Gewaltleistung mit Bronzemedaille belohnt

Share Button

EXTREMSPORT. Gewaltleistung von Veronika Winidsch und Benjamin Karl: Beim Mountainbike Transalp Trophy gab es für die beiden Österreicher die Bronzemedaille.

Eine Alpenüberquerung war Benjamin Karl nicht genug. Nach der Transalp mit dem Rennrad ging es nur zwei Wochen später mit dem Mountainbike über 611 Kilometer mit mehr als 19.000 Höhenmetern von Bayern nach Italien, von der Biathlon-Hochburg Ruhpolding in Bayern   nach Riva del Garda am Gardasee. Der erfolgreiche Snowboarder und Partnerin, die Short-Trackerin Veronika Windisch,   hatten sich ein ambitioniertes Ziel gesteckt: »Wir wollen im Mixed-Bewerb aufs Stockerl!«

»Wir haben 2005 gemeinsam die Grundausbildung für Spitzensportler gemacht und waren schon damals viel mit dem Rad unterwegs. Damals haben wir noch gescherzt, dass wir irgendwann mal ein Rennen gemeinsam fahren, zehn Jahre später ist es so weit“, so der Wilhelmsburger.

Der vierfache Snowboard-Weltmeister bei seinem ersten Etappenrennen viel gelernt. »Ich habe mich drei Tage nur von Energieriegel und Gels ernährt, auf der vierten Etappe hätte ich mich fast übergeben. Diesmal werde ich mehr mit natürlicher Kost arbeiten. Mit ein Grund, warum Mutter Michaela Im Betreuerteam mithalf.

Karl/Wischisch haben ihr angepeiltes Ziel erreicht

„Wir wollten unbedingt aufs Stockerl – und dieses Ziel haben wir erreicht“, resümierten die beiden Sportler nach dem Rennen.   Das die Vorstellungskraft eines „normalen“ Profisportler bei weitem sprengt. Voeronika Windisch hat auf ihrem Faceboot gepostet: „Fünf Platten, 15 Stürze, 100 Verzweiflungsanfälle, Atemnot,   vier Stunden das Rad am Rücken schleppen, drei Bienenstiche, zwei Regengüsse, zig Schweißausbrüche, stapfen im Schnee, Abfahrten über Wildbäche. 611 km und über 19.000 Höhenmeter später sind wir am Stockerl in Riva angekommen. Es war das härteste Rennen meines Lebens.“

Karl denkt jedoch schon auf sein nächstes Abenteuer, für das er seine starke Radform konservieren möchte:   Schließlich tritt er am 12. September beim Red Bull Dolomitenmann in Lienz an, den übrigens sein Schwiegervater Werner Grissmann „erfunden“ hatte. »Da möchte ich richtig etwas hinknallen«, so Karl.

Die vielen Stunden im Sattel sind aber nicht nur der Kondition für den Weltcup-Winter 2015/2016 zuträglich. »Körperlich ist wieder sehr viel weitergegangen, ich bin wahrscheinlich so gut drauf wie noch nie. Aber speziell das Mountainbiken bringt auch sehr viel für Koordination und Geschicklichkeit am Brett.« Parallel dazu liegt der Fokus in den nächsten Wochen und Monaten auf dem bewährten Mix aus Kraft- und Leichtathletik-Training. Denn Benjamin Karl hat wieder viel vor: »Der Marcel (Hirscher; Anm.) hat ordentlich vorgelegt, ich will mir auch zum vierten Mal den Gesamt-Weltcup holen.«

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*