Der SKN St. Pölten hat nun auch Rapid geknackt

Husain Baslic schoss gegen Rapid das Siegestor. - Foto: Tom Seiss
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FUSSBALL. Der SKN hat mit dem Sieg gegen Rapid den nächsten „weiße Fleck“ auf der Bundesligalandkarte getilgt.

SK Rapid Wien – SKN St. Pölten 0:2 (0:1). – SKN: Riegler; Meisl, Luan, Drescher; Ingolitsch, Mislov, R. Ljubicic (90. Hofbauer), Fountas (79. Luxbacher), Haas: Pak, Gartler (56. Balic). – SK Rapid: Strebinger; Müldür, Barac, Sonnleitner, Potzmann; Schwab, D. Ljubicic; Murg, Knasmüllner (57. Pavlovic), Ivan; Alar (72. Kostic). – Tore: 0:1 Gartler (44.), 0:2 Balic (64.). – Gelb-Rote Karte: Ivan (60., Foul). – Die Kühbauer-Elf setzte sich gegen den SK Rapid Wien hochverdient mit 2:0 durch und feierten damit nicht nur den ersten Bundesligaerfolg gegen die Grün-Weißen, sondern vergrößerten den Abstand zu den Wienern auf elf Punkte. Machtwinner waren neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung die beiden Torschützen Rene Gartler und Husein Balic.

Zum insgesamt neunten Mal versuchten die Wölfe gegen den österreichischen Rekordmeister den ersten Sieg in der Bundesliga einzufahren und endlich auch einmal im Allianz Stadion anzuschreiben. Dazu vertraute Cheftrainer Dietmar Kühbauer auf dieselbe Aufstellung, wie beim deutlichen 3:0-Erfolg gegen den TSV Hartberg. Eine Entscheidung, die sich letztendlich auch bezahlt machen sollte.

Gartler trifft kurz vor dem Seitenwechsel

Denn von der ersten Minute an zeigten die Niederösterreicher, dass man an diesem Abend unbedingt etwas Zählbares mit nach Hause nehmen wollte. Zwar hatten die Rapidler erwartungsgemäß mehr Spielanteile, gefährlich wurden die Hausherren aufgrund der kompakten Defensive der Wölfe allerdings nicht. Die St. Pöltner verpassten es allerdings, in den ersten Minuten in der Offensive Akzente zu setzen, wodurch Chancen zu Beginn Mangelware waren. Der erste Abschluss ließ daher auch bis zur 17. Spielminute auf sich warten, der Schuss von Fountas ging aber zu zentral aufs Gehäuse von Goalie Strebinger. Auf der Gegenseite wurde es hingegen erstmals richtig gefährlich – nach einer Ecke stieg Müldür am höchsten, scheiterte allerdings mit seinem Kopfball zum Glück an einer Glanztat von Schlussmann Riegler (19.).

Das Geschehen auf dem Feld nahm ab diesem Zeitpunkt etwas an Fahrt auf. Während Haas nach einem weiten Ball von Meisl in die Spitze den Ball nicht richtig traf (30.), war Riegler bei einem Alar-Kopfball erneut auf dem Posten (32.). Doch als alle schon mit einem torlosen Remis zur Pause rechneten, schlugen die Wölfe eiskalt zu.
Durch eine herrliche Kombination über rechts brachte Ljubicic das Leder per Lochpass auf den durchbrechenden Gartler, der aus spitzem Winkel abschloss und unter Mithilfe von Rapid-Goalie Strebinger via Lattenunterkante auf 1:0 für das Wolfsrudel stellte (44.). Mit diesem Resultat ging es auch in die Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel dachten die Gastgeber nicht daran, sich nur mehr aufs Verteidigen zu verlegen. Die Kühbauer-Elf fand sogar frühzeitig Chancen auf den zweiten Treffer vor. Erst wurde Pak im letzten Moment am Abschluss gehindert (50.), ehe Haas und Ljubicic das Leder nicht an Strebinger vorbeibrachten (54.). Auch Fountas schuss aus aussichtsreicher Position über den Kasten (55.).

Danach bewies Didi Kühbauer wie schon sooft in dieser Saison ein „Goldenes Händchen“ und brachte Balic für den angeschlagenen Gartler – ein Wechsel, der sich auszahlen sollte. Denn gleich in seiner ersten Aktion stand der SKN-Super-Joker im Mittelpunkt. Ein Konter über den 22-Jährigen konnte von Ivan nur durch eine Notbremse gestoppt werden: Der Platzverweis für den Rapidler war die logische Konsequenz (61.). Seine Chance auf den Treffer bekam Balic allerdings bereits wenige Minuten später – und nutzte diese eiskalt. Bei einem weiteren Gegenstoß schickte ihn Pak erneut auf die Reise: Der Edeljoker blieb vor dem Tor ruhig und schob staubtrocken zum spielentscheiodenden 2:0 ein (64.).

Den Rest der Spielzeit spielten die St. Pöltner im Anschluss souverän herunter. Einzig bei einem Schuss von Müldür (74.) und einem Abschluss von Dejan Ljubicic (82.) musste Riegler nochmals rettend eingreifen. Am Ende stand aber sowohl die Null, als somit auch der erste volle Erfolg gegen Grün-Weiß fest.

„Ich war ein wenig überrascht, dass ich so viel Raum gehabt habe. Ich musste alle zwei Minuten in einen Vollsprint gehen, das war zwar anstrengend, hat sich aber ausgezahlt. Wir hätten unsere Konterchancen noch besser nutzen müssen. Zum Glück hat die eine dann gereicht zum 2:0. Die gelb-rote Karte hat uns natürlich geholfen. Ich glaube aber schon, dass unser Sieg verdient war, so „Edeljoker“ Husein Balic
 

 

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