„Oldie“ Gottfried Kogler baut auf seine Routine Themen:Motorsport Von: Heinz Harauer 25. August 2015 MOTORSPORT. Gottfried Kogler springt bei der Niederbayern-Rallye für den verhinderten Sohn Michael ein und gibt mit 58 Jahren sein Debüt in einem R3-Boliden. Mit der „rasenden Werkzeugkiste“ will er in den Top 20 landen. Schon beim Vertragsabschluss mit den Sponsoren des UNIOR Rallye Teams wurde bedacht, dass der eigentliche Fahrer Michael Kogler aufgrund seiner neuen beruflichen Laufbahn womöglich bei der einen oder anderen Rallye verhindert sein könnte. Schon damals wurde als Ersatzpilot Vater und Teamchef Gottfried Kogler in den Vertrag genommen, um bei einem Ausfall von Michael weiterhin die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen zu können. Jetzt ist es so weit: Michael musste für die Niederbayern-Rallye am 28. und 29. August absagen, somit kommt der Ersatzpilot zum Einsatz. Und der wiederum ist für die Motorsportszene kein unbeschriebens Blatt: Denn Gottfried Kogler wird sein Debüt in einem R3-Boliden geben und das im zarten Alter von 58 Jahren. Große Erfahrung soll Ex-Staatsmeister helfen Gottfried Kogler kennt als Pilot die Rallyepisten, die Bergrennstrecken und auch die Rundstrecken. Vor nicht allzu langer Zeit sorgte er für Erheiterung auf Youtube, als er bei der Rallye Maribor im Retourgang durch die Stadt fuhr, weil das Getriebe des VW Scirocco steckenblieb und es keinen anderen Gang gab. Dieses Szenario beschreibt Gottfried Kogler auf eine prägnante Art und Weise – das ist Kogler, wie man ihn kennt: Aufgegeben wird ein Brief, die Aktionen mitunter mutig bis skurril, langweilig wird es mit dieser Truppe nie. Im Vorjahr hat Gottfried Kogler in einem VW Scirocco zwei Rallyes absolviert, dabei hat er bewiesen, dass er noch nicht zum „alten Eisen“ gehört. Diesmal jedoch steht Kogler senior vor einer neuen Herausforderung: Der UNIOR Citroen DS3 R3 gilt eigentlich als Fahrzeug der Jugend und ist von der Technik her ganz anders als es die Boliden waren, die Gottfried Kogler zuletzt in seinem „Rennfahrer-Herbst“ pilotiert hatte. Kogler nickt: „Ich bin schon lange kein eher PS-schwaches Auto gefahren. Dafür wiederum hat der DS3 die neueste Fahrwerkstechnik eingebaut. Man muss mit einem solchen Auto in den Kurven sehr rund fahren, nur bin ich eben kein 19-jähriger Kartrennfahrer, der sich reinsetzt und mit seiner runden Fahrweise sofort bei der Musik ist.“ Auf dem heißen Sitz des UNIOR Citroen DS3 R3 wird Stamm-Copilot Gerald Winter Platz nehmen, Gottfried sagt: „Gerald kennt das Auto und ich hoffe, dass er mir sagen wird, was ich dann noch besser machen kann.“ Dass Gottfried Kogler die niedrige Startnummer 6 erhielt, amüsiert den Melker ein wenig, schmunzelnd sagt er: „Ich weiß nicht, wie ich zu dieser Ehre komme, aber natürlich werde ich mein Bestes geben. Bei dieser mutigen Aktion könnte Kogler einfach eine Zielankunft als Ziel angeben und wäre damit „aus dem Schneiderâ“. Doch das ist nicht seine Art:“Natürlich setze ich mir ein Ziel. Auch wenn ich bislang keinen einzigen Meter in diesem Auto fahren konnte und vor der Rallye nur ein kurzer Rollout geplant ist, möchte ich auf jeden Fall in die Top 20. Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4