Raimund Baumschlager erlitt einen Wirbelbruch Themen:Motorsport Niki Mayr-Melnhof pilotiert den Ford Fiesta R5 bei der Rebenland Rallye zum Sieg.- Foto: Daniel Fessl Von: Heinz Harauer 17. März 2018 MOTORSPORT. Der Steirer Niki Mayr-Melnhof gewann in überlegener Manier die schwerste Rebenland-Rallye der Geschichte. Bereits zum siebenten Mal präsentierte sich der Tourismusverein Leutschach als Organisator der Rebenland Rallye, mit Start- und Ziel in der Marktgemeinde Leutschach. Dieser zweite Rallye Staatsmeisterschaftslauf war diesmal von unterschiedlichen Wetterbedingungen geprägt. Am Beginn am Freitag mit Regen, danach am Nachmittag mit Sonnenschein und am Schlusstag mit fast winterlichen, sehr rutschigen Bedingungen. Das Teilnehmerfeld mit 90 Startern aus 8 Nationen stellte einen neuen Rekord dar und wurde trotz widrigster äußerer Bedingungen von rund 10.000 Besuchern bejubelt. Ein Wermutstropfen neben dem ungemütlichen Wetter war der schwere Unfall von Raimund Baumschlager, der den Rekord-Staatsmeister in führender Position aus dem Bewerb warf. Schwierige Veraussetzungen für Piloten Schenkt man den Aussagen der Piloten Glauben, dann war die diesjährige siebente Auflage der Internationalen Rebenland-Rallye die schwierigste in ihrer noch so jungen Geschichte. Schlamm, Schmutz und eisige Passagen am ersten Tag, intensiver Regen, Schnee und schlechte Sicht am zweiten Tag verlangten den Protagonisten wahrlich alles an Können und Konzentration ab. Von Beginn an zeigte der regierende Staatsmeister Raimund Baumschlager, warum er sich im Rebenland so wohl fühlt, dass er diesen Lauf bereits fünf Mal für sich entscheiden konnte. Der Oberösterreicher im Skoda Fabia R5 gab das Tempo eindrucksvoll vor, und die eine Überraschung war, dass einzig Niki Mayr-Melnhof im Ford Fiesta R5 die Jagd mitgehen konnte. Die andere Verwunderung war jene, dass Mitfavorit Gerwald Grössing leicht hinterher hinkte, weil er sich u. a. von Anfang an mit Problemen an seinem Ford Fiesta WRC konfrontiert sah. So bedurfte es am Ende noch eines Hasardier-Akts, um hinter dem späteren überlegenen Sieger Mayr-Melnhof und dem Zweiten Jan Cerny aus Tschechien (Ford Fiesta R5) den dritten Platz um eine einzige Sekunde vor dem Ungarn Andras Hadik ins Ziel zu retten. Der „Abflug“ und die daraus resultierende Verletzung von Raimund Baumschlager auf der sechsten Sonderprüfung des ersten Tages war der negative Höhepunkt des ersten Tages. Der österreichische Rekordchampion trug dabei einen Bruch des ersten Lendenwirbels davon und wure ins Krankenaus eingeliefert. An die unzähligen Genesungswünsche an Raimund Baumschlager darf sich hiermit auch das Veranstalterteam inkl. Rallyeleitung anschließen. Als Gesamtsechster konnte sich der zweite Ford-Focus-WRC-Pilot Gerhard Aigner in der Gesamtwertung klassieren. Der Oberösterreicher war als Meisterschaftszweiter ins Rebenland gekommen. Mit Johanes Keferböck feierte ein anderer Oberösterreicher seine Rebenland-Premiere. Er konnte mit dem Ford Fiesta R5, nachdem er ja den Saisonauftakt in Freistadt gewonnen hatte, seine Meisterschaftsführung verteidigen. Dazu genügte ihm ein zwölfter Gesamtplatz. In der 2WD-Wertung holte der Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) den Sieg. Er gewann 27 Sekunden vor dem Niederösterreicher Luca Waldherr im Opel Adam R2. Willi Stengg (ebenfalls Opel Adam R2) holte bei seiner ersten Rallye nach drei Jahren Platz drei. Auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft heißt der der Sieger ebenfalls Kristof Klausz vor Luca Waldherr und Christoph Lieb. In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft feierte Gert Göberndorfer (Opel Ascona B) einen Kantersieg. Günther Königseder (Lancia Delta Integrale) gewann im Historischen Rallye Cup. Im Österreichischen Rallye Cup der AMF gab es durch Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII) und Günther Knobloch (Subaru WRX) einen rotweißroten Doppelerfolg. Der Sieger im Rallye Cup 2000 hieß Tomas Hrvatin (Renault Clio) aus Kroatien. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Österreicher Matthias Haas (BMW) und Michael Röck (Ford Fiesta ST). Den Auftakt zum Opel Fior Rallye Cup gewann Christoph Lieb vor Manuel Pfeifer. Im M1 Rallye Masters gewann Vorjahrs-Champion Günther Knobloch vor Michael RöcK: Im Mitropa Rallye Cup gab es einen deutschen Dreifachsieg. Hermann Gaßner jr. gwann vor Hermann Gassner sen. (beide Mitsubishi Evo X) und Manuel Kößler (Subaru Impreza). Der Sieg im Miropa Rallye Cup Historic ging an den Schweizer Burghart Brink (Lancia Delta Integrale). 7. Int. Rebenland-Rallye, Endstand nach 16 Sonderprüfungen: 1. Niki Mayr-Melnhof/Leop. Welsersheimb A/A Ford Fiesta R5 1:57:55,2 Std 2. Jan Cerny/Petr Cernohorsky CZ/CZ Ford Fiesta R5 +2:52,1 Min 3. Gerwald Grössing/Bernhard Ettel A/A Ford Fiesta WRC +3:22,4 Min 4. Andras Hadik/Igor Bacigal H/H Ford Fiesta R5 +3:23,4 Min 5. Vlastimil Majercak/Pavol Kusnier SK/SK Ford Fiesta R5 +5:28,8 Min 6. Gerhard Aigner/Marco Hübler A/A Ford Fiesta WRC +5:43,0 Min 7. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo VII +5:47,8 Min 8. Gerald Rigler/Martin Roßgatterer A/A Ford Fiesta R5 +6:36,1 Min 9. Hermann Gaßner jr./Ursula Mayrhofer D/A Mitsubishi Evo X +6:48,9 Min 10. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser D/D Mitsubishi Evo X +7:22,7 Min 11. Manuel Kößler/Marcus Poschner D/D Subaru Impreza +10:19,5 Min 12. Johannes Keferböck/H. Gründlinger A/A Ford Fiesta R5 +11:04,8 Min 13. Pal Lovasz/Tamas Kürti H/H Hyundai i20 R5 +11:56,8 Min 14. Günther Knobloch/Jürgen Rausch A/A Subaru WRX S +12:10,1 Min 15. Laszlo Bodolai/Laszlo Popovics H/H Ford Fiesta R5 +12:46,3 Min Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4