Neulengbach verteidigt in Innsbruck Führung

Stefanie Kremener (NÖSV Neulengbach) könnte in Innsbruck ihr Comeback feiern. - Foto: NÖSV
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FUSSBALL. Nach vier Runden liegt der NÖSV Neulengbach an der Spitze der ÖFB Frauen Bundesliga. Am Samstag muss die Wienerwaldelf nach Innsbruck.

Am Samstag gastiert der Tabellenführer beim FC Wacker Innsbruck. Die Mannschaft um Trainerin Brigitte Entacher reist bereits am Freitag nach Tirol. Nicht im Bus sitzen die erkrankten Sarah Wronski, Julia Hickelsberger sowie die verletzte Melissa Schmid. Dafür kehrt Yvonne Weilharter von der erfolgreichen ersten U17-EM-Qualifikationsrunde zurück. Auch Stefanie Kremener könnte ihr Comeback geben. „Von der Papierform her sollte die Sache klar sein, aber Innsbruck war immer ein unberechenbarer Gegner“, so Entacher. Ihr Gegenüber, Zoran Tanaskovic, kämpft noch immer mit einigen Ausfällen: „Wir können nur gewinnen und werden sicher nicht vor Ehrfurcht erstarren“, so der Trainer.

Der LUV Graz/DFC Leoben hat einen klassischen Fehlstart in die Saison hingelegt. Ein Torverhältnis von 1:20 und null Punkte weist die Tabelle momentan aus. Damit sich das gegen den amtierenden Meister SKN St. Pölten ändert, braucht es wohl ein kleines Fußballwunder. Für LUV-Trainer Thomas Rupp dürfte sich aber immerhin die zuletzt angespannte Personalsituation ein wenig entspannt haben. Zumindest die Serbin Sanda Jovanovic steht nach zwei verpassten Begegnungen wieder zur Verfügung. Auf Seiten der Favoritinnen fehlt lediglich Julia Tabotta. Ob Trainerin Liese im Hinblick auf das Champions-League-Rückspiel bei Bröndby (DEN) am kommenden Mittwoch Spielerinnen schont, ließ die Brasilianerin noch offen. Im Hinspiel unterlagen die Niederösterreicherinnen gegen die Däninen 0:2.

Für den FC Südburgenland verlief der Saisonstart nicht nach Wunsch. Nur einen Punkt erkämpfte die Mannschaft von Spieler-Trainerin Susanna Koch aus den ersten vier Spielen. Zuletzt scheiterte der Bundesligist im ÖFB Ladies Cup an Zweitliga-Team ASK Erlaa. „Ich hoffe, dass am Sonntag eine klare Leistungssteigerung erkennbar ist“, so Koch vor dem Heimspiel gegen SKV Altenmarkt. Aber auch die Niederösterreicherinnen laufen derzeit der Form hinterher, die sie zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hatte. Das Cup-Aus gegen Zweitligist Rankweil markierte den vorläufigen Höhepunkt der Altenmarkter Formschwäche. „Die Niederlage ist analysiert und abgehakt. Ich erwarte eine Reaktion“, so Trainer Andreas Radakovits. Ihm fehlen voraussichtlich Carina Melchior, Ulrike Schaupp, Louisa Kraus und Marlene Mach. Lisa Zmek kehrt in den Kader zurück.

Traditionsteams spielen um Anschluss an das Spitzenfeld

20 Meister- und 17 Cup-Titel haben Union Kleinmünchen (8x Meister, 6x Cupsieger) und USC Landhaus (12,11) in den vergangenen Jahrzehnten gewonnen. Gemeinsam mit dem NÖSV Neulengbach zählen die Klubs damit zu den erfolgreichsten Vereinen in Österreichs Frauenfußball. Am Sonntag kommt es in Linz zum direkten Aufeinandertreffen der Traditionsvereine. Die Oberösterreicherinnen könnten mit einem Sieg bis auf Rang drei vorstoßen. Die Kaderdecke ist zwar dünn, doch kehren die ÖFB-U17-Teamspielerinnen Katharina Fellhofer, Jana Scharnböck, Claudia Wenger, Linda Mittermair und Lisa Kolb sowie die lange verletzte ÖFB-U19-Teamspielerin Nina Wasserbauer zurück. Trainer Gerald Reindl erwartet einen offensiven und spielfreudigen Gegner. Die Wienerinnen strotzen nach dem 7:0 bei LUV Graz und dem 4:0 n.V. im ÖFB Ladies Cup gegen Sportklub vor Selbstvertrauen. „Die Erfolge haben Auftrieb gegeben“, so Trainer Attila Sekerlioglu. Martina Mädl ist krankheitsbedingt fraglich.

Nach der 0:6-Niederlage im Hinspiel des UEFA Women’s Champions League 1/16-Finals wartet auf den SK Sturm Graz am Sonntag das schwere Auswärtsspiel beim FC Bergheim. „Unabhängig von den Qualitäten des FC Bergheim, für uns kommt derzeit jeder Gegner zum falschen Zeitpunkt“, spielt SKS-Trainer Markus Hiden zum einen auf die dünne Personaldecke und zum anderen auf die Doppelbelastung durch die Champions League an. „Einige Spielerinnen werden in die Bresche springen müssen. Ich werde verstärkt auf die Jungen zurückgreifen“, so Hiden. Aufsteiger FC Bergheim, der nach vier Spielen mit fünf Punkten und lediglich einer Niederlage dasteht, hat einmal mehr gute Chancen, seinen starken Saisonstart zu bestätigen.

ÖFB Frauen Bundesliga, 5. Runde
Samstag, 8. Oktober
11 Uhr FC Wacker Innsbruck : NÖSV Neulengbach
16 Uhr LUV Graz/DFC Leoben : SKN St. Pölten
Sonntag, 9. Oktober
13 Uhr FC Südburgenland : SKV Altenmarkt
14 Uhr Union Kleinmünchen : USC Landhaus
14Uhr FC Bergheim : SK Sturm Graz

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