Gina Babicky – die Marathonfrau der SKN-Frauen

Gina BabickyGina Babicky (re.), die laufstärkste Spielerin beim Herbstmeister SKN St. Pölten Frauen. - Foto: Tom Seiss.
Share Button

FUSSBALL. Hervorragende Arbeit leisteten die Statistiker der SKN St. Pölten Frauen über den Herbstmeister der ÖFB Frauen Bundesliga.

Gina Babicky war bereits unter Trainer Hannes Spilka eine feste Größe in der Abwehr des SKN. Diesen Trend führte die Wienerin auch im Herbst 2016 fort und kam unter Spielertrainerin Fanni Vago zu ganzen 755 Einsatzminuten – Spitzenwert beim SKN in der Hinrunde 2016/17. Lediglich gegen LUV Graz durfte sie nur die letzten 35 Minuten ran, sonst ging es für die Verteidigerin stets über die volle Distanz. Diesem Wert kam Nadine Prohaska am nächsten. Die Nationalteamspielerin verzeichnete ganze 730 Spielminuten und zeigte Teamchef Dominik Thalhammer deutlich, dass sie unbedingt zur EM nach Holland möchte. Mit Alexandra Biroova findet sich eine weitere Abwehrspielerin in den Top 3 des abgelaufenen Herbstdurchgangs 2016. Die Slowakin spielte, wenn sie zum Einsatz kam, immer durch und erzielte beim kuriosen 9:0-Sieg über Altenmarkt sogar einen Treffer. Hinter ihr landete Mateja Zver auf Position 4, dicht gefolgt von Spielertrainerin Fanni Vago, die zwar in allen Partien aktiv war, allerdings nur fünfmal über volle Distanz. Adina Hamidovic erzielte mit 552 Einsatzminuten den besten Wert aller Nachwuchsspielerinnen bei St. Pölten, knapp dahinter landete ihre U19-Teamkollegin Isabella Kresche. Die steirische Torhüterin verzeichnete sechs Einsätze. Jasmin Krejc hielt gegen Südburgenland, LUV Graz und Kleinmünchen den Kasten sauber, blieb mit 270 Minuten jedoch weit hinter ihren Erwartungen zurück.

Vorbild Spielertrainerin Fanny Fago

Die meisten Tore im Herbstdurchgang erzielte – ohne Überraschung – Fanny Vago. Die Ungarin netzte beinahe nach Belieben und blieb nur in zwei Partien ohne Treffer – kurioserweise beiden Male in Auswärtsspielen. Auf Rang zwei folgt ihr Mateja Zver mit sechs Toren. Im Heimspiel gegen Wacker Innsbruck reichten der slowenischen Teamkapitänin sogar 20 Einsatzminuten zu einem Torerfolg. Viktoria Pinther hätte ihr Torkonto gerne aufgebessert, der Offensivspielerin machte allerdings eine Rote Karte in Graz einen Strich durch die Rechnung. Dennoch können sich ihre fünf Treffer in ebenso vielen Spielen sehen lassen. Bemerkenswert war auch die Gegentorsperre des Herbstmeisters in Hälfte eins. Im gesamten Herbst ging es für die Wölfinnen zu Null in die Halbzeitpause. Auch danach musste man nur drei Gegentreffer hinnehmen, wobei man sich in der ersten Viertelstunde nach Seitenwechsel zwei Gegentore einfing. Ein weiterer fiel in der Schlussphase, sonst hielten Jasmin Krejc und Isabella Kresche ihren Kasten sauber. Während in Hälfte eins die Torausbeute mit Fortdauer der Partie abnahm, verzeichnete man in der Schlussviertelstunde der zweiten 45 Minuten die meisten Treffer. Ganze zwölf Tore gelangen der Elf von Fanny Vago in der letzten Phase des Spiels. Auch davor ist ein signifikanter Anstieg an Treffer deutlich erkennbar. Das Athletiktraining mit Coach Christoph Reisinger macht sich deutlich bemerkbar und sollte auch im Frühjahr zu weiteren Leistungssteigerungen führen.

Viktoria Pinther sorgt für Premiere beim SKN St. Pölten

Eine Premiere schaffte Viktoria Pinther mit ihrer Roten Karte gegen LUV Graz – es war der erste Platzverweis für die SKN St. Pölten Frauen in der ÖFB Frauen Bundesliga. Den letzten SKN-Platzverweis in einem Meisterschaftsspiel verzeichnete Maria Zubkova im April 2010, beim 8:0-Sieg gegen Gloggnitz. Die Slowakin musste im Zweitligaspiel damals bereits nach 26 Minuten vom Feld, aufgrund einer Torchancenverhinderung. Sonst lief der Herbst bei den Wölfinnen eher friedlich ab. Jasmin Eder und Alexandra Biroova sammelten beide je zwei Gelbe Karten, eine weitere sah Evelin Kurz im Spiel gegen Kleinmünchen.

Die SKN Frauen waren auch übers ganze Jahr gesehen das beste Team der Liga. In der kombinierten Tabelle aus Frühjahrs- und Herbstdurchgang 2016 hängte man Verfolger Sturm ab und gewann diese imaginäre Wertung ungeschlagen und mit 50 Zählern klar. Die einzige Niederlage des Jahres der Grazerinnen setzte es zum Auftakt der Saison 2016/17, beim 1:3 gegen den späteren Herbstmeister aus St. Pölten. Auf Rang drei folgt der NÖSV Neulengbach mit 41 Punkten, mit Respektabstand sichert sich dahinter Union Kleinmünchen einen Platz unter den Top vier. Bemerkenswert: Aufsteiger Bergheim setzte sich in dieser Wertung sogar vor Wacker Innsbruck auf Position 8. Ein wahres „Seuchenjahr“ beendete LUV Graz: Die Steirerinnen landeten übers Jahr gesehen nur einen einzigen Meisterschaftssieg und holten ganze sieben Zähler. Torausbeute? Magere 8 Treffer im Kalenderjahr 2016.

Übersicht Statistiken:

Meiste Einsätze: Gina Babicky, Nadine Prohaska, Mateja Zver, Fanni Vago (je 9 Spiele)

Meiste Einsatzminuten: Gina Babicky (755 Minuten)

Meiste Tore erzielt: Fanny Vago (11 Treffer)

Meiste Einwechslungen: Barbara Dunst (5)

Meiste Auswechslungen: Adina Hamidovic (4)

Meiste Karten: Viktoria Pinther (1x Rot), Alexandra Biroova, Jasmin Eder (je 2x Gelb)

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*