Ein Sechs-Punkte-Spiel gegen Tabellennachbarn

Noch herrscht beim SKN-Trainer Karl Daxbacher gespannte Ruhe. - Foto: Daxbacher
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FUSSBALL.  Der SKN steht in der ÖFB-Bundesliga vor dem Spiel gegen Ried am Samstag mit dem Rücken zur Wand. Ein Sieg ist Pflicht.

Alle  „Kapazunda“ des SKN St. Pölten waren anwesend, um bei der Pressekonferenz in der NV Arena Klartext zu reden: Präsident Gottfried Tröstl, General Manager Andreas Blumauer, Sportlicher Leiter Frenki Schinkels, Trainer Karl Daxbacher und Kapitän Lukas Thürauer. Nachdem der General Manager die Entwicklung des Bundesliganeulings in die richtige – positive – Richtung sieht  (Budget verdreifacht, Mitgliederstand verfünffacht), spitzte sich die Diskussion mit der Journalistenrunde praktisch auf zwei Themen zu: Die sportlich unbefriedigte Situation und die Probleme mit der Spielergewerkschaft in der Causa Visio/Beichler …

„Normalerweise braucht man etwa 40 Punkte zum Klassenerhalt. Derzeit liegen wird im Schnitt knapp darunter“, so der Cheftrainer. Um dann doch konkreter zu werden. Dem Statzendorfer stößt es immer noch sauer auf, wenn er auf die Leistung in Mattersburg angesprochen wird: „Das war unsere schwächste Leistung bisher. Wir haben mit Riesenglück einen Zähler mitgenommen.“ Mit vier Punkten aus sechs Spielen ist auch Schinkels nicht zufrieden: „Ich habe immer vor einem Bonus für den Aufsteiger gewarnt. Denn gibt es nicht.“ Ob die Neuerwerbungen der Mannschaft auch helfen werden? Derzeit schaut es nicht danach aus. So ist etwa der 24-jährige Allhasaanw Kaite (Guinea) in sein Heimatland geflogen, um die nötigen Dokumente zur Spielberechtigung aufzutreiben. Wann er in das Mannschaftstraining einsteigen kann, ist daher völlig ungewiss. Auch für Mannschaftskapitän Lucki Thürauer ist der Start in die Bundesliga alles andere als befriedigend: „Es besteht die Gefahr in Schönheit zu sterben. Wir brauchen Punkte und keinen Schönheitspreis.“ Am besten gleich gegen Tabellenschlusslicht Ried am Samstag (18.30, NV Arena).

Causa Wisio/Beichler beschäftigt den Klub

Präsident Tröstl informierte auch über den Stand in der Causa gegen die gekündigten Auslaufmodelle Wisio und Beichler. „Sie ist gerichtsanhängig, wir warten das Urteil einmal ab.“ Konkreter wurde jedoch Daxbacher, der in Wision ein „Bauernopfer“ sieht: Wisio hätte bei einem Jahresgehalt vom SKN bei einem anderen Verein zusätzlich ein Jahr lang verdienen können. Eines ist für „Sir Karl“ klar: „Spielen wird er unter mir nie wieder.“ Angeblich soll für Wisio, der in Linz wohnt, Aufsteiger Blau-Weiß Linz Interesse gezeigt haben. Thürauer sieht allerdings eine weitreichende Auswirkung für die Spieler: „Dann ist es durchaus realistisch, dass die Vereine nur mehr Ein-Jahresverträge anbieten.

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