Wahl-Kitzbühler steht statt Thiem im Endspiel

Philipp Kohlschreiber steht i, Kitzbühel-Finale. Foto: GEPA/Generali Open
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TENNIS. 6:0, 7:6 – Philipp Kohschreiber steht im Endspiel der Generali Open in Kitzbühel. Der Deutsche ließ Österreichs Aushängeschild Dominic Thiem nur im zweiten Satz etwas Hoffnung.

Die Zuschauerschlangen und Fanunterstützung wie zu Zeiten von Thomas Muster halfen nicht – auch zwölf Jahre nach dem letzten Triumph eines Österreichers muss das Kitzbüheler Traditionsturnier heuer ohne heimischen Sieger auskommen. Im deutsch-österreichischen Duell beendete Philipp Kohlschreiber die Siegesserie von Dominic Thiem.

Nach zehn Siegen in Folge war im Semifinal-Schlager »Österreich gegen Deutschland« Schluss: »Jede Serie geht einmal zu Ende. Aber es ist natürlich bitter, dass das ausgerechnet vor heimischem Publikum passiert. Es hat riesen Freude gemacht, vor vollen Rängen zu spielen und ich hoffe, dass ich das Turnier irgendwann gewinnen kann, das wäre einer meiner größten Wünsche«, erklärte ein enttäuschter Thiem.

Nach dem Ausscheiden des letzten Österreichers liegen die heimischen Hoffnungen jetzt auf Philipp Kohlschreiber. Im morgigen Finale trifft die Nummer 39 der Welt auf Überraschungsmann Paul-Henri Mathieu, die ehemalige Nummer 12, der es in Kitzbühel als erster Qualifikant überhaupt in das Finale geschafft hat. Für den Franzosen ist es der erste Finaleinzug seit 2009. Kohlschreiber gilt in der Partie als Favorit: »Gegen Mathieu habe ich heuer zweimal gespielt und zweimal gewonnen, das soll aber nichts heißen. Der Junge ist gut drauf, spielt hier sehr gut und hat gegen Almagro heute glatt gewonnen. Es wird auf keinen Fall leicht.«

Kohlschreiber peilt sechsten Titel an

Für Kohlschreiber wäre es der erste Titel in der Wahlheimat, in der er 2012 im Finale gegen Robin Haase scheiterte, damals knapp in drei Sätzen. »Der Turniersieg im neuen Zuhause in Kitzbühel würde mir extrem viel bedeuten. Es wäre schön, wenn ich meinen sechsten Titel hier gewinnen könnte, denn ich komme mit den Turnierveranstaltern sehr gut aus und denke, dass ich es den Leuten auch ein wenig schuldig bin, nachdem ich Dominic aus dem Turnier genommen habe.«

6200 Zuschauer lockte die Schlagerpartie heute trotz der enormen Temperaturen auf die Kitzbüheler Tennisanlage am Kapser Feld: »Bis zu 43 Grad am Center Court, da muss man auch den Fans einen Orden verleihen. Wenn man den Center Court einem kühlen Schwimmbad vorzieht, beweist das, wie gut Tennis in Österreich wieder ankommt«, freut sich Veranstalter Herbert Günther.

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