SKN-Frauen wollen Tabellenführung zurück

SKN St. Pöltens sportliche Leiterin Liese Brancao warnt vor unberechenbaren Burgenländerinnen. - Foto: SKN Fraun
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FUSSBALL. In der vierten Rundes der Frauen Bundesliga könnten bereits die ersten Weichen gestellt werden.


An der Spitze der ÖFB Frauen Bundesliga gab es zuletzt einen Wechsel. Der USC Landhaus übernahm die Tabellenführung vom SKN St. Pölten aufgrund der besseren Tordifferenz. Die „Wölfinnen“ wollen die Führung am Sonntag zurückerobern, haben aber mit Überraschungsteam FC Südburgenland (3.) einen schweren Gegner vor sich. Landhaus hat es auch nicht leichter und gastiert im zweiten Spitzenspiel der vierten Runde beim SK Sturm Graz (4.).

Der FC Südburgenland (3.) bleibt das Überraschungsteam der noch jungen Saison. Die Burgenländerinnen, die in der gesamten Vorsaison nur elf Tore erzielten und acht Punkte einfuhren, halten nach drei Runden bereits bei sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:4. Trainer Michael Erhart hat nach seiner Ankunft im Sommer offensichtlich an den richtigen Stellschrauben gedreht. Vor dem Spiel bei Champions-League-Teilnehmer SKN St. Pölten (2.) bleibt er aber realistisch: „Wir müssen schon einen perfekten Tag erwischen und der SKN einen besonders schlechten.“ Je länger es 0:0 stehe, desto größer seien die Hoffnungen auf eine Sensation, betont Erhart. Liese Brancao, sportliche Leiterin beim SKN, ist dennoch gewarnt – vor allem vor Südburgenland-Neuzugang Zoé Magyarics. „Wir kennen sie sehr gut. Eine sehr schnelle Spielerin“, so die Brasilianerin. Mit einem Sieg könnte der SKN den Platz an der Tabellenspitze zurückerobern.

 Neulengbach empfängt Schlusslicht LUV Graz

Der ersten Runden liefen für LUV Graz alles andere als optimal. Die Steirerinnen stehen vor dem Auswärtsspiel beim SV mantlik kainz Neulengbach (7.) punktelos am Tabellenende. „Der Druck wird größer, wir müssen endlich punkten“, weiß Trainer Thomas Rupp und betont: „Wir machen zu wenig aus unseren Chancen. Aber es ist keine Frage der Qualität, sondern eine des Kopfes.“ Die Gastgeberinnen aus Neulengbach stehen in der Tabelle mit bislang einem Zähler nur bedingt besser da. „Auch bei uns ist ein gewisser Druck da, aber wenn wir so auftreten wie zuletzt gegen Landhaus, dann werden wir punkten“, ist Neulengbach-Trainer Mario Graf überzeugt. Beim 4:0 in Wien fehlten seinem Team trotz ansprechender Leistung Kaltschnäuzigkeit und Spielglück. Für das Spiel gegen LUV ist bislang nur das Fehlen von Chanel Strasser (Sperre) und Julia Hickelsberger fix.

Nach zwei spielfreien Wochen zu Saisonbeginn tat sich Union Kleinmünchen (6.) in der Vorwoche im ersten Liga-Einsatz 2017/2018 wie erwartet schwer. Nach dem 2:2 gegen FFC Vorderland wartet auf die Mannschaft von Coach Gerald Reindl aber schon die nächste „harte Nuss“. Die Oberösterreicherinnen treten samstags beim SKV Altenmarkt (5.) an. „Die letzten Ergebnisse waren immer knapp und so wird es wohl auch dieses Mal sein“, vermutet Sektionsleiterin Andrea Binder. Man wolle spielerisch „besser und ruhiger agieren“ als gegen die Vorarlbergerinnen, so die Funktionärin, die auf Viktoria Strasser verzichten muss. Der Einsatz von Teresa Knauseder ist offen. Altenmarkt ist trotz des mäßigen Saisonstarts der Kleinmünchnerinnen gewarnt. Trainer Kurt Hoffer: „Sie bringen alleine durch ihre ÖFB-U17-Nationalspielerinnen viel Qualität mit. Aber wir haben mehr Routine.“ Und das auch ohne die verletzte Eva Kolenova und mit insgesamt dünner Personaldecke, so Hoffer.

Der FFC Vorderland (9.) ist in der ÖFB Frauen Bundesliga angekommen. Am Sonntag holte der Aufsteiger in Kleinmünchen (2:2) den ersten Punkt im Oberhaus. Nun soll es im „Westderby“ gegen FC Bergheim (8.) auch mit dem ersten Sieg klappen. „Drei Punkte sind angepeilt“, gibt sich Trainer Bernhard Summer selbstbewusst. Aber der Gegner sei schwer einzuschätzen, meint der Coach. Vor allem nach dem verpatzten Saisonstart. Bergheim hält nach drei Spielen bei lediglich einem Punkt – „sehr enttäuschend“, nimmt sich Trainer Sepp Bauer kein Blatt vor den Mund: „Wir sind bisher hinter unseren Erwartungen geblieben.“ Bauer nimmt sein Team nun in die Pflicht. „Wir müssen punkten, egal wie“, so der Coach.

Sowohl der Vorjahreszweite SK Sturm Graz (4.) als auch USC Landhaus (1.), Kooperationsklub des FK Austria, meldeten vor der Saison Ansprüche auf die Rolle als erster St. Pölten-Verfolger an. Das direkte Duell der beiden noch ungeschlagenen Teams markiert auch das Spitzenspiel der vierten Runde. Die Wienerinnen reisen aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber SKN St. Pölten sogar als Tabellenführer nach Messendorf. Fehlen wird Sturmspitze Jelena Prvulovic, die sich beim jüngsten 4:0 gegen Neulengbach einen Kreuzbandriss zuzog. „Das ist bitter und tut uns sehr weh“, erklärt Trainer Andreas Radakovits. Gegner Sturm Graz sieht er sein Team „auf Augenhöhe“. Es komme sehr stark auf die Tagesform an. „Mit einem Sieg wären wir der alleinige Top-Anwärter auf Rang zwei“, so Radakovits. Sturm-Coach Mario Lang spricht von einem „wichtigen Spiel“, für das sich sein Team viel vorgenommen hat: „Wir wollen im ersten Heimspiel zeigen, was wir können und das Heft in die Hand nehmen.“

ÖFB Frauen Bundesliga, 4. Runde

Samstag, 9. September
13 Uhr: SKV Altenmarkt : Union Kleinmünchen
14 Uhr: FFC Vorderland : FC Bergheim
14 Uhr: SK Sturm Graz : USC Landhaus
17 Uhr: SV mantlik kainz Neulengbach : LUV Graz

Sonntag, 10. September
16 Uhr SKN St. Pölten : FC Südburgenland

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