Sieg vom SKN St Pölten in der Nachspielzeit verschenkt

Zwei Tore von Kapitän Lukas Thürauer waren in Graz zu wenig. - Foto: Lackinger
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FUSSBALL. Verpatzter Saisonauftakt des SKN St. Pölten in Graz: Erst in der Nachspielzeit wurde das Spiel 2:3 verloren.

Sturm Graz – SKN St. Pölten 3:2  (1:2 ). – SKN: Riegler; Ingolitsch, Huber, Diallo, Stec; Schütz (79. Parker), Thürauer, Martic, Luxbacher (67. Grabovac); Doumbouya (62. Ambichl), Riski.  – Tore: Zulechner (16.), Hierländer (60.), Zulj (90.+2./Elfmeter); Thürauer (2., 12.).  – Gelb: Hierländer (Kritik); Stec (Foul), Diallo (Foul). -Eigentlich war es für den SKN St. Pölten in der steirischen Landesmetropole ein auftakt nach Maß: Bereits in der zweiten Minute traf Kapitän Lukas Thürauer nach einem Eckball per Kopf zum 1:0. Und zehn Minuten später schnürte er sogar den Doppelpack: Seinen Weitschuss fälschte James Jeggo unhaltbar für Keeper Siebenhandl zum 2:0 ab.

Eine Partie, die schon gelaufen sein, wurde jedoch verbockt: Weil sich die Grazer in der Folge – auch mit Hilfe des SKN – sofort wieder in die Partie zurück kamen. Und mit dem Treffer zum 2:1 durch Philipp Zulechner in Minute 16 die Aufholjagd eröffnete.  In Minute 29 hatte David Stec das 3:1 vor den Beinen: Er suchte  jedoch nicht den Abschluss, sondern legte im Strafraum noch einmal quer. Auf der Gegenseite prüfte eine Minute später Thortsen Röcher Riegler. St. Pöltens Bollwerk  war dann auch bei einem Alar-Kopfball zur Stelle. Deshalb gingen die Fallmann-Schützlinge auch mit einer 2:1-Führung in die Pause.

Druck der Grazer wurde nach der Pause größer

Nach Wiederanpfiff hatte Lonsana Doumbouyas in Minute 51 den Matchball auf dem Kopf, doch er scheiterte an Sturm-Goalie Siebehandl. Als dann eine Minute später auch noch ein Schütz-Weitschuss an die Stange knallte, wurden die Grazer wieder richtig munter. Sie drängten gegen immer tiefer stehende Wölfe vehement auf den Ausgleich, der in Minute 60 auch gelang. David Stec verlor im eigenen Strafraum den Ball und Stefan Hierländer bestrafte die Unachtsamkeit eiskalt, knallte das Leder zum 2:2 in die Maschen. Was dann folgte, war eine heroische Abwehrschlacht der Fallmann-Elf, die letztendlich allerdings unbelohnt blieb: Als nämlich niemand mehr damit rechnete, kam der Auftritt vom eingewechselten Sturm-Youngster Romano Schmid. Der 17-jährige „Joker“ suchte in der Nachspielzeit im Zweikampf gegen Babacar Diallo regelrecht den Elfmeterpfiff … und Schiedsrichter Jäger tat ihm und Sturm Graz den Gefallen.  Peter Zulj verwertete dann mit einem scharfen Schuss in die Tormitte eiskalt – 3:2 für die Grazer.

„Wenn man 2:0 führt, die Mannschaft eigentlich hervorragend den Matchplan umsetzt, die Möglichkeit hat, noch ein drittes oder viertes Tor zu erzielen und dann mit der letzten Aktion im Spiel das Tor zur Niederlage bekommt, ist es sehr, sehr bitter“, war Trainer Jochen Fallmann nach dem Schlusspfiff ziemlich sauer. Aber es gab auch Lob für seine Schützlinge: „Meine Mannschaft hat heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht.. Es waren heute zwei ebenbürtige Mannschaften mit verschiedenen Spielstilen auf dem Spielfeld. Ich glaube, heute hat sich keiner eine Niederlage verdient. Ein Remis wäre gerecht gewesen.“

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