Für „alte“ Liebe hat Karl Daxbacher keine Geschenke

Karl Daxbacher: Als SKN-Chefcoach empfängt er seinen Ex-Klub, die Wiener Austria. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Mit der Wiener Austria erwartet der SKN St. Pölten am Sonntag (16.30) in der NV-Arena die „alte“ Liebe von Trainer Karl Daxbacher zum Saisonauftakt in der Bundesliga.

Für einige Wölfe gleich ein besonderes Spiel, haben ja sowohl Leitwolf Karl Daxbacher, als auch Mittelfeld-Routinier Florian Mader Veilchen-Vergangenheit. Gastgeschenke sollen allerdings dennoch nicht verteilt werden. Ja, und auch Sportdirektor Frencki Schinkels und Florian Mader sowie Tormanntrainer Wolfgang Knaller haben eine violette Vergangenheit. Und Ex-Teamchef Josef Hickersberger, ein gebürtiger Amstettner, der seit kurzem im neu geschaffenen Sportbeirat des Bundesliganeulings  vertreten ist, hat die St. Pöltner noch in Erinnerung – allersdings negativ: Als Trainer der Austrianer kassierte er eine 0:1-Niederlage. Das Goldtor erzielte damals der St. Pöltner Hannes Weber. Daxbacher und Weber  waren auch nach der Gründung des SKN die Motoren des neuen Klubs: Der Ambacher Daxbacher als Meistermacher in der 2. und 1. Landesliga und Weber als Goalgetter und Mannschaftskapitän.

„Wir haben gejubelt, wir haben gefeiert, wir sind sehr viel geehrt worden. Aber das ist Vergangenheit“, hat Leitwolf Karl Daxbacher die Meistersaison seiner Wölfe längst abgehakt. Denn auf sein Team warten große Aufgaben. Die erste bereits am Sonntag: Da ist die Wiener Austria zu Gast. Allen voran natürlich der SKN-Cheftrainer, der über 500 Pflichtspiele für die Violetten in den Beinen hat und von 2008 bis 2011 auch das Trainerzepter am Verteilerkreis schwang. „Aber das muss für diese Partie natürlich komplett ausgeblendet werden“, weiß der SKN-Leitwolf, der seinem Ex-Klub in der NV-Arena nicht den roten Teppich ausrollten möchte.

SKN St. Pölten fühlt sich als Außenseiter

Dennoch sind die Rollen vor diesem Aufeinandertreffen klar verteilt: „Wir sind natürlich klarer Außenseiter – aber mit den Fans im Rücken sollte doch einiges möglich sein“, brennt Kapitän Lukas Thürauer schon auf den Saisonstart. Das Wolfsrudel geht nämlich bestens vorbereitet in die erste Saison in der tipico-Bundesliga. Und mit sechs neuen Spielern. „Der eine oder andere hat noch ein wenig Nachholbedarf und Anpassungsschwierigkeiten, aber auf Sicht werden uns alle helfen“, so Daxbacher, der zum Start gegen die Veilchen aus Wien Favoriten wohl noch großteils auf die bewährte Meistertruppe setzen wird. „Aber ich bin froh, dass ich auf der Bank jetzt wirklich viele Alternativen sitzen habe, die durchaus etwas bewegen können, wenn sie ihre Chance bekommen.“

Eine davon ist definitiv die rumänische Neuerwerbung Paul Pirvulescu, der gegen die Wiener bereits im Kader stehen könnte. Eine Tatsache, die leider auf Marcel Holzmann und Neuzugang Christopher Drazan noch nicht zutrifft – beide sind zwar bei der Rehabilitation auf einem sehr guten Weg, ein Einsatz käme allerdings noch etwas zu früh. Dennoch wird heute eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld stehen, die der Fink-Elf das Leben möglichst schwer machen will.

 

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