4000 Fans beim Melker Rallycross Challenge

Max Pucher hielt in Melk nicht nur den Russen Roman Stepanenko, sondern die gesamz Konkurrenz auf Distanz. - Foto: Walter Vogler
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MOTORSPORT. Max Pucher war beim Rallycross Challenge Europe Lauf am Wachauring in Melk nicht zu schlagen. 4000 Zuschauer sahen hochspektakuläre Rennen.


100 Starter aus zehn Nationen ließen an diesem Wochenende ihren Boliden freien Lauf. Der Rallycross Challenge Europe Lauf auf dem Wachauring in Melk übertraf mit diesem sensationellen Nennergebnis die Erwartungen seiner Veranstalter LeruTeam2, Jürgen Weiß und Max Pucher. Und so auch jene der rund 4000 begeisterten Zuschauer, die sich bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke einfanden, um auf der 1266 Meter langen Strecke teils hochspektakuläre Rennen in den verschiedensten Klassen zu verfolgen. Gefahren wurden jeweils drei Vorläufe sowie anschließend Semifiale bzw. Finale.

In der Königsklasse, den bis zu 600 PS starken Supercars, galt das nationale Interesse den Österreichern Max Pucher, Alois Höller, Jürgen Weiss, Gerald Eder, Rene Derfler, Tristan Ekker sowie Matthias Schörgenhofer. Schon im ersten Vorlauf am Freitag setzte es dabei für Jürgen Weiß einen herben Rückschlag. Der Trainingsschnellste musste seinen Ford Focus mit einem Achsbruch abstellen. Weiß: „Ich habe ein Loch erwischt, dabei ist das Federbein gebrochen.“ Nach einer intensiven Nachtschicht seiner Mechaniker konnte der geborene Melker am nächsten Tag zwar wieder starten, aber auch da blieb ihm das Pech treu. Ein Reifenschaden ließ keine Spitzenzeit zu. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz vermochte sich in den Vorläufen Max Pucher in Szene zu setzen. Hart umkämpft war vor allem der zweite Heat, als der WM-Pilot aus Niederösterreich den russischen RCE-Spitzenreiter Roman Stepanenko von hinten relativ hart touchierte. Pucher: „Er hat sehr früh gebremst, da konnte ich nicht wirklich damit rechnen. Aber Rallycross ist nun mal ein Kontaktsport.“ Pucher seinerseits wurde in Heat 3 durchgebeutelt, als Serienstaatsmeister Alois Höller im Ausgang  einer Kurve praktisch über seinen Ford Focus drüberfuhr. Für Höller endete die Aktion im Aus, für Pucher gab es anschließend 30 Strafsekunden, weil er die Joker-Lap nicht berücksichtigte, was ihn auch den Sieg kostete. „Wir hatten leider ein Funkproblem. Ich habe das Kommando dazu überhört.“

In der Königsklasse, den bis zu 600 PS starken Supercars, galt das nationale Interesse den Österreichern Max Pucher, Alois Höller, Jürgen Weiss, Gerald Eder, Rene Derfler, Tristan Ekker sowie Matthias Schörgenhofer. Schon im ersten Vorlauf am Freitag setzte es dabei für Jürgen Weiß einen herben Rückschlag. Der Trainingsschnellste musste seinen Ford Focus mit einem Achsbruch abstellen. Weiß: „Ich habe ein Loch erwischt, dabei ist das Federbein gebrochen.“ Nach einer intensiven Nachtschicht seiner Mechaniker konnte der geborene Melker am nächsten Tag zwar wieder starten, aber auch da blieb ihm das Pech treu. Ein Reifenschaden ließ keine Spitzenzeit zu. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz vermochte sich in den Vorläufen Max Pucher in Szene zu setzen. Hart umkämpft war vor allem der zweite Heat, als der WM-Pilot aus Niederösterreich den russischen RCE-Spitzenreiter Roman Stepanenko von hinten relativ hart touchierte. Pucher: „Er hat sehr früh gebremst, da konnte ich nicht wirklich damit rechnen. Aber Rallycross ist nun mal ein Kontaktsport.“ Pucher seinerseits wurde in Heat 3 durchgebeutelt, als Serienstaatsmeister Alois Höller im Ausgang  einer Kurve praktisch über seinen Ford Focus drüberfuhr. Für Höller endete die Aktion im Aus, für Pucher gab es anschließend 30 Strafsekunden, weil er die Joker-Lap nicht berücksichtigte, was ihn auch den Sieg kostete. „Wir hatten leider ein Funkproblem. Ich habe das Kommando dazu überhört.“

Geballte Spannung dann in den Semifinalläufen. Mit einer Riesenüberraschung. Denn mit dem dem Belgier Jos Jansen verpasste ausgerechnet der Zweitplatzierte in der EM-Wertung den Finaleinzug. Jansen musste mit einem technischen Problem aufgeben. Den Sieg und somit das Finale erreichte der Russe Roman Stepanenko, der auch in der RX Challenge Europe führt.  Unter dem Jubel der Fans zog auch Lokalmatador Jürgen Weiß als Viertplatzierter in den Endlauf ein. Einen wie Stepanenko ebenso souveränen Start-Ziel-Sieg landete mit der schnellsten Zeit im zweiten Semifinale Max Pucher vor Alois Höller. Der Waldviertler Gerald Eder holte Platz vier und also ebenfalls ein Finalticket.

Mitveranstalter Jürgen Weiß und Max Pucher im Finallauf

Im Finale kochte die an sich schon heiße Luft dann noch extremer hoch. Max Pucher setzte sich mit einem fulminanten Start in Führung. Doch Stepanenko ließ nicht locker, bedrängte den Niederösterreicher heftigst. Max Puchers Nervenkostüm war aber an diesem Tag einfach zu stark für alle seine Widersacher. Er brachte den Lauf als Erster ins Ziel. Über seinen Heimsieg vor Stepanenko und dem Ungarn Kornel Lukacs war Pucher naturgemäß überglücklich. „Das war ein sehr harter Kampf mit vielen heftigen Auseinandersetzungen. Im Gegensatz zu den Vorläufen hatte ich in den Finalläufen keinerlei Probleme. Ein Sieg vor so einer tollen Kulisse und noch dazu daheim vor den eigenen Fans schmeckt natürlich ganz besonders gut.“ Jürgen Weiß zog positive Bilanz in zweierlei Hinsicht. „Als Mitorganisator kann ich mich über so tolles Wetter und so viele Fans einfach nur freuen. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die sportliche. Und auch hier kann ich nach allen anfänglichen Problemen mit einem letztendlich guten sechsten Platz sehr zufrieden sein.“ Pech hatte im Finale Alois Höller. Nach einer Kollision zog er sich einen Reifendefekt zu und musste aufgeben.
In der Rallycross Challenge Europe bleibt der Russe Roman Stepanenko in Führung vor Jos Jansen. Max Pucher ist jedoch bis auf zwei Punkte an den Belgier herangerückt.

In der österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft behält Alois Höller die Führung mit 162 Punkten. Max Pucher rückte näher, hält nun bei 159 Zählern, Jürgen Weiß folgt mit 143 Punkten auf Platz drei.

Interessierter Zuschauer in Melk war auch Manfred Stohl. Der WM-Pilot war ebenfalls vom Event angetan. „In den Vorläufen ging es durchaus hitzig zu. Aber als die Fahrer dann bemerkten, dass letztendlich ihre Autos auf der Strecke bleiben, wurde es ruhiger und dem Publikum großartiger Sport geboten. Eine tolle Motorsportveranstaltung, die dem österreichischen Rallycross-Sport sicherlich sehr weiterhelfen wird.“

Das Finalergebnis der Supercars beim RCE-Lauf in Melk
1. Max Pucher        Österreich    Ford Fiesta               4:12,628 Min
2. Roman Stepanenko    Russland    Citroen C4          +0,917 Sek
3. Kornel Lukacs        Ungarn    Skoda Fabia        +4,062 Sek
4. Christian Giarolo        Italien        Ford Focus        +5,182 Sek
5. Zoltan Simon        Ungarn    Mitsubishi Lancer     +12,792 Sek
6. Jürgen Weiß        Österreich    Ford Focus              +16,941 Sek
7. Alois Höller        Österreich    Ford Focus                +4 Runden
8. Gerald Eder        Österreich    Skoda Fabia             disqualifiziert

Bei den Super Touring Cars über 2000 gab es einen belgischen Sieg durch Steve Volders auf Ford Escort vor dem Tschechen Karel Vaclavik (VW Golf) und dem Belgier Filip Vanderheyden (Volvo). Bester Österreicher als Sechster wurde Sebastian Fraissl auf BMW E36. Die Super Touring Cars bis 2000 sahen einen tschechischen Doppelsieg. Roman Castoral (Opel Astra) gewann vor Jakub Bittman (Peugeot 206). Dritter wurde der Österreicher Harald Falschlehner (Opel Kadett). In der Klasse Super Tourig Cars bis 1600 siegte der Niederösterreicher Patrick Riedl (Citroen Saxo) vor dem Burgenländer Markus Werfring (VW Golf) und Thomas Mühlbacher (NÖ/Toyota Corolla). In der Klasse Super 1600 gewann der Russe Egon Sanin (Renault Clio). Zweiter wurde der Deutsche Sven Seeliger (Ford Fiesta). Platz drei ging an Artis Baumanis aus Litauen (Renault Twingo). Sven Förster (VW Polo) siegte in der Klasse National 1600, die zur ÖM zählt. Hier holte Romina Fritz (Honda Civic) Platz zwei. Dritter wurde Dominik Janis (VW Polo).

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