„Goldhändchen“ von SKN-Coach Didi Kühbauer

Joker Husain Balic wurde zur SKN-Matchwinner. - Foto: SKN
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FUSSBALL. SKN St. Pölten startete mit einem 4:3-Sieg über Wolfsberg in die neue Saison.

SKN St. Pölten – Wolfsberger AC  4:3 (2:2). – SKN: Riegler; Ingolitsch, Meisl, Drescher, Haas; Mislov (82. Balic); Ouedraogo (61. Fountas), Ljubicic (68. Hofbauer), Luxbacher; Pak, Gartler. – Wolfsberger AC: Kofler; Sollbauer, Sprangler, Gollner; Novak, Wernitznig, Liendl (79. Gölles), Ritzmaier, Schmitz; Schmerböck (84. Gschweidl), Orgill. – Tore: 1:0 Pak (18.), 2:0 Gartler (30.), 2:1 Schmerböck (32.), 2:2 Gollner (44.), 2:3 Wernitznig (59.), 3:3 Gartler (88., Elfmeter), 4:3 Balic (91.). – NV Arena, 2.800 Zuseher, SR Schörgenhofer. – Das Wolfsrudel ist ideal in die neue Saison hineingestartet. Mit einem Sieg in letzter Sekunde gegen den Wolfsberger AC feierte die Kühbauer-Elf im ersten Spiel gleich den ersten vollen Erfolg und schloss damit an die Leistungen aus der Vorbereitung an. Mit Husein Balic wurde dabei ein Joker, der kurz vor Schluss eingewechselt wurde, zum Matchwinner.

Nach insgesamt zwölf ungeschlagenen Partien in Serie wollte der SKN auch im ersten Spiel der neuen Saison im Duell gleich wieder voll anschreiben. Gegen den Ex-Klub von Cheftrainer Dietmar Kühbauer vertraute er dabei beinahe auf jene Elf, die vor einer Woche im Cup gegen den SK Maria Saal mit 6:0 erfolgreich war. Einzig Neuzugang Roko Mislov rückte für Daniel Schütz in die Startformation.

Und der Auftakt in das Spiel gestaltete sich dann auch ganz nach dem Geschmack der Zuschauer: Gleich in der ersten Spielminute scheiterte Gartler noch an WAC-Goalie Kofler, bei den darauffolgenden Ecken gingen die Versuche von Pak und Meisl nur knapp neben das Gehäuse. Auf der Gegenseite wurde auch der Wolfsberger AC erstmals vorstellig, doch Schmerböck ließ seine beiden ersten Gelegenheiten ungenützt (6., 16.).
Auf der Gegenseite schlug es hingegen kurz darauf ein: Einen Hammer von Gartler konnte Kofler noch an die Latte lenken, den Abpraller drückte Pak aber im Rutschen zum 1:0 über die Linie (18.). Die Kühbauer-Elf belohnte sich somit für den starken Auftritt in der Anfangsphase und wollte gleich nachlegen. Erst verfehlte Pak aus guter Position das Tor (20.), ehe Drescher nach einer Ecke per Kopf an einer Glanztat von Gäste-Keeper Kofler scheiterte (21.). Als dann noch Ljubicic nach einer Haas-Flanke einen Kopfball zu zentral setzte, lag der zweite Treffer bereits in der Luft (27.). Und kurz darauf war es auch so weit – nach einer neuerlichen Flanke von Neuzugang Haas kam Gartler frei zum Abschluss und vollendete volley zum 2:0 ins lange Eck (30.).
Die Freude über diesen Treffer währte allerdings nur kurz. Denn schon im Gegenzug verschlief die SKN-Defensive einen Angriff der Kärntner und Schmerböck besorgte den Anschlusstreffer (32.). Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Gäste die Kontrolle über das Geschehen auf dem Feld. Das Wolfsrudel kam nicht mehr richtig ins Spiel und musste kurz vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Nach einer Ecke wurde der Ball nur unzureichend geklärt und Gollner blockte einen Abschlag von Ingolitsch zum 2:2 in die Maschen (43.).

Neuerwerbung Balic besorgte den Sieg

Und auch nach der Pause war leider die Elf von Trainer Christian Ilzer die dominante Mannschaft. Der Gastgeber kamen nicht mehr richtig in die Zweikämpfe und war immer öfter mit Defensivaufgaben beschäftigt. In der 59. Minute war es dann so weit: Mit einem Hammer von Wernitznig aus 25 Meter, der genau im rechten Kreuzeck einschlug, gerieten die Wölfe in Rückstand. In weiterer Folge waren die Heimischen zwar bemüht, konnte allerdings nie wirklich gefährlich werden. Und so hatte Wolfsberg die große Möglichkeit auf die Entscheidung, doch Riegler hielt die Wölfe mit einer Glanztat gegen Wernitznig im Spiel (87.). Eine ganz wichtige Aktion – denn schon im Gegenzug zog der eingewechselte Balic an Freund und Feind auf der linken Seite vorbei und konnte im Strafraum nur mehr durch ein Foul gestoppt werden. Gartler trat zum fälligen Elfmeter an und verwandelte staubtrocken zum 3:3 (88.).

Doch damit nicht genug. Denn in der Nachspielzeit sollte es noch besser kommen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld kam abermals Balic an der Strafraumgrenze zum Abschluss und brachte mit seinem satten Schuss ins lange Eck die NV Arena zum Beben – 4:3 (91.).

Somit war der erste Sieg in der neuen Saison unter Dach und Fach. Diesen gilt es nun in der kommenden Woche gegen den LASK zu bestätigen.
 
SKN St. Pölten – Wolfsberger AC  4:3 (2: ). – SKN: Riegler – Ingolitsch, Meisl, Drescher, Haas – Mislov (82. Balic) – Ouedraogo (61. Fountas), Ljubicic (68. Hofbauer), Luxbacher – Pak, Gartler.
Wolfberger AC: Kofler – Sollbauer, Sprangler, Gollner – Novak, Wernitznig, Liendl (79. Gölles), Ritzmaier, Schmitz – Schmerböck (84. Gschweidl), Orgill.
NV Arena, 2.800 Zuseher, SR Schörgenhofer
 
Tore: 1:0 Pak (18.), 2:0 Gartler (30.), 2:1 Schmerböck (32.), 2:2 Gollner (44.), 2:3 Wernitznig (59.), 3:3 Gartler (88., Elfmeter), 4:3 Balic (91.).
SKN: Riegler – Ingolitsch, Meisl, Drescher, Haas – Mislov (82. Balic) – Ouedraogo (61. Fountas), Ljubicic (68. Hofbauer), Luxbacher – Pak, Gartler.
Wolfberger AC: Kofler – Sollbauer, Sprangler, Gollner – Novak, Wernitznig, Liendl (79. Gölles), Ritzmaier, Schmitz – Schmerböck (84. Gschweidl), Orgill.
Gelbe Karten: Ingolitsch (81., Foul), Hofbauer (84., Kritik), Gartler (89., Unsportlichkeit) bzw Gollner (47., Foul), Orgill (86., Foul).
„Wir haben es uns dann selbst schwer gemacht, weil wir dann wirklich einen Riss in unserem Spiel hatten. Aber ich denke einmal Fußball ist kein Wunschkonzert. Wir haben dem WAC dann das Spiel übergeben und zu wenig aggressiv gespielt. Entscheidender war wie wir zurückgekommen sind und das soll für das neue St. Pölten stehen.“
Cheftrainer Dietmar Kühbauer

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