UHK Krems: Glückliches Remis gegen West Wien

Starke Leistung von Gregory Musel gegen West Wien. - Foto: UHK
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HANDBALL. Der UHK Krems verteidigte mit glücklichem Remis gegen West Wien den dritten Tabellenplatz in der HLA.

Moser Medical UHK Krems – SG INSIGNIS HANDBALL WESTWIEN 32:32 (15:18). – Werfer UHK: Jochmann (6/2), Schafler (3), Walzer (1), Posch (8), Schopf (6), Toman (1), Mitkov (6), Simek (1). – Werfer WESTWIEN: Ragnarsson (3), Frimmel (8/1), Hajdu (1), Schiffleitner (3), Jovanovic (4), Jelinek (2), Ranftl (3), Kristjansson (8/2). – Nach den Spielen gegen Ferlach und Bruck folgte der nächste Krimi in der Wachau: Buchstäblich in letzter Sekunde schaffte der UHK Krems gegen SG WESTWIEN den Ausgleich zum 32:32 und verteidigte damit Rang drei in der HLA. Aus Sicht der Gäste war es ein verlorener Punkt, zumal West Wien mit Ausnahme der ersten Minuten phasenweise klar voran lagen und sich am Ende doch nur mit einem Zähler begnügen mussten.

Die Partie begann gleich mit einer Schrecksekunde für den UHK. Torhüter Gregory Musel verletzte sich beim Aufwärmen am Knie und viel für das gesamte Match aus. Florian Deifel übernahmen die Rolle des „Einsers“ und konnte sich sogleich bei einigen Aktionen Auszeichnen.

Die Wiener waren alles andere als beeindruckt, als ihnen ihr früherer Mitspieler Fabian Posch die ersten drei Gegentreffer zu eine 3:1 Führung in den Kasten setzte. In der Folge sorgte vor allem Keeper Sandro Uvodic mit Glanzparaden für Verunsicherung im rot-gelben Angriffsspiel. Darunter auch zwei glasklare Konter von Tobias Schopf und Fabian Posch. Im Angriff der Gäste fungierte das isländische Duo Ragnarsson und Kristjansson als Eisbrecher und kaltblütige Vollstrecker. Letzterer sorgte erstmals für eine Vier-Tore-Führung der Gäste (5:9, Minute 15), aber die Wachauer meldeten sich postwendend zurück und schafften erneut den Einstand (10:10, 18. Minute). Das Team-Timeout von West Wien-Trainer Hannes Jon Jonsson wirkte in der Folge offensichtlich Wunder. Sein Team eroberte postwendendend den Viertore-Vorsprung zurück, ehe Vlatko Mitkov Sekunden vor der Halbzeitsirene auf 15:18 verkürzte.

Zwei Empty-Net-Tore von Fabian Posch zum 18:19 gleich nach Seitenwechsel machten den Gastgebern wieder Hoffnungen auf einen Turnaround. Die Achterbahn-Fahrt für beide Teams ging aber munter weiter. West Wien profitierte abermals von der Kremser Abschlussschwäche und zog auf 26:21 (47.) davon, aber die kampfstarken Moser-Boys gaben nicht auf.

Nervenaufreibende Schlussphase

In der Schlussphase hätte Alfred Hitchcock nicht besser Regie führen können. Tobias Schopf & Co kamen plötzlich wieder auf Schlagdistanz. Wenige Sekunden vor Schluss führten die Gäste nur noch hauchdünn mit 32:31. Wilhelm Jelinek verhinderte aber den schnellen Anstoß der Heimischen, was die Referees als Verhinderung einer klaren Torchance sahen. Er sah die rote Karte und automatische Folge war die Entscheidung auf Siebenmeter eine Sekunde vor Schluss. Jakob Jochmann blieb cool und verwertete den Strafwurf zum vielumjubelten Ausgleich. Ein emotionales Highlight nicht nur für ihn, sondern auch für seine Mitspieler und den treuen Kremser Anhang.

Fabian Posch (Moser Medical UHK Krems): „Eine verrückte Partie mit einem glücklichen Ende für uns. Wir sind nahezu stets im Hintertreffen gelegen, kassierten in der Defensive zu viele leichte Tore und begingen im Angriff eine Vielzahl vermeidbarer Fehler. Daher müssen wir mit der Punkteteilung hochzufrieden sein. Das Remis war nicht unverdient, denn wir haben uns nie aufgegeben. Beim abschließenden Spiel in Hard nächste Woche können wir ohne Druck antreten.“

Bert Bauer

 

 

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