Motocross-„Königsklasse“ noch heiß umkämpft

Starkes Gedränge herrscht beim Start eines Motocross-Rennens. Foto: zVg
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MOTOCROSS. Auf der spektakulären Naturstrecke „Martini“ in Kirchschlag, im Bezirk Wiener Neustadt-Land findet die Österreichische Meisterschaft in allen drei Klassen gefahren. Die „Königsklasse“ wird spannend.

Vor kurzem feierte der MSC Kirchschlag seinen 30. Geburtstag „1985 wurde der Klub gegründet, wir haben jetzt im Herbst den 30. Geburtstag gefeiert. Nun freuen wir uns auf die Motocross-Staatsmeisterschaft am 4. Oktober“, sagt MSC Kirchschlag Obmann Franz Pernsteiner, der mit seinem Team in diesem besonderen Jubiläumsjahr bereits die Enduro-ÖM mit mehr als 350 Fahrern veranstalten konnte: „Im April wurde ja die Enduro-Staatsmeisterschaft in der Buckligen Welt ausgetragen. Wir haben ein schlagkräftiges Team, dass natürlich auch für die Motocross-Meisterschaft hochmotiviert ist“, so der MSC-Obmann.

1992 fanden die ersten Motocross-Staatsmeisterschaftsläufe in Kirchschlag statt. Die Naturstrecke in Hanglage „Martini“ gilt mit seinen 1216 Metern und den vielen Jumps als schneller aber auch spektakulärer Motocross-Track: „Das Highlight für die Fahrer und die Fans ist sicherlich der Horizont-Jump, wo Weiten bis zu 40 Meter erreicht werden“, weiß Pernsteiner, der auch mit einer völlig neuen Passage aufwarten kann: „Eine 60 Meter lange Wave-Sektion haben wir heuer eingebaut, die Fahrer dürfen sich freuen“, lächelt man beim MSC Kirchschlag.

In der österreichischen Jugend-Meisterschaft  könnte der Titelkampf bereits bei diesem Lauf entschieden werden. Der 13-jährige KTM 85ccm-Testfahrer Rene Hofer hat insgesamt 241 Punkte und damit auf Adam Dusek (KTM) genau 53 Punkte Vorsprung. Mit sieben Punkten Rückstand hinter Dusek in der Meisterschaft liegt der amtierende Jugendmeister Marcel Stauffer (KTM), der leider verletzungsbedingt in Schwanenstadt nicht starten konnte. Auf den Rängen vier und fünf stehen derzeit aktuell Paul Neuhofer (Yamaha) mit 150 Punkten und Georgy Valyakin (KTM) mit exakt 20 Punkten weniger.

Der vierfache slowenische Motocross-Meister Aljosa Molnar (Honda) hat auch in Kirschschlag die „ÖM-Leader-Rolle“ inne. Die Frage wird sein, ob der 22-Jährige mit dem Druck in den letzten Rennen umgehen kann: „Ich wurde ja im letzte Jahr Vize-Staatsmeister in Österreich, mir macht es auch sehr viel Spaß. hier zu fahren. Der Titel wäre natürlich etwas ganz besonderes, ich werde alles versuchen“, so der Universitätsabsolvent, der heuer für das Mibag Honda Schmidinger Team fährt. Mit 229 Punkten liegt der oberösterreichische KTM-Pilot Patrik Schrattenecker auf Gesamtrang 2. Leider hat sich der KTM-Wimmer-Pilot schon vor Dechantskirchen verletzt und sein Antritt in Kirchschlag ist äußerst fraglich. Österreichs MX 2 Staatsmeister Michael Kratzer (Kawasaki/Dimoco) hat 227 Points auf seinem ÖM-Konto und hält aktuell Position drei. Nur sieben Punkte Rückstand auf den 21-jährigen Kawasaki-Fahrer aus der Steiermark hat der MX 2 ÖM Laufsieger von Schwanenstadt, Michael Sandner (Husqvarna), mit 220 Zählern. Auch Alexander Banzirsch (Kawasaki), Laufsieger von Dechantskirchen, hat noch gute Chancen auf einen MX 2 ÖM-Spitzenrang als Fünfter mit 202 Punkten

Spektakulärer Zweikampf in der „Königsklasse“

Seit Saisonbeginn am Ostermontag in Paldau  tobt in der Königsklasse das Duell zwischen Pascal Rauchenecker und Lukas Neurauter. Die beiden KTM-COFAIN-Teamfahrer sorgten bei allen Rennen für harte, aber vor allem auch für faire Zweikämpfe: Rauchenecker hat vor Kirchschlag genau zwei Punkte Vorsprung auf Neurauter. An Spannung kann die MX OPEN ÖM wohl nicht mehr übertroffen werden. Auch wenn Günter Schmidinger in der Meisterschaft schon einen größeren Rückstand hatte, der auch daraus resultiert, dass der Honda-Pilot verletzungsbedingt in Rietz die ÖM-Läufe auslassen musste, so hat der 28-Jährige schon mit seinem Laufsieg in Dechantskirchen gezeigt, dass er weiterhin voll am Gasgriff drehen wird. Somit ist Schmidinger auch in Kirchschlag zum engsten Favoritenkreis zu zählen. Auf Platz vier  in der Meisterschaft liegt Andreas Schmidinger (Honda) – 207 Punkte, der fünfte Rang gehört derzeit Manuel Obermair (Husqvarna).

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