Ungenützte Chancen und vier Gegentore Themen:Fußball Auch Sonja Hickelsberger-Füller (li.) ärgert die zu hohe 0:4-Niederlage gegen Landhaus. - Foto: SVN Von: Heinz Harauer 5. September 2017 FUSSBALL. Mit einer viel zu hohen 0:4-Packung musste der SV Neulengbach aus Wien die Heimreise antreten. Union Landhaus – SV Neulengbach 4:0 (3:0). – SVN: Zink; Konrath, S. Hickelsberger-Füller, Seiter, Strasser, Egretzberger; J. Hickelsberger, Kunschert, Scharnböck (87. Alince), Sauer-Gstöttner (53. Gerstl).- Tore: Karkac (13.), Prvulovic (30.), Kremener (36.), Pöltl (90.). – Gelb/Rot: Strasser.- Viel hatte man sich auf Seiten der Neulengbacherinnen für das Spiel gegen einen der Titelfavoriten vorgenommen. Das Trainerteam und die Spielerinnen wussten, dass vor allem Einsatz, Wille und Taktik stimmen mussten, um gegen die Wienerinnen zu bestehen. Das Spiel startete aus Neulengbacher Sicht sehr vielversprechend: Hannah Kunschert, die wieder von Beginn an dabei war, erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und lief alleine auf die Torfrau zu. Die erste Topchance zur Führung blieb jedoch ungenützt – sie setzte den Ball knapp am Tor vorbei. Die Neulengbacherinnen fanden gut ins Spiel, verstanden es, die Räume eng zu machen, um den Gegner zu wenig bis keinen Torchancen kommen zu lassen. In der 13. Minute fiel völlig überraschend der Führungstreffer der Gastgeberinnen. Nach einem Freistoß von der linken Seite konnte der Ball nicht weit genug abgewehrt worden, der darauffolgende Schuss von Karkac ging unhaltbar für Torfrau Milena Zink ins lange Eck – 1:0 für Landhaus. Der Gegentreffer wurde trotzdem gut weggesteckt, verpasste mit viel Pech den durchaus verdienten Azsgleich: Chanel Strasser scheiterte mit einem Kopfball an der Latte, Julia Hickelsberger setzte einen Schuss an die Stange. Auch weitere Chancen blieben ungenutzt. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine-SVN Führung völlig verdient gewesen. Es kam jedoch anders: Julia Hickelsberger brachte eine Landhaus-Stürmerin im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für die Gastgeberinnen. Ex-Neulengbacherin Prvulovic verwandelte diesen souverän zum 2:0 (30.). In der Folge verlor die Wienerwaldelf ihre Ordnung und kassierte nach einem Konter prompt den nächsten Treffer durch eine Ex-Neulengbacherin: Stefanie Kremener gelang das 3:0 (36.). In der 40. Minute der nächste Rückschlag: Chanel Strasser sah für ein Foul zum zweiten Mal gelb und musste vom Spielfeld. Somit ging Neulengbach mit einem 0:3-Rückstand und einer Spielerin weniger in die zweite Halbzeit. Aufopferungsvoller Kampf bis zum Schluss Nach der Pause fanden die Gäste gut ins Spiel, die numerische Unterlegenheit war über weite Phasen des Spiels kaum bemerkbar. Neulengbach war phasenweise spielbestimmend und konnte sich einige Chancen herausarbeiten, welche wiederum ungenutzt blieben. Höhepunkt war ein Freistoß von Jana Scharnböck, der jedoch nur an die Querlatte klatschte – der dritte Aluminiumtreffer der Neulengbacherinnen in diesem Spiel. Den Schlusspunkt des Spiels setzte schließlich Jennifer Pöltl, die einen Angriff der Landhaus-Damen in der Nachspielzeit mit einem Schuss ins Kreuzeck zum 4:0 abschloss. Coach Mario Graf ist nach dem 0:4 trotzdem zuversichtlich: „Um das nötige Glück auf unsere Seite zu bekommen, müssen wir in den nächsten Tagen und Wochen noch härter an uns arbeiten. Was uns positiv stimmt ist, dass wir uns sowohl spielerisch als auch kämpferisch gegenüber unserer ersten Partie gegen Bergheim steigern konnten. Unsere junge Mannschaft bezahlt im Moment noch viel Lehrgeld. Wenn wir jedoch aus den Fehlern lernen, bin ich überzeugt, dass wir bald die Früchte für unsere harte Arbeit ernten werden.“ Auch Rückkehrerin Hannah Kunschert haderte mit dem Ergebnis: „Das Ergebnis entspricht auf keinen Fall nicht unserer Leistung. Wir haben hart gekämpft, uns fehlte aber auch das nötige Glück, um in so einer schweren Partie einen Treffer zu erzielen.“ Mittelfeldakteurin Nicole Sauer: „Die Platzverhältnisse waren extrem schwierig, darauf waren wir nicht eingestellt. Der viel zu hohe Rasen bereitete uns Schwierigkeiten bei unserem Kurzpassspiel, Landhaus hingegen agierte viel mit hohen Bällen. Die schlechte Chancenauswertung und das fehlende Glück lassen dann das Ergebnis eindeutiger aussehen als es wirklich war.“ Bereits am kommenden Samstag (17 Uhr) geht es für die Neulengbacherinnen mit dem Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht LUV Graz weiter. 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