Hart erkämpfter Zähler des SKN im Innviertel Themen:Fußball Marco Perchtold erzielte den Ausgleichstreffer gegen Ried. - Foto: SKN Von: Heinz Harauer 20. Mai 2017 FUSSBALL. Durch das 1:1 beim Tabellenletzten SV Ried machte der SKN St. Pölten einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt. SKN: Riegler; Stec, Huber, Petrovic, Pîrvulescu (26. Mehremic); Martic, Perchtold; Ambichl, Hartl, Korkmaz (68. Thürauer); Luckassen (46. Doumbouya). – SV Ried: Gebauer; Reifeltshammer, Trauner, Özdemir: Hart, Nutz (61. Brandner), Ziegl (82. Fröschl), Zulj (73. Walch), Marcos; Elsneg, Ademi. – Tore: Reifeltshammer (21.); Perchtold (78.). – Der abstiegsgefährdete SKN St. Pölten hat nach einem wahren Kraftakt die Zügel im Abstiegskampf weiterhin selbst in der Hand – nach einer durchwachsenen ersten Hälfte fand die Fallmann-Elf in den zweiten 45 Minuten erneut in die Spur und kam durch Marco Perchtold zum umjubelten Ausgleich gegen die Wikinger! Somit bleibt man weiter vier Zähler vor Platz Zehn! Mit derselben Formation wie zuletzt beim Sieg gegen den SV Mattersburg wollte Leitwolf Jochen Fallmann unsere Elf gegen die Chabbi-Mannen aufs Feld schicken. Doch dieser Plan musste kurz vor Spielbeginn über den Haufen geworfen werden – Cheikhou Dieng gab aufgrund einer Sprunggelenksverletzung w.o., für ihn rückte Ümit Korkmaz ins Aufgebot. Die ersten 45 Minuten verliefen dann allerdings überhaupt nicht im Sinne der Gäste: Denn vor allem in der ersten Viertelstunde gab es große Probleme im Spielaufbau und kam mit der offensiven 3-5-2 Ausrichtung des Gegners überhaupt nicht zurecht. Auf der anderen Seite ließen die Rieder in ihrem Spiel die nötige Präzision vermissen, weswegen es einige Zeit dauerte, ehe es zum ersten Mal gefährlich wurde. So köpfelte nach 14 Spielminuten nach einem weiten Ball von Christoph Riegler Ried-Verteidiger Özdemir das Leder über dessen eigenen Goalie, doch leider auch neben das Gehäuse. Auf der Gegenseite sorgte Florian Hart erstmals für Gefahr, sein Abschluss ging aber deutlich am Kasten vorbei (19.). Kurz darauf schlug es aber doch im Tor der Wölfe ein: Nach einem Eckball der Innviertler war die Situation eigentlich schon geklärt, doch der Ball kam über Stefan Nutz abermals zur Mitte, fand dort Thomas Reifeltshammer und der stellte mit einem wuchtigen Kopfball auf 1:0 für die Gastgeber (21.). Ein Schlag ins Gesicht für das Wolfsrudel, von dem man sich bis zur Pause eigentlich nicht wirklich erholte. Zudem musste man mit Paul Pîrvuslescu nach 26 Minuten auch noch einen zweiten Spieler verletzt vorgeben – die Aufgabe schien nicht leichter zu werden. Da sich aber auch die Rieder nach der Führung nicht entscheidend in Szene setzen konnten, kam man dennoch zu einigen Gelegenheiten für den Ausgleich. So wurde etwa Marco Perchtold aus aussichtsreicher Position geblockt (21.), während Manuel Martic erst einen Schuss aus weiter Entfernung zu zentral platzierte (41.), ehe er nach einem Ambichl-Freistoß an Ried-Tormann Gebauer scheiterte (45+1). Somit ging es mit einem knappen Rückstand unserer Wölfe in die Kabinen. Marco Perchtold sichert das Remis Doch wie so oft schien die Pausenansprache des Trainergespanns den richtigen Nerv getroffen zu haben. Denn der SKN startete deutlich aggressiver in den zweiten Durchgang, kamen nun besser in die Zweikämpfe und drängten fortan auf den Ausgleich. Allein fallen wollte dieser zunächst noch nicht: So scheiterte der eingewechselte Doumbouya zunächst per Kopf an Gebauer (51.), ehe ein weiterer Kopfball des Guineers knapp am Rieder Gehäuse vorbeistrich (57.). Und so hatten die Hausherren die große Möglichkeit auf die Vorentscheidung: Nach einem Fehler im Spielaufbau tauchte plötzlich Elsneg völlig frei vor Goalie Riegler auf, fand im Eins gegen Eins mit dem SKN-Schlussmann jedoch seinen Meister, wodurch „Riegs“ den Torschrei der gut 6.600 Zuseher im Keim erstickte (67). Angetrieben vom ebenfalls eingewechselten Lukas Thürauer, der zunächst eine Stec-Flanke in Gebauers Arme köpfelte (70.), wollten die Wölfe das 1:1 nun mit allen Mitteln erzwingen. Und eine Viertelstunde vor dem Ende gelang es endlich – nach einer schnellen Kombination über Stec und Thürauer kam der Ball an der Strafraumgrenze zu Marco Perchtold, der zog per Seitfallzieher ab, erwischte das Leder ideal und traf per Innenstange zum umjubelten Ausgleich (76.). Was folgte, war eine hart umkämpfte Schlussphase, in der beide Mannschaften die Entscheidung suchten – allein das entscheidende Tor wollte keinem Team mehr gelingen, wodurch am Ende ein doch leistungsgerechtes Remis zu Buche stand. Mit diesem Ergebnis hielten die Wölfe den Abstand zu den Riedern weiter aufrecht und können damit am kommenden Donnerstag gegen den Wolfsberger AC den Klassenerhalt endgültig fixieren. 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