Sekunden-Krimi bei der Waldviertel Rallye

Am ersten Tag der Waldviertel Rallye stark unterwegs: Christian Schuberth-Mrlik. - Foto: Daniel Fessl
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MOTORSPORT. Nach dem ersten Tag der Rallye Waldviertel liegt Jan Cerny um nur eine Sekunde vor Christian Schuberth-Mrlik.

Der ehemalige 2WD-Europameister Jan Cerny (Tschechien/Skoda Fabia R5) geht mit dem Minimalvorsprung von einer Sekunde auf Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik in den entscheidenden Samstag, an dem noch acht Sonderprüfungen unter unglaublich schwierigen, weil regnerischen Bedingungen auf die Piloten warten. In St. Pölten musste die dritte Sonderprüfung abgesagt werden. Das Vorausauto überschlug sich und musste geborgen werden. Dieser Vorgang dauerte so lange, dass die maximale Stehzeit für eine Sonderprüfung überschritten wurde.

So landete der Führende Cerny auf der zwei Mal zu befahrenden Super Stage im VAZ St. Pölten genauso oft Bestzeit, während Schuberth-Mrlik seinen Skoda Fabia R5 auf der ersten Tagesprüfung St. Pölten I am schnellsten durch den Morast jagte. Mit dem Ungarn David Botka (Citroen DS3 R5) liegt ebenfalls ein 2WD-Europameister, nämlich der aktuelle, auf dem dritten Platz. Vorsichtiger ging es Raimund Baumschlager an. Der siebenfache Waldviertel-Rallye-Sieger spielte seine Routine geschickt aus, hielt sich trotzdem nicht zu sehr zurück. „Die Rallye entscheidet sich sowieso erst morgen“, spricht der Rekordstaatsmeister aus Erfahrung. Da sind elf Sekunden Rückstand auf den Führenden Tschechen praktisch nichts. Dasselbe gilt freilich auch für den stark fahrenden Steirer Niki Mayr-Melnhof, der seinen Ford Fiesta R5 nur drei Zehntelsekunden hinter Baumschlager auf Rang vier zwischenparkt.

Spannendes Finale in der 2WD-Wertung

In der 2WD-Wertung, in der die Staatsmeisterschaftsentscheidung noch offen ist, führt nach dem ersten Tag mit Filip Mares (Peugeot 208). Von den beiden Titelkandidaten liegt der Steirer Daniel Wollinger (Renault Clio) 4,2 Sekunden vor Simon Wagner (Citroen DS3) aus Oberösterreich. Mares führt auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft, die jedoch bereits vor der Rallye zugunsten von Simon Wagner entschieden war. In der Waldviertel-Zwischenwertung liegt momentan Julian Wagner (Opel Adam) an zweiter und der Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208) an dritter Stelle.

In der Staatsmeisterschaft der Historischen Fahrzeuge führt Johannes Huber (Porsche 911) relativ klar  mit 31 Sekunden vor Willi Rabl (ebenfalls Porsche 911). Im Rallye-Cup der OSK führt in der Division C1 der Ungar Attila Rongits (Mitsubishi Evo IX). Die besten Österreicher sind hier Michael Böhm als Dritter vor Seppi Stigler (beide ebenfalls Mitsubishi Evo IX). Die Division C2 führt Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII) an: In der Division C3 heißt der Spitzenreiter Horst Stürmer (Audi Coupe quattro). Der alleinige Führende in der Division C4 ist Christoph Zellhofer (Suzuki Swift).

Im Finale  der FIA European Rally Trophy (ERT) liegt Rashid Alketbi (Ford Fiesta R5) aus den Arabischen Emiraten voran. In der ERT2-Trophy führt der für Kroatien startende Ungar Krisztian Hideg (Mitsubishi Evo IX). In der ERT3-Trophy heißt der Führende Filip Mares (Tch/Peugeot 208), der auch bei den Junioren vorne liegt. Hier ist sein Verfolger der Ire Marty Gallagher (Peugeot 208).

Die Rallye Waldviertel wird am Samstag mit weiteren acht Prüfungen fortgesetzt und endet um ca. 18 Uhr vor dem Schloss Grafenegg.

Zwischenstand nach dem ersten Tag (4 von 12 Sonderprüfungen):

1. Jan Cerny/Petr Cernohorsky        TCH/TCH    Skoda Fabia R5    12:35,7 Min
2. Christian Schuberth-Mrlik/Jasmin Noll    AUT/D        Skoda Fabia R5        +1,0 Sek
3. David Botka/Peter Szeles            UNG/UNG    Citroen DS3 R5            +4,1 Sek
4. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner    AUT/AUT    Skoda Fabia R5      +11,0 Sek
5. Niki Mayr-Melnhof/Leopold Welsersheimb    AUT/AUT    Ford Fiesta R5          +11,3 Sek

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