Gunnar Prokop feierte seinen 75. Geburtstag

Gunnar Prokop feierte seinen 75. Geburtstag. Foto: ÖOC
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GEBURTSTAG. Gunnar Prokop feiert am 11. Juli den 75. Geburtstag. Für den gebürtigen St. Pöltner gab es immer nur „Vollgas“. Dementsprechend erfolgreich war er auch als Trainer im Handball und der Leichtathletik.

Bereits in seiner frühesten Jugend kam Gunnar Prokop in der Union St. Pölten mit dem Sport in Berührung. Turnen, Leichtathletik   und Bergsteigen, vor allem aber die   Kameradschaft beeidruckten den jungen „Spung“ am meisten. Und seinen Freunden im Klub fiel vor allem der Ehrgeiz, den Gunnar bei jedem Wettkampf mitbrachte, positiv auf.

In der Leichtathletik legte er auf der altehrwürdigen Union Sportanlage den Grundstein für einen imposanten Höhenflug. Als knallharter Trainer sorgte Prokop 1968 für eine Sternstunde im österreichischen Sport. Er führte seine Ehefrau, die spätere Innenministerin Liese Prokop, zur Silbermedaille im Fünfkampf. Ein Jahr später wurde Prokop sogar zur Weltrekord-Halterin. Lieses Schwester Maria Sykora gewann unter seiner Führung 1970 den Hallen-Europameistertitel über 800 m. Mit stundenlangen Krafteinheiten und Läufen setzte er neue Maßstäbe beim Training.

Handball als Ausgleich für Leichtathletinnen

1972 begannen dann die Leichtathletinnen des LAC Raiffeisen Energie unter der Leitung von Trainer Gunnar Prokop Handball zu betreiben. Neben Mehrkämpferin Liese Prokop gehörten auch die Speerwerferinnen Eva Janko und Helga Seyfried, Weitspringerin Truxi Suchanek, die Sprinterinnen Anni Stöckl-Sykora und Erika Simon, die Hochspringerin Ulla Urbaniak-Bucher oder auch Mittelstrecklerin Maria Sykora von Beginn an zum Team. »Wir haben einmal pro Woche eine dreiviertel Stunde trainiert. Das hat gereicht, um mit Hypobank City-Center St. Pölten drei Jahre später österreichischer Meister zu werden“, so Prokop   zum Start in eine einzigartigen Erfolgsgeschichte. Die ersten 2010 endete. „“Ich habe den Klub 1972 gegründet   und als Hypo Niederösterreich erfolgreich 38 Jahre lang geführt.“ Die Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen:   Acht Champions-League-Titel, 1 x Europacupsieger der Pokalsieger, 35 österreichische Meisstertitel. Das ÖHB-Frauen-Team belegte unter der Delegationsleitung von Prokop bei den Olympischen Spielen die Plätze 5 (1992 Barcelona, 2000 Sydney) und 6 (1984 Los Angeles).

Der einstige Meistermacher polarisierte, 1993 wurde er in Budapest von einem Wurfgegenstand getroffen, sieben Jahre später dann in Skopje von einem Fan niedergeschlagen. 2009 fiel Prokop dann selbst negativ auf als er im Heimspiel gegen Metz das Spielfeld betraf um einen Gegenstoß zu unterbinden.

Der Sport hingegen ist auch weiterhin sein Begleiter, jährlich bewältigt er mit dem Fahrrad rund 30.000 Höhenmeter und fährt auf den Gipfel des Großglockner. »Ich habe mir vorgenommen, dass ich bis zu meinem 80. Geburtstag jedes Jahr auf den Glockner fahre. Da habe ich noch ein paar Jahre«, so das Geburtstagskind abschließend.

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