Gerald Melzer eröffnet Daviscup im VAZ St. Pölten

Sport-Landesrätin Petra Bohuslav und Daviscup-Präsident Stefan Koubek inmitten sportbegeisterter Jugendlichen. - Foto: Reinberger
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TENNIS. Die österreichische Nr. 2, Gerald Melzer, eröffnet an Freitag im VAZ St. Pölten das Davidcup-Erstrundenduell gegen Weißrussland.

Gegner ist ab 15 Uhr im VAZ St. Pölten Ilya Ivashka, gegen den der Österreicher in Minsk verloren hat. Anschließend betritt Dominic Thiem die Bühne.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner durfte bei der Auslosung für das Daviscup-Erstrundenduell in der Europa/Afrika-Zone 1 zwischen Österreich und Weißrussland Glücksfee sein. Sie einen Tennisball, in dem sich das Namensschild von Gerald Melzer befand. Heißt: Die rot-weiß-rote Nummer 2 eröffnet am Freitag um 15 Uhr im VAZ St. Pölten gegen Ilya Ivashka, der als Nummer 190 der ATP-Weltrangliste um 92 Plätze schlechter klassiert ist als der Österreicher. Im Anschluss bekommt es Dominic Thiem (ATP-6) mit Dzmitry Zhyrmont (ATP-389) zu tun. Für das Doppel am Samstag (ab 13 Uhr) nominierte Kapitän Stefan Koubek Australian-Open-Champion Oliver Marach und Philipp Oswald, die gegen Sergey Betov/Andrei Vasilevski spielen. Dennis Novak ist Ersatzmann.
Die Favoritenrolle ist klar definiert: Die Österreicher treten mit zwei Weltranglisten-Sechsten an, mit dieser Aufstellung hätten sie durchaus die Chance, in der Weltgruppe mitzuhalten. Die Teilnahme bleibt das Ziel von Stefan Koubek, dafür müsste die Nationalmannschaft nach den Weißrussen auch die Russen auswärts schlagen (6. und 7. April), um die Relegation im Herbst zu erreichen.

„Favoriten waren wir schon vorher. Aber mit Dominic sind wir sicher haushohe Favoriten“, sagte Koubek nach der späten Zusage des rotweißroten Aushängeschildes. Unterschätzen will der Boss die Weißrussen aber keinesfalls. Er saß auf der Bank, als Gerald und Jürgen Melzer sowie Julian Knowle im April 2017 in Minsk mit 1:3 unterlagen. „Wir müssen sie ernst nehmen, vom ersten bis zum letzten Punkt.“ Damals wurde auf Hardcourt gespielt, im VAZ hat man einen exzellenten Sandplatz gebaut, der vor allem Gerald Melzer in die Karten spielen sollte.

Auch Melzer-Familie und Fanclub drücken im VAZ die Daumen

Melzer möchte im ersten Match des Tages Revanche nehmen an Ivashka, der ihm in Minsk eine Viersatz-Niederlage zugefügt hatte. „Es ist etwas ganz Spezielles, zu Hause einen Daviscup zu eröffnen“, sagte der 27-Jährige. „Es werden viele Freunde da sein, die Familie, der Fanclub. Ich hoffe, dass die Halle voll ist und es ein riesen Tennisfest wird.“

Dominic Thiem fühlt sich frisch, fit und also bereit für das auf dem Papier so ungleiche Duell mit der Nummer 389. „Es ist manchmal schwer, gegen einen auf den Platz zu gehen, gegen den man noch nie gespielt hat. Ich hoffe, dass der Herr Zhyrmont nicht so spielt wie der Sandgren gegen mich in Australien. Sonst haben wir ein Problem.“ Noch dazu, wo es in der Europa/Afrika nur auf zwei Gewinnsätze geht. „Da kann schnell was passieren“, warnt der 24-Jährige.

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