SKN-Frauen überwintern wieder als Winterkönig

Trägt die administrative Hauptlast bei Neulengbach: Sektionsleiter Alexander Achterberg. - Foto: NÖSV
Share Button

FUSSBALL. SKN-Frauen wieder souverän, NÖSV Neulengbach holte sich vor Sturm Graz den zweiten Platz in der Herbstmeisterschaft.

FC Bergheim – SKN St. Pölten Frauen 0:6 (0:1). – SKN: Isabella Kresche; Gina Babicky, Fanni Vago, Nadine Prohaska, Viktoria Pinther (54. Rafaela De Miranda Travalao), Alexandra Biroova, Carina Mahr, Mateja Zver, Adina Hamidovic (72.Min. Evelin Kurz), Jasmin Eder, Laura Krumböck (54.  Barbara Dunst). – Tore: Viktoria Pinther (13.), Jasmin Eder (52., 78.), Mateja Zver (58., 75.), Fanni Vago (66.). – Die Gäste aus Niederösterreich trafen erstmals auf die Salzburgerinnen, dementsprechend angespannt war man auf das erste Aufeinandertreffen beider Teams. Doch mit Spielbeginn sahen die Zuschauer ein gewohntes Bild: Die Wölfinnen nahmen das Heft in die Hand und drückten auf das Tor von Angelina Rieger. Bergheim versuchte hinten dicht zu machen und mit schnellen Kontern die Gegnerinnen unter Druck zu setzen. Sämtliche Pläne der Gastgeberinnen, die durch den Dauerdruck des SKN kaum aus der eigenen Hälfte kamen, wurden allerdings bereits nach 13 Minuten über den Haufen geworfen. Viktoria Pinther fasste sich ein Herz und zog aus etwa 25 Metern ab – 1:0. Die St. Pöltnerinnen legten nach und wollten früh die Entscheidung, einen weiten Ball auf Mateja Zver fing jedoch Bergheim-Schlussfrau Rieger vor der Slowenin ab und klärte die Situation.

Nach einer knappen Stunde musste auch SKN-Torfrau Isabella Kresche erstmals eingreifen, ihr Arbeitstag gestaltete sich jedoch weitgehend ruhig. Die letzte gefährliche Aktion der ersten Halbzeit verzeichnete Fanni Vago, ihr Schuss streifte allerdings hauchdünn über die Latte.

Jasmin Eder beendete nach 51 Minuten, mit einem Tor aus einem Drehschuss, alle Träume der Salzburgerinnen auf einen erneuten Punktgewinn – 2:0. Die Entscheidung brachte slowenischen Teamkapitänin Mateja Zver mit ihrem siebenten Saisontreffer. Die Gastgeberinnen agierten ähnlich wie im ersten Durchgang: Die Elf von Trainer Bauer versuchte mitzuspielen, kam aber zu keiner wirklich zwingenden Chance. Der SKN machte weiter und erhöhte nach 65 Minuten durch Fanni Vago: Sie bekam den Ball von Teamkollegin Zver optimal serviert. Zu Beginn der Schlussviertelstunde versemmelte die Slowenin eine gute Möglichkeit, bereits im nächsten Spielzug machte sie diesen Schnitzer wieder gut und bezwang Angelina Rieger – 5:0. Wenig später rettete die Stange Bergheim vor einem weiteren Gegentor, im Nachsetzen klingelte es erneut im Kasten der Salzburger Schlussfrau – Jasmin Eder machte den Sack zu und netzte schlussendlich zum 6:0-Endstand ein.

NÖSV Neulengbach überwintert auf Platz zwei

NÖSV Neulengbach – USC Landhaus 0:0. –  NÖSV: Melissa Abiral; Sarah Wronski, Nicola Sauer (48. Julia Hickelsberger), Katharina Aufhauser, Yvonne Weilharter; Anna Egretzberger (86. Stefanie Kremener), Maria Gstöttner (46. Schwarzlmüller), Jennifer Klein, Besijana Pireci; Sandrine Sobotka, Laura Wienroither. In der letzten Herbstrunde kam es zum Aufeinandertreffen der Rekordmeister im Frauenfußball. Zu Beginn der Frauenmeisterschaft holten sich die Wienerinnen zwölf Meistertitel, danach kam die große Zeit des NÖSV Neulengbach, der bisherher ebenfalls ein Dutzend Meisterpokale in der Vitrine stehen haben. Inzwischen wurden die beiden Klubs von den SKN St. Pölten Frauen, die nach als FSK Spratzern alle ihre Titel unter Trainer Hannes Spilka errang, abgelöst.

In der letzten Herbstrunde kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Teams. In der aktuellen Statistik sind die Wienerinnen vier Spielen ungeschlagen und konnten davon drei gewinnen. Die Wienerwaldelf wiederum geht nach einem 2:2 auswärts im Spitzenduell gegen Sturm Graz mit einer breiten Brust in dieses Spiel. Die Heimmannschaft wiederum hofft, nicht nur dieses Spiel zu gewinnen, sondern auf den zweiten Platz hinter den St. Pöltnerinnen die Herbstsaison zu beenden. Dafür war aber auch entscheidend, wie die Steirerinnen in Altenmarkt spielen, die punktegleich mit Neulengbach, aber eine um einen Treffer schlechtere Tordifferenz aufzuweisen haben.

Das Heimspiel im Wienerwaldstadion verlief vorerst ganz nach dem Geschmack von Trainerin Brigitte Entacher. Wie auf einer schiefen Ebene verlief dieses Duell der ehemaligen Meistermannschaften. NÖSV Neulengbach setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest, beherrschte klar das Spielgeschehen. Was zu einem gelungen Herbstabschluss fehlte, waren „nur“ Tore. Denn Chancen wurden genug herausgespielt. Jennifer Kleins „Hammer“ traf nur die Querlatte.(18.), die Landhaus-Keeperin verhinderte die Führung des NÖSV (23.). Nach der Pause traf Klein widerum nur Holz (51.), auch Laura Wienroither die längst fällige Führung (74.). Eine Minute später scheiterte auch die eingewechselte Julia Hickelsberger an der überragenden Landhaus-Torfrau.

Auch wen Neulengbachs Trainerin einen höchst verdienten Sieg nachtrauerte: Ihre Mannschaft verteidigte den zweiten Tabellenplatz, der für viele vor dem Meisterschaftsstart unrealistisch war. Schon das alleine zeigte, dass die Funktionäre um Sektionsleiter Alexander Achterberg nach der Übertrittszeit seriös an ihre schwierige Aufgabe herangingen und –  gemeinsam mit der Trainerin – eine tolle Ausgangsposition für die Frühjahrsmeisterschaft schufen.

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*