Tennis-Davis-Cup feiert Premiere im VAZ St. Pölten

ÖTV-Präsident Robert Groß (li.), Landesrätin Petra Bohuslav, Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek, Bürgermeister Matthias Stadler und Veranstalter Herwig Straka. - GEPA-Pictures/ÖTV
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TENNIS. Das österreichische Tennis-Davis-Cup-Team empfängt in der ersten Runde der Europa/Afrika-Zone I die Nationalmannschaft aus Weißrussland.

Dabei kommt erstmals der neue Modus zur Anwendung: Der Davis Cup dauert nur noch zwei Tage, die Matches werden Best-of-Three ausgetragen. Gespielt wird am 2. und 3. Februar 2018. Als Belag im VAZ wurde Sand gewählt, die Halle bietet Platz für 2600 Zuschauer. Der Ticketverkauf startet am 1. Dezember 2017 via Ö-Ticket, Reservierungen werden aber bereits jetzt unter ticketing@emotion.at entgegengenommen. Zuletzt wurde 2012 in Niederösterreich gespielt. Damals besiegte  Österreich in Wiener Neustadt Russland mit 3:2. Gewinnt das Team von Kapitän Stefan Koubek gegen Weißrussland, würde auf dem Weg in die Weltgruppe auswärts die Russen warten.

Sport-Landesrätin Petra Bohuslav blickt dem Ländermatch freudig entgegen. „Ich bin glücklich, dass wir mit dem Davis Cup wieder eine Prestigeveranstaltung nach Niederösterreich holen konnten und den heimischen Tennisfans damit die Möglichkeit geben, unsere Tennis-Aushängeschilder rund um Dominic Thiem hautnah erleben zu können.“

ÖTV-Präsident Robert Groß ist bei seinem ersten Davis-Cup-Hallen-Heimspiel als ÖTV-Präsident dem Wunsch der Spieler nachgekommen, auf Sand zu spielen. Im April dieses Jahres hatten die Weißrussen in Minsk auf Hardcourt glatt mit 3:1 gewonnen. „Auf diesem Belag ist die Chance auf eine Revanche sehr hoch. Für St. Pölten hat gesprochen, dass wir von Land und Stadt sehr gut unterstützt werden. Das Einzugsgebiet ist groß, ich erwarte an den zwei Tagen viele Zuschauer aus Nieder-, Oberösterreich und Wien. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt und gehe nach einigen sehr guten Gesprächen mit Trainer Günter Bresnik davon aus, dass Dominic Thiem spielen wird und uns hilft, in die nächste Runde gegen Russland zu kommen. Mittelfristig bleibt unser Ziel der Aufstieg in die Weltgruppe.“

Bürgermeister Matthias Stadler und die Stadt St. Pölten haben sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: „Wir wollen die Fittest City of Austria werden. In diesem Zusammenhang versucht die Stadt, Sport-Großevents wie den Davis Cup, nach St. Pölten zu holen, diese aktiv zu unterstützen und optimale Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Ganz besonders freuen wir uns, dass wir nach der Abwanderung des ATP-Turniers vor 12 Jahren wieder ein Tennis-Großevent, noch dazu mit äußerst prominenter niederösterreichischer Beteiligung, austragen dürfen.“

Stefan Koubek hat St. Pölten in bester Erinnerung

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek hat eine spezielle Beziehung zu St. Pölten. „Ich durfte hier die vorletzte Partie von Thomas Muster sein, von meinem Idol“, sagt der Kärntner, der den ehemaligen Weltranglisten-Ersten 1999 in der fast ausverkauften Tennisarena auf dem Arel der NÖ Landessportschule besiegt hat. „Jedes Mal, wenn ich hier vorbei fahre, muss ich daran als erstes denken. Das ändert sich hoffentlich nach dem Davis Cup.“ Dem neuen Modus kann Koubek viel abgewinnen. „Es ist weniger strapaziös. Die Spieler können besser disponieren und schon am Sonntag zu Turnieren weiterreisen. Außerdem kann ich jetzt ein ganzes Doppelteam mitnehmen und drei Einzelspieler, das ist super.“ Gerald Melzer, auf Sand mächtig, hat bereits zugesagt. Neben Dominic Thiem kommt Koubek der Steirer Sebastian Ofner für das Einzel in den Sinn, im Doppel gilt es aus dem Dreigestirn Marach/Peya/Oswald zu wählen, Marach ist der mit Abstand Beste zurzeit. Julian Knowle und Jürgen Melzer sind verletzt, Andreas Haider-Maurer müsse sich bis Februar empfehlen. Ob er mit Thiem plane? „Für mich ist es ein Termin, der für Dominic passen könnte. Wir spielen auf Sand, er hat danach eine Woche Pause und spielt auf seiner Tour dann ebenfallsauf Sand. Er müsste maximal zwei mal drei Sätze spielen und könnte zu Hause schlafen. Ich sehe wenig, das dagegen spricht.“ Bis Weihnachten werde ich den Kader bekannt geben.“

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda sieht im Davis Cup in St. Pölten die ideale Möglichkeit, das österreichische Tennis wieder besser zu vermarkten. „Mit der Agentur e|motion haben wir einen idealen Partner und Veranstalter. Herwig Straka ist ein Profi, wie man bei den Erste Bank Open in der Stadthalle Jahr für Jahr merkt. Die Auftritte von Dominic Thiem, der sich seit mehr als einem Jahr in den Top-Ten der Weltrangliste hält, und auch die guten Leistungen der anderen Spieler wie Gerald Melzer und Sebastian Ofner stimmen mich zuversichtlich und zeigen, dass unser Sport wieder in den Köpfen der Österreicher und bei möglichen Sponsoren angekommen ist. Für den Davis Cup in St. Pölten werden wir versuchen, wieder Fan-Reisen aus allen Bundesländern zu organisieren und perfekte Karten-Pakete schnüren, die in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis stehen.“

Veranstalter Herwig Straka „liegt das Tennis am Herzen“. Seit zehn Jahren richtet der Steirer die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle aus, das 500er-Turnier genießt unter den Spielern einen Ruf von Welt. „Hier geht es weniger um die kommerzielle Komponente, sondern darum, einen der wichtigsten und hochwertigsten Mannschaftsbewerbe im Land auszurichten und unserem Sport Impulse zu geben.“ Organisatorisch sei die Veranstaltung in St. Pölten in der kurzen Zeit durchaus machbar. „Die Herausforderung liegt allerdings darin, Besucher und Sponsoren in den kommenden Wochen zu informieren und zu begeistern.“  Tickets können ab 1. Dezember via Ö-Ticket erworben werden, Reservierungen werden ab sofort unter ticketing@emotion.at entgegengenommen. Die Tageskarten kosten zwischen 45 und 70 Euro. Bis Weihnachten gibt es einen Christmas-Bonus – es werden ausschließlich Dauerkarten verkauft, wobei es einen Rabatt von 15 Prozent gibt. Danach gibt es nur noch Tageskarten.

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