St. Pöltens Bundesligaplatz ist noch nicht sicher

General Manager Andreas Blumauer mit den beiden SKN-Neulinge. - Foto: SKN
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FUSSBALL. David Atanga soll unberechtigt für den SKN eingesetzt worden sein. SC Wiener Neustadt legte Protest ein.

Grund dafür ist der Einsatz von St. Pölten-Spieler David Atanga, der in dieser Saison zuvor bereits für Liefering und Salzburg im Einsatz war. Laut FIFA-Regulativ dürfen Spieler zwar bei drei Vereinen registriert sein, aber nur für zwei auflaufen. Darauf beruft sich der Klub aus dem Süden Niederösterreichs.

Zwar einigte sich die Bundesliga auf die Kooperationsspieler-Relegung, die es möglich macht, für mehr als zwei Klubs pro Saison zu spielen, im Fall einer Klage könnte aber die FIFA-Regel zum Tragen kommen.

„Es gibt in Österreich seit den 90ern diese Regelung für Kooperationsspieler, also länger als die FIFA-Beschränkung. Sie hat aus Sicht der Liga und der Vereine immer Sinn gemacht, um jungen Spielern mehr Einsatzmöglichkeiten zu bieten“, so Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer. „Ein Wechsel als Kooperationsspieler wurde nie als Transfer gewertet. Das wurde von den Klubs so gewünscht. Als Bundesliga haben wir aber auch darauf hingewiesen, dass so ein Fall aus FIFA-Sicht anders beurteilt werden könnte.

Wochenlanger Instanzenweg zu befürchten

Wird dem Protest stattgegeben, würde das Rückspiel wohl mit 0:3 strafverifiziert. Damit hätte Wr. Neustadt das Relegationsduell mit einem Gesamtscore von 3:2 gewonnen und würde in die Bundesliga aufsteigen, St. Pölten müsste in die neue 2. Liga. Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidungsfindung Wochen benötigt. Zunächst entscheidet der Senat 1 der Bundesliga, in zweiter Instanz das Protestkomitee. Die letzte Instanz ist wie bei der Lizenz das Ständig Neutrale Schiedsgericht.

St. Pölten zeigt sich vom Protest „völlig überrascht“. „Dies, zumal der Klub (Wr. Neustadt, Anm.) in diesem Frühjahr ja selbst von den Regeln der Bundesliga profitiert hat, die es zulassen, dass ein Spieler in Österreich in einer Saison auch bei drei Vereinen zum Einsatz kommt. Jetzt genau das ins Spiel zu bringen, verwundert doch ziemlich. Noch dazu wurde den Wiener Neustädtern die Lizenz nur erteilt, weil wir uns sehr kooperativ gezeigt und ihnen für die Wintermonate die NV Arena als Ausweichstadion zur Verfügung gestellt haben. Wir sind der Überzeugung, rechtens gehandelt zu haben und deshalb unser sportlich erreichter Klassenerhalt bestätigt wird“, sagt St. Pöltens General Manager Andreas Blumauer.

Gartler und Puchegger verstärken die Wölfe

Schon einen Tag nach dem  Relegations-Heimspiel können zwei fixe Neuzugänge beim Wolfsrudel vermeldet werden: Rene Gartler und Patrick Puchegger verstärken in der kommenden Saison das Team der Wölfe und erhalten jeweils ligaunabhängige Zwei-Jahres-Verträge.

Der 32-jährige Gartler spielte seit Sommer 2015 beim LASK und erhielt dort keinen neuen Vertrag. Der 1,84 m große Mittelstürmer wurde bereits einmal von Jänner bis Juni 2006 von Rapid nach St.Pölten verliehen. Groß geworden ist Gartler beim SK Rapid, danach spielte er nicht nur beim Rekordmeister, sondern auch beim SV Kapfenberg, dem FC Lustenau, der SV Ried, dem SV Sandhausen und zuletzt beim LASK.

Mit Patrick Puchegger kehrt zudem ein Niederösterreicher zu den Wölfen und damit zum Beginn seiner Fußballerkarriere zurück. Der 23-jährige Linksverteidiger spielte zuletzt bei Cupsieger SK Sturm Graz, davor bei Bayern München II. Der gebürtige Melker stammt aus der Nachwuchsriege der Akademie St. Pölten.

General Manager Andreas Blumauer zeigt sich jedenfalls mit den ersten beiden Neuzugängen dieser Transferperiode zufrieden: „Wir brauchen reife Führungsspieler in der Mannschaft und da zählt ein Rene Gartler zweifellos dazu. Er ist ein Vorzeigeprofi, der unserer Mannschaft mit Sicherheit weiterhelfen kann. Mit Patrick Puchegger ist es uns gelungen, eine top Verstärkung für unsere Abwehr zu gewinnen – und es ist schön, dass ein Niederösterreicher wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt.“

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