Lumu erlöste den SKN St. Pölten in letzter Minute

SV Ried – SKN St. Pölten 2:1 - Jeroen Lumu erzielte in der Nachspielzeit den Siegestreffer für den SKN. - Foto: SKN
Jeroen Lumu erzielte in der Nachspielzeit den Siegestreffer für den SKN. - Foto: SKN
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FUSSBALL.  Mit dem 2:1-Erfolg gegen den SV Ried gewann der SKN drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Bundesliga.

SV Ried – SKN St. Pölten 2:1 (1:0). – SKN: Vollnhofer, Dober (77.  Martic), Huber, Petrovic, Stec; Schütz, Mader (23. Brandl), Ambichl, Holzmann (72. Lumu); Keita, Thürauer. – Tore: Reifeltshammer (45.+2), Petrovic (53.), Lumu (90.). – Drei Spiel ungeschlagen: Der SKN kämpft sich mit Mühe aus dem Tabellenkeller. Dazu trug allerdings auch die 1:2-Heimniederlage von Mattersburg gegen SCR Altach bei. St. Pölten hat nun vier Punkte Vorsprung auf das Tabellenschlusslicht aus dem Burgenland, das gegen Altach erst in der 95. Minute das 1:2  durch Ngwat-Mahop (95.) einstecken musste. Auch St. Pölten musste lange zittern: Erst in der 92. Minute erzielte Lumu mit einem herrlichen Flugkopfball den entscheidenden Siegestreffer zum 2:1.

In der Anfangsphase übernahm der SKN das Kommando und hatte in der 13. Minute die erste und einzige Chance in der ersten Spielhälfte durch Keita. Zehn Minuten später kam es dann zu einem folgenschweren Zweikampf: Florian Mader prallte mit Matthias Honsak zusammen, woraufhin beide Akteure nach einiger Zeit nicht mehr weitermachen konnten. Besonders für die Gäste erwies sich diese Tatsache als schwerer Schlag, denn ab diesem Zeitpunkt verlor man den Faden im Spiel (23.).

Diesen Umstand nutzten die Gastgeber zu zahlreichen Einschussmöglichkeiten: Erst klärte David Stec einen Möschl-Kopfball kurz vor der Linie (24.), ehe ein weiterer Abschluss des Rieder Offensivspielers von Thomas Vollnhofer gebändigt wurde (26.). Wenig später wurde Honsak im letzten Moment von Huber geblockt (29.), während ein Freistoß von Zulj am Tor vorbeiflog (42.).

Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten fiel der Führungstreffer der Gastgeber nach altem Muster: Erst agierte man im Zweikampfverhalten auf der linken Seite zu fahrlässig, bei dem daraus resultierenden Freistoß vergaß man in der Mitte auf Reifeltshammer, der völlig unbedrängt mit der letzten Aktion in Hälfte eins zur Führung einköpfelte (45.+2). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen.

Mit Last-Minute-Treffer das Spiel gedreht

Doch dieser späte Gegentreffer rüttelte die Wölfe für den zweiten Durchgang so richtig wach. Zwar gehörte die erste nennenswerte Aktion erneut der Benbennek-Elf, der Abschluss von Ziegl stellte Vollnhofer jedoch vor keine allzu großen Probleme (50.). Wenig später gelang den Wölfen der Ausgleich: Nach einer Eckenvariante flankte Marcel Holzmann auf den langen Pfosten, wo Danijel Petrovic eine Unsicherheit von Ried-Goalie Gebauer nutzte und mit seinem zweiten Saisontor den Gleichstand herstellte (53.). Es sollte der Auftakt zur besten Phase unserer Elf darstellen.

Denn wenig später sorgte Stec per Kopf für Gefahr, diesmal war Gebauer allerdings auf dem Posten (63.). Insgesamt gesehen war die Fallmann-Elf allerdings das klar bessere Team. Die Zweikämpfe wurden nun viel energischer angenommen und die eroberten Bälle durch schnelles Umschalten immer wieder gefährlich in die Spitze gebracht. Einzig und allein die Genauigkeit beim letzten Pass verhinderte zumeist die Gelegenheit auf eine zu diesem Zeitpunkt bereits überfällige Führung.

Und so fanden die Innviertler zehn Minuten vor dem Ende eine ebensolche vor: Nach einer missglückten Abseitsfalle lief Ademi frei auf Vollnhofer zu, doch der SKN-Schlussmann behielt in dem Duell mit dem Stürmer die Nerven und bewahrte die Wölfe somit vor einem neuerlichen Rückstand (80.).

Erst wurde ein Abschluss von Keita in letzter Sekunde von Gebauer entschärft (82.), ehe der Guineer als Vorbereiter in Erscheinung trat. Nach einem herrlichen Zuspiel kam Lukas Thürauer aus guter Position frei vor dem Tor zum Abschluss, schoss jedoch am langen Eck vorbei (85.).

Doch einen Pfeil hatte das Wolfsrudel an diesem Abend noch im Köcher – denn eine Co-Produktion von zwei Jokern brachte schlussendlich die ersehnten drei Punkte. Die erste Minute der Nachspielzeit war gerade angebrochen, als Manuel Martic mit einem herrlichen weiten Ball den ideal startenden Jeroen Lumu fand und der beförderte das Leder per Flugkopfball in die Maschen und damit alle Wölfe in Ekstase (91.).

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt jedoch nicht – am Mittwoch wartet mit dem Duell gegen den WAC bereits die nächste wichtige Partie, in der es wieder um den nächsten Schritt in die richtige Richtung geht.

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