Tabellenführer Neulengbach in der Favoritenrolle

Brachte die Neulengbacher Mädels nach drei Runden an die Tabellenspitze. Foto: SVNÖN
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FUSSBALL. Zumindest nach drei Runden der ÖFB-Frauen-Bundesliga hat der NÖSV Neulengbach in der Tabelle die Nase vor Titelverteidiger SKN St. Pölten-Frauen.


Die dritte Runde der ÖFB Frauen Bundesliga brachte zuletzt mit NÖSV Neulengbach einen neuen Tabellenführer. Die Wienerwaldelf verteidigen die Spitzenposition schon am Samstag  im Rahmen der vierten Runde, im Heimspiel gegen den FC Südburgenland. Meister SKN St. Pölten will gegen den  Wacker Innsbruck zurück auf die Siegerstraße. Dazu steigt das Spitzenspiel zwischen  Sturm Graz und Union Kleinmünchen,  Altenmarkt empfängt  Bergheim und USC Landhaus bekommt es mit LUV Graz/DFC Leoben zu tun.

Erstmals seit mehr als zwei Jahren – exakt um Juni 2014 –  steht Ex-Serienmeister NÖSV Neulengbach wieder an der Spitze der ÖFB Frauen Bundesliga. Auch wenn Trainerin Brigitte Entacher die Tabellenführung zur „Randnotiz“ erklärt, um die Favoritenrolle kommt der NÖSV Neulengbach im Heimspiel gegen FC Südburgenland am Samstag nicht herum. „Wir nehmen diese Rolle gerne an, es müssen drei Punkte her“, so die Trainerin, die noch auf den Einsatz einiger erkrankter Spielerinnen, wie Sarah Wronski und Melissa Abiral, hofft. Auf der Gegenseite hat Südburgenlands Kapitänin Susanna Koch kein Problem, in die Außenseiterrolle zu schlüpfen. „Neulengbach ist Favorit, wir werden alles geben, es sind alle Spielerinnen an Bord“, so Koch. Der Aufwärtstrend des Tabellenführers ist unübersehbar: Teamchefin Irene Fuhrmann berief fünf Spielerinnen in den Kader für die beiden Testspiele gegen Ungarn ein und diese fehlten daher beim gemeinsamen Training.

SKN St. Pölten will im Heimspiel zurück auf die Siegerstraße

Zuletzt verlor Double-Sieger und Champions-League-Teilnehmer SKN St. Pölten nicht nur zwei Zähler durch ein unerwartetes 1:1 beim USC Landhaus die Tabellenführung der ÖFB Frauen Bundesliga. „Wir dürfen auch einmal schlechte Tage haben“, betont Liese Brancao. Aber: „Der Druck ist jetzt natürlich größer, aber meine Mannschaft kommt damit gut zurecht.“ Am Sonntag gastiert der Wacker Innsbruck im St. Pöltener „Sport.Zentrum NÖ“. Die Gäste sind klarer Außenseiter. „Wir können uns nur gut präsentieren, nach Kräften wehren und auf ein gutes Ergebnis hoffen“, bleibt Coach Zoran Tanaskovic, dessen Lazarett sich weder vergrößert, noch lichtet, realistisch. Wie zuletzt, beim ersten Saisonsieg (2:1 über Südburgenland), fehlen nach wie vor zahlreiche Stammspielerinnen.

Am ersten Spieltag nach der Länderspielpause haben der SKV Altenmarkt und Aufsteiger  Bergheim wohl ähnliche Ziele. Die Salzburgerinnen legten einen soliden Saisonstart hin, kassierten ihre einzige Niederlage gegen Tabellenführer NÖSV Neulengbach, und wollen nun beim Auswärtsspiel in Altenmarkt erneut anschreiben. Auch für die gastgebenden Niederösterreicherinnen geht es am Samstag darum, die Leistung aus den ersten drei Runden zu bestätigen. Coach Andreas Radakovits muss dabei allerdings auf sein Innenverteidigerinnen-Duo Eva Kolenova und Lisa Zmek verzichten. Nicht nur deshalb ist Altenmarkt gewarnt: „Bergheim verfügt über einige ÖFB-Nachwuchs-Nationalspielerinnen und hat hohe Qualität im Kader. Wollen wir oben dran bleiben, müssen wir gewinnen“, so Radakovits.

Der USC Landhaus zeigte vor der Länderspielpause beim 1:1 gegen SKN St. Pölten, wie man dem Double-Sieger als krasser Außenseiter einen verdienten Punkt abknöpfen kann. Trotz der starken Leistung wartet die Truppe von Ex-Austria-Wien-Spieler Attila Sekerlioglu auch vor dem Heimspiel gegen LUV Graz/DFC Leoben (Sonntag) noch auf den ersten Saisonsieg. „Jetzt dürfen wir dann gerne einmal gewinnen“, schmunzelt Sekerlioglu knapp zwei Wochen nach dem sensationellen Punktgewinn gegen St. Pölten. Verzichten muss der Trainer gegen die Grazerinnen auf Stürmerin Tanja Legenstein, Flügelspielerin Franziska Sottner und Torfrau Sabine Baumann. Die Steirerinnen stehen laut Trainer Thomas Rupp vor einem „sehr, sehr wichtigen“ Spiel. Als einziges Team ohne Punktgewinn steht seine Elf derzeit auf Rang zehn. „Wir müssen anschreiben. Zuletzt haben wir im Derby phasenweise bewiesen, welche Qualität wir haben“, so Rupp, dessen Team sich viel vorgenommen hat. Allerdings fehlen Selina Mandl, Sanda Jovanovic und Lisa Köberl.

Anfang Oktober trifft Vizemeister  Sturm Graz binnen fünf Tagen erst im ÖFB Ladies Cup auf NÖSV Neulengbach (1.10.) und anschließend in der UEFA Women’s Champions League auf den FC Zürich (SUI/5.10.). Auf die Elf von Ex-ÖFB-Teamspieler Markus Hiden wartet allerdings bereits an diesem Sonntag ein echter Prüfstein. Der Tabellenvierte, Union Kleinmünchen, gastiert zum Spitzenspiel der vierten Runde in Messendorf. „Unsere Kaderdecke ist derzeit eher dünn, Kleinmünchen hat sehr gute Spielerinnen und zudem einen guten Start hingelegt“, erwartet Hiden ein Duell auf Augenhöhe. U19-ÖFB-Nationalspielerin Julia Kofler wird nach ihrer Muskelverletzung nicht rechtzeitig fit. Union-Trainer Gerald Reindl schiebt die Favoritenrolle trotzdem den Gastgeberinnen zu und würde sich auswärts, beim Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer auch mit einem Punkt zufrieden geben. „Unsere Mannschaft wird viel in die Defensivarbeit investieren müssen“, so Reindl, der auf Vanessa Hartl und Nina Wasserbauer verzichten muss.

ÖFB Frauen Bundesliga, 4. Runde

Samstag, 24. September
16:00 Uhr: SKV Altenmarkt : FC Bergheim
18:00 Uhr: NÖSV Neulengbach : FC Südburgenland

Sonntag, 25. September
13:30 Uhr: USC Landhaus : LUV Graz/DFC Leoben
14:00 Uhr: SK Sturm Graz : Union Kleinmünchen
14:00 Uhr: SKN St. Pölten : FC Wacker Innsbruck

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