ÖSV-Traumstart! Meschik und Karl triumphieren

Benjamin Karl und Ina Meschik jubeln über einen perfekten Saisonstart.- Foto: FIS/Miha Matavz
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WINTERSPORT. Einen überragenden Saisonstart haben die rot-weiß-roten Raceboarder in Carezza (ITA) hingelegt.

Beim Parallelriesentorlauf in Carezza (ITA) feierte am Donnerstag Ina Meschik bei den Damen ihren ersten Weltcupsieg. Bei den Herren raste Benjamin Karl zu seinem ersten Weltcuptriumph seit fünf Jahren, als er im Dezember 2011 ebenfalls auf der Pra-di-Tori-Piste in Carezza gewonnen hatte.

Einen emotionalen Triumph feierte Benjamin Karl. Immerhin musste der vierfache Weltmeister fünf Jahre auf seinen 15. Weltcuperfolg warten. „Ich habe im Ziel Tränen vergossen, so habe ich mich über diesen Sieg gefreut. Dieser Erfolg ist vergleichbar mit dem Gewinn der Silbermedaille bei Olympia in Vancouver (2010, Anm.). Ich habe ja schon ein wenig daran gezweifelt, dass ich überhaupt noch ein Weltcuprennen gewinnen kann, und jetzt bin ich auf einmal ‚Back in Yellow‘. Das ist unglaublich“, spielte der Wilhelmsburger auf die Tatsache an, dass er als Auftaktsieger auch das gelbe Trikot des Weltcupführenden überstreifen durfte.

Karl hatte schon mit der zweitschnellsten Zeit in der Qualifikation ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Viertelfinale behielt er im ewig jungen ÖSV-Duell mit Andreas Prommegger (Salzburg) um den knappsten aller Vorsprünge die Oberhand (0,01). Im Semifinale ging es auch gegen den Bulgaren Radoslav Yankov (0,07) noch einmal eng her, ehe Karl im großen Finale dem Qualifikationsschnellsten Andrey Sobolev (RUS) um 45 Hundertstel das Nachsehen gab.

Ina Meschik feierte Premierensieg

Ina Meschik, die heuer mit dem steirischen Privatcoach Richard Pickl die Saisonvorbereitung absolviert hatte, präsentierte sich in bärenstarker Verfassung. Nach zwei souveränen Siegen im Achtel- und Viertelfinale schaltete die Kärntnerin in der Vorschlussrunde die Qualifikationsschnellste Alena Zavarzina (RUS) aus und zwang im Duell um den Sieg auch die starke Tschechin Ester Ledecka um 0,07 Sekunden in die Knie. „Dieser Sieg fühlt sich richtig gut an und ist auch eine Bestätigung für die Entscheidung, einen individuelleren Weg in der Vorbereitung einzuschlagen. Ich habe mich sehr sicher auf dem Brett gefühlt. Es ist heute alles so aufgegangen, wie ich mir das vorgestellt habe“, jubelte Ina Meschik.

Olympiasiegerin Julia Dujmovits musste sich im kleinen Finale Zavarzina um den Hauch von zwei Hundertstelsekunden geschlagen geben und schrammte damit als Vierte nur knapp am Podest vorbei. „Ich habe heute viel von dem umsetzen können, was ich mir für dieses Rennen vorgenommen habe. Ich bin sechs gute Läufe gefahren und habe mein bisher bestes Resultat in Carezza erreicht. Das stimmt mich für die nächsten Aufgaben zuversichtlich“, so Dujmovits. Sabine Schöffmann (7.) und Claudia Riegler (15.) komplettierten die starke Teamvorstellung des ÖSV-Ladies.

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