Im NÖ-Derby stand das Glück auf der Seite des SKN

SKN-Keeper Christoph Riegler: Gegen die Admira Wacker großartig . - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Auch Landeshauptmann Erwin Pröll ließ sich das NÖ-Derby nicht entgehen und sah in der NV Arena  einen 2:1-Erfolg des Bundesliganeulings SKN St. Pölten.

SKN ST. PÖLTEN – ADMIRA WACKER MÖDLING 2:1 (0:0). – SKN: Riegler; Dober, Petrovic, Huber, Grasegger;  Stec (77. Lumu), Ambichl (62. Hartl) , Mader, Schütz; Thürauer, Luckassen ( 85. Mosböck). – ADMIRA: Kuttin; Strauss, Wostry, Zwierschitz, Posch; Ebner, Lackner, Toth; Ayyildiz (74. Bajrami), Monschein (67. Knassmüllner) , Spiridonovic (81. Starkl). – Tore: Hartl (64.), Schütz (90. +4); Spiridonovic (69./Elfmeter). – Gelb-Rote Karte: Wostry (59./Admira). – Im Fußball gleicht sich offenbar alles wieder aus – noch in der letzten Woche musste der SKN bei der Bundesligapremiere gegen die Wiener Austria in der Nachspielzeit den bitteren Gegentreffer hinnehmen, nun sorgte Daniel Schütz mit seinem Treffer in der 94. Minute für die Entscheidung zugunsten des Wolfsrudels.

Schon in der zweiten Runde war Derbytime in der heimischen NV Arena angesagt – gegen den FC Admira Wacker Mödling wollten Leitwolf Karl Daxbacher & Co. aus der Vorwoche Versäumtes nachholen und unbedingt erstmals voll in der höchsten Spielklasse anschreiben. Kein einfaches Unterfangen, war die Lederer-Elf in der Vergangenheit ja nicht immer ein gern gesehener Gast in unseren Stadien. Dennoch wollte man unbedingt erstmals in der Bundesliga punkten und nahm aus diesem Grund einige Änderungen in der Startformation vor. So rutschten etwa Luckassen, Ambichl, Petrovic und Schütz in die Anfangself. Überraschend für viele: Manuel Hartl musste auf der Spielerbank Platz nehmen. Auch Admira-Trainer Oliver Lederer baute nach dem 1:2 gegen Slovan Liberec an mehreren Positionen um.

Die Admira-Offensive legte auch mit neuem Gesicht ambitioniert los und brachte es in den ersten zehn Minuten auf zwei gute Möglichkeiten. In der vierten Minute verzog der diesmal im offensiven Mittelfeld aufgebotene Thomas Ebner knapp. Vier Minuten später entschärfte St.Pölten-Tormann Christoph Riegler einen Schuss von Christoph Monschein mit tollem Reflex. Die Südstädter spielte auf ein frühes Tor, attackierten die Gastgeber früh beim Spielaufbau, schaltete nach einer Viertelstunde aber etwas zurück. Ein Fehler von Riegler für die letzte klare Chance vor der Pause. Nachdem der Tormann von St. Pölten am Ball vorbeifuhr, klärte Michael Huber knapp vor Monschein (38.). St. Pölten kam in der ersten Hälfte lediglich mit einem harmlosen Volley von Verteidiger Daniel Petrovic vor das Tor.

Auch zu Beginn des zweiten Durchganges bot sich den 3.400 Zusehern in der NV Arena ein ähnliches Bild: Obwohl die Wölfe nun besser im Spiel waren, war die Admira optisch leicht überlegen und fand auch die nächste Gelegenheit vor. Markus Lackner kam gut fünf Meter vor Riegler frei zum Schuss, konnte konnte Christoph Riegler, den Pechvogel aus dem Premierenspiel ebenfalls nicht bezwingen (58.). Was folgte, war dann wohl eine spielentscheidende Szene – Wostry ging im Zweikampf im Strafraum mit Andi Dober zu Boden, Schiedsrichter Lechner wertete diese Szene als Unsportlichkeit und schickte den Admiraner nach 60 Minuten frühzeitig unter die Dusche.

Manuel Hartl traf auch im NÖ-Derby

Die Wölfe rochen nun natürlich Lunte und drängten auf die Führung – und diese fiel auch fünf Minuten später. Nach einer Mader-Ecke setzte Danijel Petrovic das Leder zwar an die Latte, „Joker“ Manuel Hartl war jedoch zur Stelle und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie (64.). Die Freude währte allerdings nur kurz – Andi Dober brachte den durchbrechenden Ebner noch vor der Strafraumgrenze zu Fall. Referee Lechner zeigte Dober die gelbe Karte und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine Chance, die sich Spiridonovic nicht entgehen ließ. Eiskalt verwandelte er den fälligen Strafstoß und stellte somit auf 1:1 (70.). Die Wölfe steckten jedoch nicht auf und drückten auf den abermaligen Führungstreffer – Jeroen Lumu (78.), Kevin Luckassen (80.) und abermals Danijel Petrovic (82.) scheiterten bei ihren jeweiligen Versuchen jedoch knapp.

Doch als alles sich bereits mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, schlug die große Stunde von Neuzugang Daniel Schütz – nach einer flachen Dober-Hereingabe stand der linke Flügelspieler im Strafraum genau richtig und hämmerte das Leder unhaltbar für Goalie Kuttin ins lange Eck (94.). Es war der Schlusspunkt in einem ereignisreichen NÖ-Derby, nach dem es auf der Bank der Wölfe kein Halten mehr gab.
Der erste Sieg in der tipico Bundesliga ist somit unter Dach und Fach. Die nächste schwere Spiel gibt es bereits am nächsten Samstag um 18:30 Uhr, wenn die Daxbacher-Elf  bei Meister Red Bull Salzburg gastiert.

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