Waldviertel Rallye: Sieg für Baumschlager Themen:Motorsport Kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht: Sieger Raimund Baumschlager. - Foto: Harald Illmer Von: Heinz Harauer 19. November 2016 MOTORSPORT. Raimund Baumschlager gewann seine achte Rallye Waldviertel vor Lokalmatador Christian Schuberth-Mrlik. Die 36. Rallye Waldviertel, die an diesem Wochenende als Finallauf zur FIA European Rally Trophy und zur Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft mit den Schwerpunkten St. Pölten, dem Waldviertel und Schloss Grafenegg ausgetragen wurde, gestaltete sich wieder zu einem echten Rallyefest und lockte rund 35.000 Besucher an.. Die Idee, die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten neuerlich zum Startort mit vier Sonderprüfungen in unmittelbarer Nähe am Beginn der Rallye zu machen, hat sich bestens bewährt, wie Organisationsleiter Helmut Schöpf zufrieden feststellte: „Wir haben gegenüber dem letzten Jahr mit der Rallyeshow eine deutliche Steigerung an Zuschauern feststellen können, dabei haben sich die Driftvorführungen, die Rallyelegenden, die Ausstellung im VAZ und der Racemaster Austria als wertvolle sportliche Eckpfeiler erwiesen. Dazu kam die Fernseh-Liveübertragung der zweiten Sonderprüfung, die viele Rallyefans nach St. Pölten blicken ließ. Der Freitag war bestes Marketing für den Rallyesport, am Samstag wurde die absolute sportliche Wertigkeit der Rallye Waldviertel in den Vordergrund gerückt. Erfreulich war auch die Beteiligung der Aktiven an diesem Saisonfinale. Einen hochspannenden Kampf um den Waldviertel-Siegerlebten die tausenden Fans an den Sonderprüfungen. Als Hauptprotagonisten setzten sich von Beginn an das Trio Raimund Baumschlager, Christian Schuberth-Mrlik und Jan Cerny in Szene. Bis die drei Skoda-Fabia-R5-Piloten dann am Ende genau in dieser Reihenfolge auf dem Siegerpodest standen, lieferten sie sich einen erbitterten Kampf um den Erfolg. Die Führung wechselte nahezu von Prüfung zu Prüfung. Während der Tscheche Cerny nach dem ersten Tag noch von der Spitze lachen konnte, duellierten sich am zweiten Tag vor allem die beiden Österreicher um die Vorherrschaft. Eine kleine Vorentscheidung läuteten Baumschlager und Mrlik dabei auf SP 6 (GH Staar – Wolfshoferamt) ein, als sie im dichten Frühnebel den besten Durchblick fanden und den Rest des Feldes um eine halbe Minute aufwärts distanzierten. Zwei Prüfungen vor Schluss setzte sich Schuberth-Mrlik mit einem sehenswerten Kraftakt noch einmal in Führung. Doch am Ende und im wieder einfallenden Nebel packte der 13-fache österreichische Staatsmeister Baumschlager seine ganze Routine aus und donnerte den Skoda zum insgesamt achten Sieg bei der Rallye Waldviertel. Dementsprechen happy zeigte sich Sieger Raimund Baumschlager: „Es war ein toller Kampf, der unheimlich Spaß gemacht hat. Ich habe ganz schön hinhalten müssen, um die zwei hinter mir auf Distanz zu halten und freue mich unheimlich über meinen achten Waldviertel-Sieg. Aber auch der zweite Platz von Christian ist ein toller Erfolg für unser BRR-Team.“ Und auch Vorjahressieger Christian Schuberth-Mrlik zeigte sich sichtlich zufrieden : „Ich bin sehr stolz und glücklich mit diesem zweiten Platz und auf den Doppelsieg für BRR. Ich hoffe, dass meine Leistung vielleicht einigen Sponsoren ins Auge gestochen ist.“ Die weiteren Sieger Der neue Staatsmeister in der ORM-2WD heißt Simon Wagner (Citroen DS3 R3). Der Oberösterreicher ging als Sieger aus dem Duell mit dem vor dem Finale führenden Steirer Daniel Wollinger (Renault Clio Maxi) heraus. Den Sieg im Waldviertel holte sich Michael Kogler vor dem sensationell fahrenden Bruder des Champions Julian Wagner in einem vielen 2WD-Boliden leistungsmäßig unterlegenen Opel Adam R2. Julian hatte bis zur letzten Prüfung geführt, hatte dann einen Reifendefekt, der ihn den Sieg kostete. Simon Wagner genügte Platz drei zum Titel. Profitiert hat Wagner aber auch von einem Reifenschaden Wollingers, der diesen am heutigen Tag gleich um vier Minuten zurückwarf. Der Kremser Michael Kogler zu seinem Erfolg: „Es war ein grandioser Abschluss nach einer erfolgreichen Saison der mich sehr freut und der viel Selbstvertrauen für kommende Aufgaben gibt.“ Den Gesamtsieg in der Niederösterreich Trophy 2016 holte sich Michael Kogler (Citroen DS3). Des einen Leid ist des anderen Freud – so lässt sich die Entscheidung in der Historischen Staatsmeisterschaft beschreiben. Diese ging letztendlich an Johannes Huber. Der Wiener durchlebte wie sein Konkurrent Willi Rabl eine Hochschaubahn der Gefühle. Am ersten Tag relativ klar in Führung, dann einen immer schneller werdenden Gegner ausgesetzt, ehe ein Missgeschick auf SP 8 Platz eins in einen eigentlich uneinholbaren Rückstand verwandelte und dann aber noch das Schicksal eingriff. Zwei Prüfungen vor Schluss löste sich am Porsche von Willi Rabl ein Stecker des Verteilerkabels, legte den Boliden lahm und holte den Piloten aus dessen Titeltraum. „Es ist unglaublich. Da holst du über eine Minute auf, liegst dann eigentlich klar in Führung und dann stehst du wegen so einem lapidaren Defekt. Bis ich den Stecker in der Dunkelheit gefunden habe, ist eine Dreiviertelstunde vergangen. Dann war der Porsche sofort wieder einsatzfähig. Das ist wirklich bitter, trotzdem Gratulation an Johannes“, so ein fairer Willi Rabl. Im österreichischen Rallyecup der OSK gewann in der Division C1 der Ungar Attila Rongits Mitsubishi Evo IX) In der Division C2 ging der Tagessieg an Martin Kalteis (Mitsubishi Lancer Evo VII. In der Division C3 gab es durch Horst Stürmer (Audi Coupe quattro) ebenfalls einen österreichischen Sieg. Und in der Division C4 gab es einen Sieg durch Friedrich Riedl (Suzuki Ignis). FIA Finale ERT: 1. Rashid Alketbi (ARE/Ford Fiesta R5) 2. Krisztian Hideg (HRV/Mitsubishi Lancer Evo IX) 3. Björn Satorius (DEU/Subaru Impreza WRX) FIA Finale ERT2 TROPHY: 1. Krisztian Hideg (HRV/Mitsubishi Lancer Evo IX) 2. Björn Satorius (DEU/Subaru Impreza WRX) 3. Sergej Remennik (RUS/Miotsubishi Lancer Evo X) FIA Finale ERT3 TROPHY: 1. Filip Mares (CZE/Peugeot 208 R2) 2. Marty Gallagher (IRL/Peugeot 208 R2) 3. Grega Premrl (SVN/Citroen DS3) FIA Finale ERT JUNIOR TROPHY: 1. Filip Mares (CZE/Peugeot 208 R2) 2. Marty Gallagher (IRL/Peugeot 208 R2) Rallye Waldviertel 2016, Endstand nach 12 Sonderprüfungen: 1. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner AUT/AUT Skoda Fabia R5 1:34:05,0 Std 2. Christian Schuberth-Mrlik/Jasmin Noll AUT/D Skoda Fabia R5 +23,4 Sek 3. Jan Cerny/Petr Cernohorsky TCH/TCH Skoda Fabia R5 +26,2 Sek 4. David Botka/Peter Szeles UNG/UNG Citroen DS3 R5 +2:29,6 Min 5. Attila Rongits/Laszlo Hannus UNG/UNG Mitsubishi Evo IX +4:26,3 Min 6. Karl Wagner/Gerda Zauner AUT/AUT Ford Fiesta R5 +5:36,3 Min 7. Rashid Alketbi/Giovanni Bernacchini ARE/POL Ford Fiesta R5 +5:47,8 Min 8. Joszef Trencseny/Gabor Verba UNG/UNG Ford Fiesta R5 +6:17,7 Min 9. Krisztian Hideg/Istvan Kerek UNG/UNG Mitsubishi Evo IX +7:10,1 Min 10. Seppi Stigler/Walter Pfaffenhuemer AUT/AUT Mitsubishi Evo IX +8:40,7 Min Endstände in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft 2016: ORM: 1. Hermann Neubauer 158 Punkte, 2. Raimund Baumschlager 147, 3. Gerwald Grössing 89. ORM-2WD: 1. Simon Wagner 137 Punkte, 2. Daniel Wollinger 130, 3. Andreas Kainer 74. ORM JUNIOR: 1. Simon Wagner 143 Punkte, 2. Christoph Zellhofer 69, 3. Christoph Lieb 62. ORM HISTORIC: 1. Johannes Huber 123 Punkte, 2. Willi Rabl 111. Wilder Punktekampf zwischen Hofer und BortolottiPlatz 6 für Hofer beim Heimrennen in SpielbergJäger triumphiert bei der ADAC GT4 in SpielbergDie große Show des Zauberlehrlings Erste Teams in Freistadt – das Rallye-Fieber steigtWieder Neuerungen bei der Jänner RallyeRallye W4 zählt auch 2019 zur StaatsmeisterschaftJanus Baumanis war auch in Kapstadt wieder topPremiere von Christoph Zellhofer vorzeitig beendetGroßes Kino schon im ersten DurchgangTolles Wetter für Fahrer und Fans vorausgesagtEin bewährtes Duo leitet die erste Rallye W4