Sebastian Ofner siegt beim 11. Madainitennis Open

Oberschiedsrichter Peter Mader (li.) mit den Finalisten der Einzelbewerbe: Lenka Jurikova (li.), Riccardo Belotti, Sebastian Ofner und Kristina Schmiedlova. - Foto: MT
Share Button

TENNIS. Das Sportzentrum NÖ war vergangene Woche Mittelpunkt des Tennisgeschehens in Österreich. Spieler aus 20 Nationen nahmen am 11. ITF-Madainitennis-Open teil.

An die 150 SpielerInnen aus 22 Nationen (darunter China, Australien, USA, Mexico, Kuwait, Südafrika und Bolivien) nahmen am 11. ITF-Madainitennis-Open teil und ritterten um Punkte für die WTA, bzw. ATP-Weltranglisten und insgesamt 20.000,- $. Die Bedeutung dieses Events zeigt sich an den Teilnehmern der letzten Jahre: Dominic Thiem und Benoit Paire (FRA) sind zwei Beispiele, die über St. Pölten den Weg in die absolute Weltspitze gefunden haben. Wie schnell das nach St. Pölten gehen kann, sieht man erfreulicherweise aber auch an zwei Niederösterreichern. Barbara Haas hatte 2014 den Damentitel von St. Pölten geholt und spielte vor ein paar Tagen beim US-Open groß auf. Noch schneller ging es bei Tristan-Samuel Weissborn der, nachdem er 2015 an der Seite von Lucas Miedler den Doppeltitel des 10. Madainitennis-Open geholt hatte, beim US-Open 2016 eine Runde überstand.

Die Chance, dass wir den Herrensieger 2016 nächstes Jahr noch in St. Pölten sehen werden, ist also nicht sehr groß. Sebastian Ofner sicherte sich in der NÖ Landeshauptstadt in souveräner Manier den Titel. Der 20-Jährige Staatsmeister, der diesen Sommer bereits zwei Future-Erfolge aufweisen kann, wird wohl bald auf die Challenger-Ebene wechseln. Im Finale bezwang er den Italiener Riccardo Bellotti klar in zwei Sätzen. Bei den Damen gab es ein rein slowakisches Finale: Lenka Jurikova bezwang ihre Landsfrau Kristina Schmiedlova. Letztere hatte im Halbfinale mit der Stockerauerin Marlies Szupper die beste Österreicherin aus dem Bewerb genommen. Einen schönen Erfolg gab es im Herrendoppel für Österreich. Der Tullner Lucas Miedler siegte an der Seite von Lenny Hampel. Mit Markus Sedletzky, der sich bei der 2. St. Pölten Seen Trophy eine Woche davor eine Wildcard erspielt hatte, konnte auch ein Lokalmatador sein Können beweisen. Der Harlander gewann eine Runde und holte sich einen weiteren ATP-Punkt.

Veranstalter Ramin Madaini blickt auf jeden Fall auf eine perfekte Woche zurück. „Weltklassetennis vor der Haustüre, großes Zuschauerinteresse und eine Top-Bewertung des Turniers durch den internationalen Tennisverband (ITF) entschädigen für eine Woche Dauerstress und wenig Schlaf. Jetzt gilt es all die positiven Momente in Energie umzuwandeln, um die große Herausforderung 12.-ITF- Madainitennis Open 2017 zu stemmen. Das Turnier wird von der ITF von einem 10.000,- $ – Event zu einem 15.000,- $-Turnier aufgewertet.“

Finalspiele 11. Madainitennis-Open presented by SPORT.LAND.Niederösterreich
Herren Einzel: Sebastian Ofner (AUT) – Riccardo Bellotti (ITA) 7:5, 6:3
Damen Einzel: Lenka Jurikova (SVK) – Kristina Schmiedlova (SVK) 6:2, 6:4
Herren Doppel: Lucas Miedler / Lenny Hampel (AUT) – Damon Gooch (RSA) / Gregor Ramskogler (AUT) 6:3, 6:3
Damen Doppel: Justyna Jegiolka (POL) / Vanda Lukacs (HUN) – Mariana Drazic (CRO) / Janina Toljan (AUT) 6:4, 4:6, 11:9.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*