NÖ-Doppelführung beim Bundesländervergleich

NÖ Leichtathletikpräsident Gottfried Lammerhuber ist zufrieden mit den Leistungen "seiner" Athleten. - Foto. Priva
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LEICHTATHLETIK. Am ersten Tag des Bundesländervergleichskampfes in Linz liegen sowohl die Mädchen als auch die Burschen aus Niederösterreich vorne.

Im 400m Hürdenlauf starteten gleich mehrere Anwärter auf ein mögliches Last-Minute-EM-Ticket. Der Niederösterreicher Julian Schlosser (ATSV OMV Auersthal) konnte heute das direkte Duell für sich entscheiden. Vor zwei Wochen musste er sich bei den ÖM-U18 noch Michael Duft (LAG Genböck Haus Ried) und Michael Albrecht (ULC Dornbirn) geschlagen geben. Das EM-Limit verfehlten alle drei jedoch deutlich. Bei den Mädchen konnte die Wienerin Kerstin Limbeck (DSG Volksbank Wien) krankheitsbedingt keinen Angriff auf das Limit nehmen.

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Über die 110 Meter Hürden der Burschen holte Lorenz Ursprunger (LCA Umdasch Amstetten) wichtige Punkte für Niederösterreich. Trotz starken 14,69 Sekunden fehlten am Ende 0,14 Sekunden auf die ersehnte EM-Norm (14,55 Sekunden). Bei den Mädchen demonstrierte Anna Möstl (Union Salzburg LA) ihre starke Form im 100-Meter-Hürdenlauf. In 14,47 Sekunden sprintete sie zur Höchstpunktezahl für Salzburg und neuer persönlicher Bestleistung.

Die 200-Meter-Disziplin entpuppte sich als besonders stark. Bei den Mädchen unterboten gleich zwei Athletinnen das EM-Limit von 25,20 Sekunden. Magdalena Lindner (ULV Krems) hatte bereits das 100m Limit in der Tasche, konnte nun mit 25,08 Sekunden auch jenes über 200m deutlich unterbieten. Der U16-Athletin Kathi Mahlfleisch (DSG Volksbank Wien) fehlten nur 0,01 Sekunden auf Lindner. Auch sie unterbot die Qualifikationszeit, sie ist jedoch als Athletin des Jahrganges 2001 seitens European Athletics nicht startberechtigt. Bei den Burschen trumpfte Isaac Asare (Union Salzburg LA) in gewohnter Manier auf. In 22,33 Sekunden gelang ihm dreierlei: Sieg über 200 Meter für Salzburg, neue persönliche Bestleistung und ein erneutes Unterbieten der EM-Norm (22,55 Sekunden).

Im Stabhochsprung konnte Riccardo Klotz (ATSV Innsbruck) mit 4,80 Metern erneut das U18-EM-Limit von 4,60 Metern klar überspringen. Im Anschluss ließ der Tiroler die Latte auf 5,03 Meter legen, scheiterte jedoch am Versuch, den Österreichischen U18-Rekord (derzeit 5,02m Lukas Wirth) zu verbessern. Extrem stark auch Leon Okafor (Zehnkampf Union), der seine persönliche Bestleistung um ganze 60 Zentimeter auf 4,20 Meter verbesserte. Der Oberösterreicher wird in zwei Wochen bei der U18-EM in Tiflis im Zehnkampf an den Start gehen und der stark verbesserte Stabhochsprung wird ihm viele Punkte bringen.

Der Blick auf die Gesamtwertung zeigt, dass Niederösterreich die Doppelführung hält. Die NÖ-Mädchen schlossen den ersten Tag mit 170 Punkten ab. Platz zwei und drei halten derzeit OÖ und Vorarlberg mit 160 bzw. 92 Punkten.Bei den Burschen führt der NÖ-Nachwuchs mit 147 Punkten knapp vor Vorarlberg (134 Punkte) und OÖ (131 Punkte). Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Burschen ist somit alles noch offen.

Starke Leistungen außer Wertung

Mehrere U20-Athleten gingen außer Wertung in Linz an den Start, um auch die letzte Quali-Chance für die U20-WM in Bydgoszcz zu nützen. Nico Garea (SU Kärcher Leibnitz) verbesserte über 200m seine persönliche Bestzeit um zwei Zehntel. Mit 21,48 Sekunden fehlten ihm jedoch knappe 13 Hundertstel auf das Limit (21,35 Sekunden). Ebenfalls über die 200 Meter startete Maximilian Münzker vom ULC Weinland. In 21,51 Sekunden verfehlte auch er das Limit nur knapp. Über die 110 Meter Hürden ging zudem Gordon Skalvy vom ULV Krems an den Start, der ebenfalls nur knapp nicht an die EM-Norm herankam.

Im 400m Hürdenlauf (U20) lief Tobias Müller (LAC Amateure Steyr) eine tolle neue Bestzeit von 53,32s, verfehlte aber das U20-WM Limit um 0,12s. Sebastian Gaugl (KSV-LCA) lief 54,62s, Thomas Kain (ATSV OMV Auersthal) 52,39s.

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