SKN-Niederlage gegen Rapid Wien vertretbar

SKN-Trainer Oliver Lederer war auch gegen Rapid ratlos. Es gibt zu viele Baustellen beim SKN. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. 0:1-Niederlage des SKN St. Pölten bei Rekordmeister Rapid vertretbar: Trainer Lederer sieht Hoffnungsschimmer.  

Rapid Wien – SKN St. Pölten 1:0 (1:0). – Rapid: Strebinger; Auer, Sonnleitner, Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub (79. Kvilitaia), Murg (87. Pavelic), Schobesberger; Joelinton (65. Berisha). – SKN: Riegler; Stec, Petrovic, Muhammedbegovic, Bajrami; Martic; Schütz (59. Ingolitsch), Ambichl, Rasner, Balic (84. Hofbauer); Sobczyk (79. Davies). – Tor:  Joelinton (41.). – Allianz-Stadion, 24.200 Zuschauer. – Eines ist klar: Beim Rekordmeister Rapid darf der SKN St. Pölten schon verlieren. Keine Frage. Aber wie in vielen den vorangegangenen Begegnungen war diese 0:1-Niederlage völlig unnötig. Ja, wenn man diese Partie aus dem bisherigen Schlamassel ausklammern könnte: Der Erfolg der Hütteldorfer war aber sowas von glücklich.Und die Bilanz ernüchternd: Auch mit  Trainer Oliver Lederer ging die Talfahrt der Wölfe in der Bundesliga weiter wie beim zurückgetretenen Jochen Fallmann. Dabei hat der neue Coach mit dem selben Problem zu kämpfen: Der Kader der St. Pöltner ist einfach nicht  bundesligareif.

Mit Mut zur Offensive und einem aggressiven Auftritt wollte Leitwolf Oliver Lederer das abgeschlagenen Tabellenschlusslicht zu einem Erfolg führen. In der Aufstellung gab es dabei gleich einmal einige Überraschungen – so wurde etwa Eldis Bajrami als linker Verteidiger aufgeboten, während Youngster Husein Balic sein Startelfdebüt in der Bundesliga gab.

Und zu Beginn zeigte die Lederer-Truppe gleich einmal, alles daran setzen zu wollten, um den Negativlauf der letzten Wochen zu stoppen. Bereits in der siebenten Minute setzte sich der wieder genesene Schütz nach Ambichl-Pass gut am Sechzehner durch, konnte allerdings noch in letzter Sekunde gestört werden. Doch die Mannschaft war – so wie bisher in jeder Begegnung – vor dem gegnerischen Tor völlig harmlos: Der erste Torschuss des Tabellenschlusslichts wirde erst in der 50. Minute abgegeben.

Bald übernahmen allerdings die Hütteldorfer die Kontrolle über das Spiel – die erste gefährliche Aktion kam dabei von Joeliton, doch die Querlatte rettete für den bereits geschlagenen Christoph Riegler (14.). Generell war die Mannschaft einfach überfordert für Entlastung zu sorgen. Ein Umstand, aus dem auch die nächste Gelegenheit der Grün-Weißen resultierte. Louis Schaub traf allerdings nach einer Schobesberger-Flanke auf kürzester Distanz per Kopf zum Glück für die Wölfe das Tor nicht (28.).

Das Glück der Lederer-Elf war aber kurz vor der Pause aufgebraucht – nach einer schnellen Kombination durchs Zentrum kam der Ball abermals zu Joeliton, der freistehend vor Riegler, dem SKN-Schlussmann keine Chance ließ und das Leder zum 1:0 für die Hausherren in die Maschen beförderte (41.).

SKN-Bemühungen wurden nicht belohnt

Der Wolfsrudel dann jedoch mit deutlich mehr Biss aus der Kabine, machte der Djuricin-Elf das Leben deutlich schwerer. Erst scheiterte Martic mit einem Weitschuss-Kracher aus 30 Metern an Strebinger (50.), ehe Martin Rasner  aus der Distanz beim Abpraller leider im Abseits stand (57.).

Mit Fortdauer der Partie bekamen die Wiener das Geschehen aber wieder besser in den Griff und hätten ihrerseits die Entscheidung herbeiführen können. Nach einem Konter ging Schobesberger im Strafraum im  Laufduell mit Stec zu Boden und Schiedsrichter Harkam zeigte auf den Punkt. SKN-Goalie Christoph Riegler konnte sich aber mit einer Glanztat beim fälligen Elfmeter von Thomas Murg auszeichnen (74.) und hielt die Hoffnungen der Wölfe auch mit einer weiteren sensationellen Reaktion bei einem Sonnleitner-Kopfball weiter am Leben (78.).

Und so wäre unsere Mannschaft beinahe noch zum Ausgleich gekommen – nach einer Ambichl-Ecke kurz vor dem Abpfiff stieg der eingewechselte Hofbauer im Zentrum am höchsten, fand aber im überragend reagierenden Strebinger im Rapid-Gehäuse seinen Meister (86.). Somit blieb es letztendlich bei einer knappen Pleite in Hütteldorf, die die Tabellensituation nicht verschlechterte, aber den veranwortlichen Funktionären doch einen Denkanstoß geben sollte. Dann sich jetzt schon auf das Relagationsspiel zu verlassen, wäre fatal.
 

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