Ford Fiesta ließ Gerwald Grössing im Stich

"Hausherr" Gerwald Grössing liegt auf Rang zwei. Foto: Illmer
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RALLYE.Das erwartete Duell der beiden R5-Piloten Raimund Baumschlager (Å koda Fabia R5) und   „Hausherr“ Gerwald Grössing (Ford Fiesta R5) bei der Schneebergland Rallye fand schon auf der 3. Sonderprüfung sein vorläufiges Ende.

Hausherr Grössing hatte einen »Patschen«. Als wäre das nicht schon genug, machte sich auf der fünften Sonderprüfung ein Problem mit der Pumpe der Servolenkung bemerkbar, eine für die im Winter verletzte Schulter wenig vorteilhafte Therapie. Für Raimund Baumschlager lief die Fahrt dagegen angenehm konträr. Der Fabia R5 machte keine Probleme, sein nach dem Herzinfarkt gesundheitlich erholter Co-Pilot Ruben Zeltner lieferte ebenso eine Top-Leistung ab. Das Resultat: Platz eins nach der ersten Etappe mit über einer Minute Vorsprung auf das restliche Feld.

Hinter dem Führungsduo werden die Zeitabstände jedoch immer enger: Den dritten Platz im Zwischenklassement hält Gerald Rigler, innerhalb von 15 weiteren Sekunden lauern Christian Schuberth-Mrlik und Hermann Gassner. Beide sind am zweiten Tag entschlossen, den letzten Podiumsplatz an sich zu reißen.

Simon Wagner, der erst 22-jährige Mitsubishi Evo III-Pilot schonte strategisch seine Schotterreifen auf dem Asphalt der Kalten Kuchl, um auf losem Untergrund die hohen Stollen der Pneus richtig zu nutzen. Diese Strategie brachte ihm die Führung in der Klasse RC10.2 und den respektablen sechsten Platz im Gesamtklassement, 6,2 Sekunden vor seinem Konkurrenten Martin Kalteis.

Michael Böhm „verlor“ schätften Konkurrenten

Leichtes Spiel in der Meisterschaft der zweiradgetriebenen Fahrzeuge hatte Michael Böhm, da sein großer Konkurrent Daniel Wollinger schon auf Sonderprüfung vier ausfiel. Selbst ein kurzfristiges Bremsproblem konnte den Niederösterreicher nicht aus der Bahn werfen, er führt mit über zwei Minuten Vorsprung in seiner Klasse und belegt gesamt Platz acht.

Die zweite Etappe startet am Samstag vormittag (9 Uhr) mit einer Aufwärmübung: die heute schon befahrene Strecke Tiefental-Kalte Kuchl wird in der Gegenrichtung befahren. Am Nachmittag steigt dann das Grande Finale: Um 13 Uhr startet mit dem Rundkurs Bieglhof die Königsprüfung über 35 km Länge und 100 Prozent Schotter. Sie wird zweimal befahren und die Besten der zweiten Fahrt mit Zusatzpunkten für die Meisterschaft belohnt. Der Zieleinlauf erfolgt um 16:25 Uhr in Rohr am Gebirge.

Die Top-Ten nach Etappe 1:
1. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner (Skoda Fabia R5)   31:04,0 Minuten, 2. Gerwald Grössing/Sigi Schwarz (Ford Fiesta R5) + 1:05,8, 3. Gerald Rigler/Martin Rossgatterer (Mitsubishi Lancer EVO IX) + 1:41,8, 4. Christian Schuberth-Mrlik/Leopold Welsersheimb (Subaru Impreza WRX STi) + 1:56,4,   5. Hermann Gassner/Karin Thannhäuser (Mitsubishi EVO X) + 1:56,7, 6.  Simon Wagner/Fred Winklhofer (Mitsubishi Lancer EVO III) + 2:04,4,   7. Martin Kalteis/Günter Lang (Mitsubishi Lancer EVO VII) + 2:10,6,   8.   Michael Böhm/Katrin Becker (Szuki Swift S16000) + 2:44,6,   9. Robert Zitta/Peter Stemp (Subaru Impreza WRX STi N14)   +3:24,3, 10.
Michael Mascherbauer/Claudia Dorfbauer (Subaru Impreza STi) + 4:03,0.

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