Marcel Krailler ist Suzuki Cup Gesamtsieger 2017

Endstand im Suzuki-Motorsport-Cup: Guenter-Wiesmeier (li.), Sieger Marcel Krailler und Max Wimmer. - Foto: Suzuki Motorsport
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MOTORSPORT. Die Tagessieger beim Finale des Suzuki Motorsport Cups auf dem Hungaroring heißen Max Wimmer und Martin Zellhofer.


Der heurige Suzuki Motorsport Cup wurde nach seiner bisher 14. Saison mit den Läufen 11 und 12 auf dem Hungaroring bei Budapest abgeschlossen. Neuer Meister wurde der 37-jährige Perchtoldsdorfer Marcel Krailler vor seinem Wimmer Werk Motorsport Teamkollegen Max Wimmer aus Wien. Platz Drei ging an Günter Wiesmeier (Wimmer Werk Motorsport) vor
Christoph Zellhofer (Suzuki Team Austria). Tagessieger im ersten Rennen wurde Max Wimmer vor Max Zellhofer und Günter Wiesmeier, im zweiten Rennen dominierte Max Zellhofer vor Günter Wiesmeier und dem neuen Meister Marcel Krailler.  Im Suzuki Cup Europe waren wieder die Ungarn vorne, einmal in der Reihenfolge Bendegüz Molnar vor Adam Lengyel und Janos Csik, sowie im zweiten Rennen mit dem Sieger Janos Csik vor Bendegüz Molnar und Adam Lengyel.

Das heimische Starterfeld hatte sich im letzten Augenblick von ursprünglich 15 genannten Piloten auf 13 bzw. in der Folge auf zwölf  Starter minimiert. Teamchef Felix Wimmer, der seine Mannschaft ursprünglich mit einem sechsten Suzuki verstärken wollte, erlitt im freien Training am Freitag einen Motorschaden. Dr. Peter Gross musste berufsbedingt kurzfristig passen und  die einzige Dame im Feld, Leonie Haselsteiner war zwar im freien Samstag-Training noch dabei, hat aber anschließend wegen einer starken Verkühlung auf einen Rennstart verzichtet. Erwähnenswert ist noch der Einsatz des Steirers Oliver Müller, der am Freitag mit einem Getriebeschaden an seinem Boliden w.o. geben musste, seine Mechaniker konnten den Wagen aber reparieren, dadurch konnte Müller den Wagen rechtzeitig in die Qualifikation führen.

Dort zeigten sich von den Österreichern Marcel Krailler und Max Wimmer am Schnellsten, dahinter folgten Max Zellhofer, Günter Wiesmeier, Oliver Müller und Christoph Zellhofer. Beim Kampf um die Superpole lautete die Reihung Max Wimmer als Sechster vor Marcel Krailler als Siebenter.

Beim Start setzte sich Max Wimmer an die Spitze, knapp gefolgt von Marcel Krailler, Max Zellhofer, Günter Wiesmeier und Christoph Zellhofer. Dieser konnte gleich in der ersten Runde Oliver Müller überholen, das Gleiche gelang Haselsteiner bei Puchinger, sowie Weghofer und Lemmerhofer bei Alfreider. Rookie Mayer schaute sich die Situation von weiter rückwärts an. Bereits in der zweiten Runde konnte Marcel Krailler an seinem Teamkollegen Max Wimmer vorbeigehen und  damit die Führung in der Österreicherwertung übernehmen. Diese Reihung  blieb an der Spitze bis zur siebenten Runde gleich. Dann kollidierte Spitzenmann Krailler mit einem ungarischen Konkurrenten so unglücklich, dass er vorzeitig ausschied und so keine Punkte einfahren konnte. Damit hieß: Der neue Führende ist Max Wimmer vor Max Zellhofer und Günter Wiesmeier. Dem Oberösterreicher gelang es in der zehnten Runde an Max Zellhofer vorbeizugehen, der Suzuki Team Austria-Boss schlug eine Runde später zurück und konnte sich wieder an die zweite Stelle setzen. Der Zieleinlauf  war damit klar: Es siegte im vorletzten Rennen Max Wimmer vor Max Zellhofer und Günter Wiesmeier.

Im hinteren Teil des Feldes erhielt Erich Weghofer von der Rennleitung die schwarze Fahne (Disqualifikation), nachdem er wegen eines offenen Kofferraumdeckels verwarnt wurde, die dafür vorgesehene schwarz-orange Fahne aber nicht zur Kenntnis nahm. Der erst 17-jährige Daniel Mayer, Sohn des bekannten Rallyefahrers Walter Mayer, legte bei seiner Premiere im Suzuki Cup eine Talentprobe ab und wurde sehr guter Achter. Aber auch Lukas Puchinger, Dominik Haselsteiner, Oliver Müller zeigten tollen Rundstreckensport. Dies traf auch auf Mario Alfreider zu, der bei seiner Premiere Neunter wurde, dies noch vor Klaus Lemmerhofer. Nach diesem ersten Rennen war eines klar: Die endgültige Entscheidung um den Titelgewinn zwischen Max Wimmer und Marcel Krailler wird erst im letzten Rennen fallen, dies trifft auch auf Platz Drei zu, wo Günter Wiesmeier und Christoph Zellhofer  um den letzten Podiumsplatz kämpfen.

Sieger Max Wimmer zeigte sich restlos zufrieden: „„Ich bin ein kontrolliertes Rennen mit viel Übersicht gefahren. Was erfreulich war, die meiste Zeit über wurde sehr fair gefahren. Einzig Marcel Krailler hatte mit seiner Kollision Pech, ich bin aber trotzdem sicher, dass er trotz dieses Vorfalles noch Meister werden wird.“ 

Ergebnis des 1. Rennen auf dem Hungaroring:
01. Max Wimmer, (Wimmer Werk Motorsport)    Wien        27:32, 650 Min
02. Max Zellhofer, (Suzuki Team Austria)        NÖ        + 2,265 Sek    
03. Günther Wiesmeier, (Wimmer Werk Motorsport)    OÖ        + 2,762    
04. Christoph Zellhofer, (Suzuki Team Austria)        NÖ        + 14,606
05. Lukas Puchinger, (Wimmer Werk Motorsport)    OÖ        + 15,154
06. Dominik Haselsteiner, (Suzuki Team Austria)    NÖ        + 19,417
07. Oliver Müller, (Suzuki Team Austria)            Stmk        + 20,005
08. Daniel Mayer, (Suzuki Team Austria)        NÖ        + 41,032
09. Mario Alfreider, (Schiessling Racing)            Tirol        + 53,116
10. Klaus Lemmerhofer, (Wimmer Werk Motorsport)    OÖ        + 1:30,635 Min.

DNF: Marcel Krailler, (Wimmer Werk Motorsport)    NÖ
DQ:   Erich Weghofer, (Schiessling Racing)        NÖ

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