Melzer und Thiem sorgen für die Vorentscheidung

Keine Frage: Dominic Thiem beherrschte seinen Gegner klar und brachte Österreich mit 2:0 in Führung. - Foto: Facebook
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TENNIS. Nach dem ersten Spieltag im Duell der Europa/Afrika-Zone 1 zwischen Österreich und Weißrussland in St. Pölten steht es 2:0.

Beide Niederösterreicher holten in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten je einen Punkt. Im Auftaktmatch im VAZ besiegte Gerald Melzer vor 2500 begeisterten Zuschauern die Nummer eins der Gäste, Ilya Ivashka, nach 2:15 Stunden mit 2:6, 7:5, 6:4. Damit gelang Melzer die Revanche für die Niederlage im April 2017 in Minsk, wo die Weißrussen die favorisierte österreichische Nationalmannschaft 3:1 geschlagen hatten. Anschließend ließ der Weltranglisten-Sechste Dominic Thiem der ATP-Nummer 389 wie erwartet keine Chance. Der 24-Jährige gewann gegen Dzmitry Zhurmont nach 1:14 Stunden 6:3, 6:3.

Viel Lob von Kapitän Stefan Koubek

„Gerald hat sich gut reingefightet und ab Mitte des zweiten Satzes gutes Tennis gezeigt und verdient gewonnen“, sagte Kapitän Stefan Koubek. „Über Dominic brauchen wir wenig Worte verlieren, er ist der um Klassen bessere Spieler.“ Der sagte: „Es war richtig geil, zum ersten Mal seit sieben, acht Jahren wettkampfmäßig in Niederösterreich zu spielen. Die Leistung war okay, ich hoffe, die Leute haben es genossen. Es ist immer unangenehm, gegen einen unbekannten Gegner zu spielen.“

Gerald Melzer war rundum happy. „Das sind die Momente, für die man Daviscup spielt“, sagte der 27-Jährige. „Ich muss mich bei den Fans, meinen Betreuern und der Familie bedanken. Ich war nervös, es war ja auf dem Papier die wahrscheinlich schwierigste Partie, denn ich wusste vom Duell im Vorjahr, was auf mich zukommt. Ich habe leider jedes enge Game verloren, aber versucht dranzubleiben. Am Ende ist es gut ausgegangen.“

Am Samstag, ab 13 Uhr, könnten Australian-Open-Champion Oliver Marach und Philipp Oswald für die Entscheidung und den Einzug in die zweite Runde sorgen. „Ich gehe davon aus, dass wir das Doppel gewinnen werden“, sagte Koubek. Stünde es tatsächlich 3:0, müsste laut ITF-Regulativ ein Dead Rubber gespielt werden. Wird Dominic Thiem noch einmal zu sehen sein? „Ich glaube schon“, sagte der Lichtenwörther. „Es wäre ein gutes Training.“

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