gischt des nicht und nicht nachlassenden Starkregens beherzt ins Mittelfeld des Feldes an die 15. Stelle vorzuarbeiten. Doch nach 16 Runden musste er schon wieder die Box ansteuern – ein Schaltkompressor war ausgefallen. An sich ein Defekt, der relativ schnell innerhalb von zwei Runden zu reparieren gewesen wäre, doch beschloss das Team angesichts der widrigen äußeren Umstände die Segel zu streichen. „Die meisten Autos sind nur noch aufgeschwommen, immer wieder ist einer rausgeflogen. Wenn ein Rennen praktisch ausschließlich hinter dem Safety Car gefahren werden kann, dann macht das keinen Spaß“, so die Erklärung seitens des Teams. Dass die ärgerliche Präsenz des Defektteufels die Entscheidung unterstützte, liegt auf der Hand. Teamchef Felix Wimmer: „Sportlich war’s leider ein Wochenende zum Vergessen. Aber auch eines, wo wir trotzdem wieder was dazugelernt haben.“ Weiter geht es für Wimmer Werk Motorsport vom 20. bis 22. April in Magny-Cours.

VdeV Endurance Series 2018:

22. – 24. März Barcelona Catalunya (Spanien) 4 Stunden Rennen
20. – 22. April Magny-Cours (Frankreich) 4 Stunden Rennen
25. – 27. Mai Circuit Paul Ricard (Frankreich) 4 Stunden Rennen
29. – 30. Juni Dijon-Prenois (Frankreich) 4 Stunden Rennen
31. Aug. – 2. Sept. Navarra (Spanien) 6 Stunden Rennen
5. – 7. Oktober Le Mans Bugatti (Frankreich) 4 Stunden Rennen
2. – 4. November Estoril (Portugal) 6 Stunden Rennen

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