SKN-Frauen forderten Champions League-Girls

Im neuen - roten - Outfit hielten sich SKN-Frauen gegen Wolfsburg ausgezeichneten. - Foto: SKN Frauen
Share Button

FUSSBALL. Gegen den zweifachen UEFA Women´s Champions League-Sieger VfL Wolfsburg schlug sich Österreichs Frauenmeister ausgezeichnet.

SKN St. Pölten Frauen – VfL Wolfsburg Frauen 3:4 (2:3). – SKN: Kresche; Tabotta (51. Mahr), Biroova (53. Georgieva), Babicky (53. Hamidovic/75. Biroova), Pöltl, Eder (65. Krumböck), Prohaska, Zver (53. Wasser), Dunst (56.Pinther), Vago (71. Kurz), Rafinha. – Tore: Eder (34.), Rafinha (35.); Eigentor VfL (79.). – Eine knappe 3:4-Niederlage gab es im finalen Test der Sommervorbereitung für den SKN Frauen gegen die europäische Top-Mannschaft VfL Wolfsburg. Die Niedersächsinnen gingen alsbald mit 3:0 in Front, zwei schnelle Tore brachten österreichischen Meister jedoch nochmals heran. Nach vielen Wechseln waren die zweiten 45 Minuten ausgeglichener, dennoch verlor man am Ende die Partie. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt“, meinte Liese Brancao nach der Begegnung.

Im finalen Test dieser Sommervorbereitung wartete auf das Wolfsrudel des SKN mit dem VfL Wolfsburg der wohl stärkste Gegner. Die Elf von Ralf Kellermann ist nicht nur zweifacher Fußballmeister in Deutschland, sondern gewann auch ebenso oft die UEFA Women´s Champions League. Auch im Vorjahr war das Team aus Niedersachsen drauf und dran die Königsklasse zu gewinnen, verlor allerdings im Elfmeterschießen gegen Lyon (FRA). Dementsprechend engagiert begann man auch beim freundschaftlichen Test in Kössen. Bereits in Minute zwei kam der VfL erstmals gefährlich vor das Tor von Kresche, die eine Chance von Bachmann zur Ecke abwehren konnte. Wenig später erkämpfte sich Neuzugang Rafinha einen Ball und spielte einen Doppelpass mit Vago, allerdings pfiff der Schiedsrichter die gute Aktion aufgrund einer Abseitsstellung ab. Im Gegenzug zog VfL-Stürmerin Caroline Hansen aus spitzem Winkel ab und stellte auf 1:0 für die Wolfsburgerinnen. Die Elf von Liese Brancao spielte an diesem heißen Sommertag frech mit, blieben allerdings ohne Torerfolg. Dieser gelang kurz drauf der Ungarin Jakabfi nach einem schnellen Gegenstoß, bei dem sie sogar Torfrau Kresche ausspielte und locker einschob. Besonders die schnellen Gegenstöße schmeckten beiden Abwehrreihen nicht und ermöglichten immer wieder gute Möglichkeiten.

Die erste gute Chance auf Seiten der SKN-Wölfinnen hatte Jasmin Eder nach einem Lochpass. Ihr Schuss geriet allerdings zu schwach und wurde von Schlussfrau Merle Frohms locker gefangen. Auch bei ihrem zweiten Treffer des Tages umspielte Zsanett Jakabfi Torfrau Isabella Kresche und stellte nach 24 Minuten auf 3:0. Wie auch gegen Sparta Prag wäre normalerweise solch eine Partie entschieden, doch Jasmin Eder und Co. zeigten Teamgeist und kamen durch zwei schnelle Tore nach einer halben Stunde nochmals auf 2:3 heran. Den ersten Treffer machte die Kapitänin höchstpersönlich mit einem direkt verwandelten Freistoß, 60 Sekunden später zeigte Rafinha ihr Können und netzte ein. Glück hatte ihr Team auch kurz vor der Pause, als ein Distanzschuss Torfrau Kresche aus der Hand glitt, sie machte ihren Fehler allerdings wett und entschärfte auf der Linie die heikle Situation.

Kein Glück in der Schlussphase

Doppeltorschützin Zsanett Jakabfi nahm nach der Pause auf der Bank Platz, auch beim SKN kam es nach der Pause zu einigen Wechseln. So kamen unter anderem Laura Krumböck, Viktoria Pinther und auch Adina Hamidovic in die Partie, bei der in der Anfangsphase der zweiten 45 Minuten wenig passierte. Nach einer Stunde weckte die zuvor für Torschützin Caroline Hansen eingewechselte Agata Tarczynska mit ihrem Tor das Spiel aus einem kurzen Durchhänger – 2:4 für den VfL Wolfsburg. Vor der Schlussviertelstunde spielte Rafinha im gegnerischen Strafraum einen Stanglpass auf Sturmkollegin Pinther, diese kam jedoch nicht an den Ball. Ein Eigentor des VfL in Minute 79 brachte die St. Pöltnerinnen auf 3:4 auf die Führenden heran. In der Schlussphase warf man den St. Pöltnerinnen alles nach vorne, Treffer sollte jedoch keiner mehr gelingen.

Mit dem 3:4 setzte es für die Wölfinnen aus Niederösterreich die dritte Niederlage in der abgelaufenen Sommervorbereitung, dennoch zeigte sich Liese Brancao insgesamt zufrieden. „Die Vorbereitung lief gut, wir haben gezeigt, dass wir uns international nicht verstecken müssen. Heute war unser Spiel mit dem Ball gut, allerdings merkte man in einigen Situationen die Klasse von Wolfsburg“, so das Kurzresümee der Sportlichen Leiterin der SKN Frauen. Samstag beginnt für das Wölfinnenrudel der St. Pöltnerinnen wieder der Ligaalltag mit dem Auswärtsspiel gegen Sturm Graz, die in der letzten Saison dem SKN den einzigen Punktverlust des Spieljahres zufügte. Trotz einiger Abgänge darf man auch in diesem Jahr die Elf von Trainer Markus Hiden nicht unterschätzen. Zudem starten die Grazerinnen heuer auch erstmals in der Champions League, eine weitere Motivationsspritze bei Sturm.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*