Ladies-Cupfinale: Alles möglich in Amstetten

FSK St. Pölten hofft, auch in Amstetten jubeln zu können: - Foto: FSK
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FUSSBALL. Das Ladies Cup-Finale am 22. Mai in Amstetten ist bereits das 42. seit Einführung des Bewerbes 1972/73.

Zum viertenmal in Serie treffen im Pokalfinale am Sonntag (16 Uhr)  der FSK Simacek St. Pölten und der NÖSV Neulengbach aufeinander. In den letzten drei Entscheidungen hatten die St. Pöltnerinnen stets knapp die Nase vorne. 2013 gab es das wohl spannendste Endspiel aller Zeiten: Nach Treffern von Julia Tabotta und Darlene De Souza führte der FSK, damals noch unter dem Namen ASV Spratzern, nach 53 Minuten souverän mit 3:0. Die Neulengbacherinnen kämpften sich in einer hektischen Schlussphase am FAC-Platz jedoch innerhalb weniger Minuten zurück und glichen schließlich durch Alexandra Biroova in der Nachspielzeit aus. Im Elfmeterschießen verwandelte Monika Matysova den entscheidenden Strafstoß und sorgte für den ersten Titel in der Geschichte des FSK St. Pölten.

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Auch im darauffolgenden Jahr brachte eine turbulente Schlussviertelstunde noch einmal Spannung in die Partie, am Ende gewannen die St. Pötnerinnen abermals den Pokal, diesmal mit einem 4:3-Sieg. Dasselbe Ergebnis landete die Elf von Johannes Spilka auch in Melk beim Pokalfinale 2015. Wiederum führten Monika Matysova und Co. bereits früh mit 3:0, allerdings kamen die Neulengbacherinnen in der zweiten Spielhälfte wieder heran. Am Ende machte Nicole Billa alles klar, der späte Treffer durch Nina Burger sorgte jedoch für keine Gefahr mehr. Interessant: In sämtlichen Finalbegegungen zwischen beiden Teams fielen immer mindestens sechs Treffer pro Partie.

In Amstetten ist es ein Endspiel, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte. Auf der einen Seite der FSK Simacek St. Pölten, regierender Meister und Pokalsieger sowie Champions League-Starter. Auf der anderen Seite der ehemalige Serienemeister, der im letzten Sommer einen radikalen Kaderumbruch verkraften musste und dennoch wieder vorne mitspielt. Junge Talente und Akademiespielerinnen des Zentrums für Frauenfussball in St. Pölten machen dies möglich. Daher warnt FSK-Trainer Hannes Spilka vor Neulengbach: „Sie sind spielstark und können jedem Gegner wehtun.“

Trotz eines schwierigen Jahres mit vielen Kaderveränderungen beim NÖSV, spielte die Wienerwaldelf eine tolle Saison und belegt aktuell den dritten Platz in der ÖFB Frauen-Bundesliga. Mit Lisa-Marie Zmek, Eva Vamberger und Sarah Wronski hat die Mannschaft aus dem Wienerwald sogar drei ehemalige FSK-Akteurinnen im Kader.

FSK-St. Pölten-Trainer Hannes Spilka, dessen Vertrag am vergangenen Mittwoch überraschend mit Saisonende aufgekündigt wurde, sieht seine Mannschaft zwar als Favorit, warnt aber vor der Unbekümmertheit des Gegners: „Sie sind spielstark, können jeden überraschen und jedem Gegner wehtun.“ Auch Kapitänin Jasmin Eder hofft auf ein spannendes Finale und verspricht ein attraktives Spiel: „Wir werden alles geben um dieses Spiel zu gewinnen und unsere Saison mit dem vierten Pokalsieg in Serie krönen.“

Ausrichter SKU Amstetten legt sich Latte hoch

Manfred Palzer, Marketingverantwortlicher des SKU Amstetten, wünschte sich bei der Abschlusspressekonferenz in der NV-Arena ein spannendes Spiel und hofft auf eine Entscheidung im Elfmeterschießen. Auch beim Verein des Gastgebers Amstetten sind die Ziele hoch gesteckt, so erwarten die Funktionäre die 1000er-Marke knacken zu können und hoffen auf einen reibungslosen Ablauf des Finalspiels.

Unparteiische der Partie ist Michaela Fritz. Die FIFA-Schiedsrichterin aus Wien leitete diese Saison bereits am Voithplatz das Meisterschaftsderby zwischen dem FSK und den Neulengbacherinnen, damals gewannen die St. Pöltnerinnen mit 3:0. Außerdem pfiff sie noch zwei weitere Begegnungen der Neulengbacherinnen in dieser Saison: Ende Oktober gegen Wacker Innsbruck und Anfang Mai gegen den FC Südburgenland – beide Partien gewann die Mannschaft aus dem Wienerwald mit 3:0. Besonderes Glück dürfte die Wienerin den St. Pöltnerinnen bringen – in sämtlichen Spielen unter der Leitung von Schiedsrichterin Michaela Fritz ging der FSK als Sieger hervor.

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