Kogler in Dubai mit 200 Sachen „abgeschossen“ Themen:Motorsport Fast in jeder Kurve kam es zu einem Gedränge oder Crash. - Foto: Unior Racing Team Austria Von: Michael 18. Januar 2016 MOTORSPORT. Nichts wurde es mit einem Klassensieg von Michael Kogler in Dubai. Nach 19 Stunden war leider Schluss. Unior Racing Team Austria-Teamchef Gottfried Kogler äußert scharfe Kritik an den 24 Stunden von Dubai: Beim Opener zur 24hSerie wurden 100 Autos auf die 5,3 Kilometer lange Strecke gesandt: „Eine Kollisionsschlacht sondergleichen – nach unzähligen Abschüssen mussten wir nach 19 Stunden aufgeben. So wollen wir im nächsten Jahr nicht mehr fahren.“ Werbung Vom fünften Startplatz der Klasse A3 respektive dem 80. Gesamtstartplatz aus startete das Unior Racing Team Austria in die 24 Stunden von Dubai. Den teameigenen, diesmal für das Wiener Modelabel „Callisti“ werbenden Seat Leon Supercopa teilten sich Peter Schöller, Bernhard Wagner und Michael Kogler. Letzterer merkte als Startfahrer schnell, dass hier „wild drauf los gefahren wurde, als würde es sich um ein Vier-Stunden-Rennen handeln“, wie Teamchef Gottfried Kogler berichtet. Er fügt hinzu: „Michael hielt sich intelligenter Weise zurück – doch nach 13 Runden, als die starken Porsche, Audi R8 und Ferrari zu überrunden begannen, wurde klar, dass dies nicht gut gehen kann.“ Michael Kogler wurde von einem schnelleren Fahrzeug beim Anbremsen abgeschossen, der Verursacher riss gleich noch drei weitere Autos von der Strecke. Der Teamchef erzählt: „So ging es dann auch weiter. Es kam zu unzähligen schweren Unfällen, auch mit heftigen Verletzungen. Insgesamt musste das Rennen zehnmal mittels Code 60-Phase unterbrochen werden.“ Wegen der vielen Unfälle reichten bald schon die mitgebrachten Ersatzteile nicht mehr aus – doch ein Gottfried Kogler gibt nicht gerne auf. So wurde ein in Dubai lebender Grieche gefunden, dessen privates Rennfahrzeug ausgeschlachtet wurde. Noch weitere dreimal mussten die leidgeprüften Mechaniker des Unior Racing Team Austria ans Werk – und jedes Mal wurde der Seat von hinten abgeschossen. Nach 19 Stunden kam schließlich das endgültige Aus: Ein übermütiger Konkurrent sandte den Supercopa bei 200 km/h in die Leitplanken, eine neuerliche Reparatur war leider nicht mehr möglich … Herbe Kritik an die Veranstalter Unior Racing Team Austria-Teamchef Gottfried Kogler übt nun scharfe Kritik am Veranstalter der 24 Stunden von Dubai: “Wir kamen erstmals 2007 zu dem Rennen und wurden in unserem VW Golf V Diesel prompt Zwölfte gesamt – nun wurde aus dieser tollen Abenteuer-Veranstaltung eine Kollisionsschlacht sondergleichen!“ Kogler fügt hinzu: „Im Training wurden die 100 Autos in zwei Gruppen aufgeteilt – was absolut gerechtfertigt war. Da waren wir noch schnell unterwegs und entsprechend zuversichtlich gestimmt. Doch schon auf der Startaufstellung konnte man erahnen, dass 100 Autos auf dieser 5,3 Kilometer langen Strecke einfach zu viel des Guten sind. Tatsächlich kamen lediglich 60 Teams ins Ziel. Ich bedanke mich bei unseren Mechanikern für ihre Mühen, die leider unbelohnt blieben. Eines ist klar: Unser Team möchte 2017 auf keinen Fall mehr unter diesen Bedingungen an den Start gehen. Schade um diese tolle Rennserie.“ Werbung Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4