SKN „schenkte“ Rapid die Tabellenführung

Daniel Schütz, der einzige SKN-Feldspieler, der gegen Rapid Bundesligareife zeigte. - Foto: SKN
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FUSSBALL. Durch den klaren 4:1-Sieg von Rapid über einen desolaten SKN übernahmen die Wiener vorerst die Tabellenführung.

SKN St. Pölten – Rapid Wien 1:4 (0:2). – SKN: Riegler; Ingolitsch (46./Rasner), Huber, Petrovic, Stec; Martic (46. Mehmedovic), Thürauer (87. Grabovac) – Schütz, Riski, Parker; Doumbouya. – Rapid: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (85. Thurnwald), Schaub, Kuen (76. Bolingoli); Prosenik (68. Keles). – Tore: Schütz (70.);  Murg (37.), Kuen (42.), Petrovic (82./Eigentor), Keles (90. + 1). – Die diesjährige Heimpremiere ging aus Sicht der Gasrgeber völlig in die Hose. Viel hatte sich sich die Fallmann-Truppe beim ersten Auftritt in der heimischen NV Arena in der neuen Saison vor 6.139 Zuschauer vorgenommen – doch in der ersten Halbzeit lieferte die Mannschaft eine katastrophale Vorstellung. Mit nur drei Torschüssen, davon ging einer sogar über des Stadiondach. Die einzige Chance leitete Devante Parker mit einem Schuss aus 20 Metern ein, Rapids Goalie Strebinger ließ den Ball abprallen doch der anschließende Querpass von Riski wurde von Doumbouya in der Mitte nur um Zentimeter verfehlt (14.). Es war die einzige Aktion der finnischen Neuerwerbung, die sich so wie andere SKN-Spieler in den ersten 45  Minuten „dezent“ zurückhielt. Der gegnerische Strafraum wardaher nie in Reichweite.

Als Thomas Murg der Grün-Weißen wenig später auch seine zweite Gelegenheit für die Grün-Weißen liegen ließ (39.), lag die Führung für die Djuricin-Elf aber bereits in der Luft – und wenige Momente später passierte es. Die SKN-Defensive bekam einen harmlosen Ball nicht unter Kontrolle und Murg besorgte mit einem Schlenzer ins lange Eck die Führung für die Gäste (38.). Doch es sollte noch schlimmer kommen – denn in der 42. Minute zog Kuen aus halbrechter Position ab, sein Schuss wurde von Schütz unglücklich abgefälscht und senkte sich so über den chancenlosen Riegler zum 2:0 ins Netz. Ein Schock, von dem man sich in der Pause erst einmal erholen musste.

Anschlusstreffer reicht nicht mehr

Die Kabinenpredigt von Trainer Fallmann dürfte angekommen sein. Denn im zweiten Durchgang zeigte die gesamte Mannschaft deutlich mehr Engagement und stellte den österreichischen Rekordmeister vor deutlich größere Probleme. Zunächst verzog Daniel Schütz noch aus zehn Metern per Volley-Versuch (59.), zehn Minuten später machte es der Flügelflitzer allerdings besser. Nach einer idealen Flanke von Riski stand unsere Nummer 20 goldrichtig und ließ per Flugkopfball die Hoffnung der 6.140 anwesenden Zuseher auf einen Punktgewinn nochmals aufleben (70.). Das Wolfsrudel drückte nun auf den Ausgleich, hatte durch Riski bei einem Abpraller sogar eine gute Gelegenheit (72.), doch das Tor viel erneut auf der anderen Seite.

Nach einem schnellen Konter wollte Petrovic eine eigentlich harmlose Hereingabe von Keles klären, beförderte das Leder allerdings unglücklich in die eigenen Maschen (82.). Das  war die endgültige Entscheidung. Dass Keles in der Nachspielzeit aus abseitsverdächtiger Position noch den vierten Treffer für die Grün-Weißen besorgte, passte letztendlich in das Bild dieses Abends (91.).

 

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