Rekordkulisse – aber 0:3-Abfuhr für SKN-Frauen

Claudia Wasser erlitt gegen Manchester City einen Schien- und Wadenbeinbruch . Foto: SKN St. Pölten
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FUSSBALL. Die schwere Verletzung von Claudia Wasser rückt die 0:3-Niederlage der SKN Frauen gegen Manchester City in den Hintergrund.

SKN St. Pölten Frauen-Manchester City 0:3 (0:3.). – SKN: Jasmin Boisits; Julia Tabotta, Alexandra Bíróová, Gina Babicky,Laura Wienroither; Jasmin Eder, Nadine Prohaska (46. Viktoria Pinther),  Jennifer Klein (76. ClaudiaWasser, 83. Sandrine Sobotka), Stefanie Enzinger; Fanni Vago, Mateja Zver. – Tore: Demi Stokes (23.), Steph Houghton (31.), Nikita Parris (35.). – In Österreich ist der  Serienmeister ohne Konkurrenz. Saisonüberschreitend sind die Wölfinnen 497 Minuten ohne Gegentreffer, haben seit Juni 2014 weder in der Meisterschaft noch im Pokal keine Partie mehr verloren.

Die Fans stömten in Scharen in Richtung NV Arena, die Nachwirkungen des EM-Hypes, der große Name Manchester City sowie die Tatsache, dass der SKN St. Pölten heuer Österreichs einzige Europacup-Mannschaft ist, ließen einen Besucherrekord erwarten, der mit exakt 2337 gewaltig ausfiel.  Gegner Manchester City, der sich im Vorjahr bis ins Halbfinale der UEFA Women´s Champions League vorkämpfte, war jedoch der klare Favorit. Durch Fanni Vago (8.) und Mateja Zver (21.)  hatte die engagierte Heimelf gleich in der Anfangsphase zwei gute Chacen, doch kurz darauf „klingelte“ es im Tor von Jasmin Boisits: Demi Stokes erzielte nach 23 Minuten mit dem ersten Torschuss die Führung der Gäste. Ein Foul von Stefanie Enzinger an Megan Campbell  (31.) leitete das schnelle 2:0 der Gäste ein, Steph Houghton verwandelte den Freistoß von der linken Seite, nahe der Strafraumgrenze. Die magischen 12 Minuten von Manchester City machte Nikita Parris perfekt: Sie verwertete eine präzise Flanke in den Strafraum per Kopf zum 3:0 (35.).  Eine Demonstration von perfekter Torchancenauswertung.

Nach der Pause zeigten die SKN-Mädls Charakter

Es spricht für die  Liese Brancao-Elf, dass sie sich nicht hängen ließ undnochmal alles daransetzte, nicht völlig unterzugehen. Noch vor dem Ende der ersten Stunde des Spiels spitzelte Viktoria Pinther den Ball in Hände von Roebuck. Eine Minute später landete ein Eder-Schuss von der linken Seite nur an der Innenenstange, einen Nachschuss von Pinther wehrte City-Kapitänin Steph Houghton mit dem Knie gerade noch ab. Es war die beste Möglichkeit der Wölfinnen nach der Pause. Die City-Frauen machten danach nur das Nötigste, um die Partie kraftschonend über die Spielzeit zu bringen.

Doch mit Anbruch der Schlussviertelstunde geriet das gesamte Spiel zur Nebensache. Claudia Wasser ersetzte in Minute 76 Jennifer Klein und kollidierte exakt 40 Sekunden später unglücklich mit Teamkollegin Stefanie Enzinger. Die Mittelfeldspielerin krümmte vor Schmerzen – ein Bild das selbst die gutbesuchte Arena in Totenstille verfallen ließ. Für Wasser kam anschließend Sandrine Sobotka in die Partie, die danach kaum noch jemand interessierte. Zu groß war die Sorge um die verletzte Spielerindie einen Schien- und Wadenbadnbruch erlitt.

Claudia Wasser wurde mit dem Rettungswagen ins UniKlinikum St.Pölten gebracht und sofort  operiert. „Für uns war das Spiel nach der Verletzung von Claudia beendet“, zeigte sich auch sportliche Leiterin Liese Brancao bei der Pressekonferenz betroffen. Sie hob vor allem die positiven Seiten der Partie ihrer Mannschaft hervor und sah, dass St. Pölten sehr gut dagegenhalten konnte. City-Coach Nick Cushing zeigte sich beeindruckt von der kämpferischen Leistung der Heimmanschaft, warnte sein Team vorsorglich, dass man sich trotz des klaren Sieges im Hinspiel noch keineswegs zurücklehnen dürfte.

 

 

 

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