Michael Kogler trotz Krankheit auf dem Podium

Michael Kogler trotz gesundheitlicher Probleme auf dem Siegerstockerl.- Foto: Unior Racing Team Austria
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MOTORSPORT. Michael Koglers Gesundheitszustand hemmte seinen Angriff auf den Führenden Daniel Wollinger.

Michael Kogler war zur Weiz Rallye angereist, um dem Führenden Daniel Wollinger einige Punkte in der Meisterschaft näher zu kommen – doch am Samstagmorgen war alles anders. Trotz angeschlagenem Gesundheitszustand kämpfte Kogler jedoch bis zum Schluss und wurde mit Platz Drei in der ORM2WD sowie der Tabellenführung in der Austrian Rallye Challenge belohnt.

Am Freitag war man noch im Begriff, das Tempo von Wollinger zu halten, aber bereits Samstag früh stellte der UNIOR-Pilot fest, dass ihm eher nicht nach Rallyefahren war. Starke Kopfschmerzen und Übelkeit geboten, vorerst einmal das Frühstück auszulassen.  Die Situation verbesserte sich auch dann nicht, als Michael Kogler im Rallyeauto Platz genommen hatte.  Den angeschlagnenen Gesundheitszustand spiegelten auch die folgenden Sonderprüfungszeiten: Kogler rutschte in den Platzierungen immer weiter zurück und an Parole bieten war nicht mehr zu denken. Der Kreislauf sank in enorme Tiefen, der Kremser konnte sich ganz einfach nicht mehr konzentrieren.   

In der Mittagspause, nach neun Sonderprüfungen, wurde im UNIOR Team eine Krisensitzung abgehalten. Alle Hausmittelchen, um seinen Körper wieder auf Normalspur zu bringen, waren wirkungslos und man beichtete dem Hauptsponsor, man möchte vor der Weiterfahrt abraten.

Ein mächtiger Wetterumschwung ( plötzlicher starker Regen und Temperaturabfall) ließ jedoch kurz vor dem Start der zwölften Sonderprüfung den Piloten  Besserung erwarten. So beschloss man doch noch einmal alle Kraft zusammen zu nehmen und die Zähne zusammenzubeissen.

Ersichtlich war das  an den folgenden SP -Zeiten. Plötzlich war der Kapfgeist wieder erwacht und es wurden richtig starke Zeiten gefahren.

Im Ziel war Michael zwar total erschöpft und wollte nicht mehr aus dem Rallyefahrzeug aussteigen, aber ein erster Platz in der ARC Wertung (was unerwartet auch die Führung in dieser Meisterschaft bedeutet ), ein dritter Platz in der österreichischen 2WD-Meisterschaft und ein zweiter Platz in der Klassenwertung bedeuteten, dass die großen Anstrengungen doch noch von Erfolg gekrönt  waren.

Jetzt wird vorerst einmal richtig auskuriert und in den wohlverdienten Sommerurlaub gegangen. Nächster Rallyestart erfolgt in Deutschland.

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