Neulengbach bei „Überraschungsteam“ Bergheim

Marina Georgiova fehlt dem SKN St. Pölten verletzungsbedingt. - Foto: Tom Seiss
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FUSSBALL. Union Kleinmünchen gegen SKV Altenmarkt ist das Spitzenspiel der dritten Runde in der ÖFB-Frauen-Bundesliga.

In der dritten Runde der ÖFB Frauen Bundesliga 2016/2017 kommt es zum Grazer Stadtderby. Champions-League-Teilnehmer und Vizemeister SK Sturm Graz gastiert beim Lokalrivalen LUV Graz/DFC Leoben, der nach zwei Auftaktniederlagen schon unter Druck ist. Ebenfalls gegen den Fehlstart kämpfen zudem Wacker Innsbruck (bei Südburgenland) und der USC Landhaus (gegen SKN St. Pölten). Aufsteiger FC Bergheim könnte dagegen den guten Saisonstart gegen NÖSV Neulengbach bestätigen.

Bisher gab es für die Wienerwaldelf nicht nur die beiden Siege gegen LUV Graz und Union Kleinmünchen, sondern auch den Sieg im Cupspiel in Horn. Diese drei Erfolge sollten genug Selbstvertrauen für die Spielerinnen bringen, damit auch in Bergheim beim Aufsteiger ein Sieg gelingt. Zu unterschätzen ist aber Bergheim keinesfalls, denn zuletzt siegten die Salzburgerinnen 3:1 in Innsbruck!

Brigitte Entacher weiß natürlich um die Favoritenrolle ihres NÖSV Neulengbach, warnt jedoch vor den Salzburgerinnen. „Ein Aufsteiger ist grundsätzlich immer unberechenbar, hat keinen Druck. Wir hingegen müssen gewinnen“, betont die Trainerin. Stefanie Kremener (Achillessehne) und Sonja Hickelsberger (Knöchel) sind fraglich.

Auch wenn sich Bergheim-Trainer Josef Bauer und seine Spielerinnen vier Punkte aus den ersten beiden Begegnungen vorgenommen hatten – zu rechnen war mit dem guten Saisonstart von Aufsteiger FC Bergheim (2:2 gegen FC Südburgenland, 3:1 gegen Wacker Innsbruck) sicherlich nicht. „Wenn erneut ein Punktgewinn gelingt, wäre das super. Aber wir haben keinen Druck, können befreit aufspielen“, so  Trainer Bauer, der auf Theresa Schwab, Sarah Sturm und Torfrau Michaela Fischer verzichten muss.

SKN St. Pölten beim USC Landhaus klarer Favorit

Nach den Auftaktniederlagen gegen SKV Altenmarkt (0:3) und SK Sturm Graz (1:4) geht es für den USC Landhaus im dritten Spiel der Saison auch um die Abwendung des totalen Fehlstarts. Allerdings kommt mit dem SKN St. Pölten der Ligaprimus ins Stadion in der Jochbergengasse. „Wir haben nichts zu verlieren. Für viele steht unsere Niederlage schon geschrieben, vielleicht ist genau das unsere Chance“, sagt Trainer Attila Sekerlioglu, der personell „nicht aus dem Vollen schöpfen“ kann. „Taktisch gehörte Landhaus immer zu den besten Teams der Liga. Ich bin überrascht, dass sie beide Spiele verloren haben“, meint Trainerin Liese Brancao seitens des SKN. ÖFB-Abwehrspielerin Marina Georgieva fehlt krankheitsbedingt.

SKV Altenmarkt startete mit zwei klaren Heimsiegen über USC Landhaus (3:0) und LUV Graz/DFC Leoben (5:0) in die neue Saison. Sechs Punkte, die für Trainer Andreas Radakovits eingeplant waren. Ganz anders stehen die Vorzeichen vor dem ersten Auswärtsspiel der Saison, dem Aufeinandertreffen mit dem Vorjahres-Vierten Union Kleinmünchen am Samstag. „Zwei Teams auf Augenhöhe. Drei Punkten sind diesmal nicht so leicht einzuplanen“, so der Coach, der sich wohl auch mit einem Punkt zufrieden geben würde: „In diesem Spiel ist alles möglich, es kommt auf die Tagesform an.“ Stefanie Schneeberger und Michelle Trimmel sind fraglich. Bei den Linzerinnen fehlen die ÖFB-U19-Teamspielerinnen Vanessa Hartl und Nina Wasserbauer verletzungsbedingt, Teresa Knauseder ist gelb-rot-gesperrt. Sektionsleiterin Andrea Binder erwartet ein knappes Resultat und eine Begegnung auf Augenhöhe: „Nach der knappen Niederlage gegen Neulengbach (1:2, Anm.) werden wir alles daran setzen, vor heimischem Publikum zu punkten.“

Der LUV Graz/DFC Leoben hat sich den Saisonstart anders vorgestellt. Nach den deutlichen Niederlagen gegen Neulengbach (0:4) und Altenmarkt (0:5) steht die Mannschaft von Trainer Thomas Rupp nun ausgerechnet im Grazer Derby gegen Stadtrivalen SK Sturm Graz unter Druck. „Wir bekommen hinten zu einfach Tore, erzielen vorne keine. Dazu kommen Personalprobleme“, so der Coach, dem Selina Mandl und Melanie Schweiger fehlen. Ivi Feric ist ebenfalls nicht bei 100 Prozent. Sturm sei der klare Favorit, betont Rupp. Sein Gegenüber, Ex-ÖFB-Nationalspieler Markus Hiden, nimmt die Favoritenrolle stellvertretend für sein Team an, aber: „Wir nehmen das Spiel sehr ernst. Ein Stadtderby ist wie ein Cup-Spiel. Alles ist möglich“, so der Trainer. Katharina Naschenweng und Irina Wurzinger fehlen den „Blackies“. Bei beiden Teams ist das Derby-Fieber spürbar. Das Spiel wurde auf Freitag-Abend vorverlegt.

0:6 gegen Union Kleinmünchen, 1:3 gegen Aufsteiger FC Bergheim. Ähnlich wie für den LUV Graz/DFC Leoben verlief auch der Saisonstart des FC Wacker Innsbruck nicht nach Wunsch. „Die stark ersatzgeschwächte Elf stehe deshalb am Samstag beim Gastspiel im Südburgenland bereits unter Zugzwang“, so Coach Zoran Tanskovic. Zu der guten Handvoll an verletzten Spielerinnen gesellte sich auch noch Daniela Iraschko.“  Der FC Südburgenland war nach dem 2:2-Auftakt-Remis gegen FC Bergheim zuletzt gegen SKN St. Pölten (0:6) chancenlos. „Wacker Innsbruck ist für uns in Reichweite. Wir hoffen, den besseren Tag zu erwischen“, weiß Kapitänin Susanna Koch, dass es in diesem Spiel auch auf die Tagesform ankommen wird. Den Gastgeberinnen steht der gesamte Kader zur Verfügung.

ÖFB Frauen Bundesliga, 3. Runde:

Freitag, 9. September:
19:15 Uhr LUV Graz/DFC Leoben : SK Sturm Graz

Samstag, 10. September:
14:00 Uhr FC Südburgenland : FC Wacker Innsbruck
15:00 Uhr Union Kleinmünchen : SKV Altenmarkt

Sonntag, 11. September:
14:00 Uhr FC Bergheim : NÖSV Neulengbach
14:00 Uhr USC Landhaus : SKN St. Pölten

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