Dickes Lob von Europameisterin für Wieninger

Kristin Wieninger (UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten) landete inmitten der Weltspitze. - Foto: zVg
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KARATE. Bei der Karate-WM in Linz katapultierte sich Kristin Wieninger im Kata-Bewerb mitten in die Weltspitze.

Alisa Buchinger mit ihrem Weltmeistertitel und Bettina Plank mit einer Bronzemedaille ließen die ausverkaufte Tips-Arena in Linz brodeln. Aber auch die erst 18-jährige Kristin Wieninger überraschte die Fachleute mit einem fünften Platz bei der Karate-WM. Die SLZ/BORGL-Sportgymnasiastin vom UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten katapultierte sich bei den Weltmeisterschaften nur drei Monate nach einer Sprunggelenks-Operation unter 60 Starterinnen im Kata-Damen-Bewerb mitten in die Weltspitze.

Sie gewann ihre erste WM-Runde souverän mit 4:1 gegen Anna Kreshchenko (Ukraine), musste sich aber in Runde zwei der amtierenden Weltmeisterin Kiyou Shimizu  geschlagen geben. Der Poolsieg der Japanerin brachte Kristin über die Trostrunde zurück in den Bewerb, wo sie zuerst gegen Maria Romani Sol aus Peru glatt und klar mit 5:0 gewann und danach die mehrfache Junioren-Weltmeisterin Dorotha Balciarova (Slowakei) mit 4:1 stehen ließ.

Lob für Kristin von Europameisterin

Und unerwartet sah sie sich im kleinen Finale einem ihrer größten Vorbilder gegenüber, der doppelt so alten spanischen Europameisterin Sandra Sanchez. Dass die Kämpferin von der Pyrenäen-Halbinsel dieses Bronze-Match gewann, ändert nichts an der Tatsache, dass Kristin Wieninger mit diesem fünften Platz in ihrem BORGL-Maturajahr das beste Kata-Ergebnis einer Österreicherin bei Weltmeisterschaften erreicht hatte. Kompliment gab es von Doppel-Europameisterin aus Spanien: „Kristin hat im letzten Jahr einen unglaublich steilen Aufstieg geschafft und ist noch so jung. Sie hat noch alles vor sich.“

Und Wieninger meinte abschließend: „Ich bin allen dankbar, die mir den Rahmen für diese Leistung aufgebaut und mich unterstützt haben: meiner Familie und den Trainern, die an mich glauben, dem Schulsystem, das solche Ergebnisse ermöglicht und dem Sportzentrum Niederösterreich, das mich mit einem Stipendium unterstützt.“

In zwei Wochen ist wieder der Sport-Alltag eingekehrt: Wieninger und Co. starten in Fürstenfeld bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften, um den Qualifikationsweg zu den Jugend-Europameisterschaften Anfang Februar 2017 in Bulgarien zu beginnen.

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