Eishockey-Landesliga biegt in Zielgerade ein

Bei der 5:9-Niederlage gegen die Eisbären aus Trautmannsdorf erzielte Hawks-Stütze Lukas Lienbacher zwei Treffer. - Foto: Hawks
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EISHOCKEY. In der niederösterreichischen Eliteliga ziehen die Amstettner Wölfe ihren Konkurrenten davon.

Eliteliga 11.Runde:

Stockerauer Eissportverein – EHC Tulln Hummels 5:2 (1:0, 0:2, 4:0). – Stockerau: Christian Url; Michael Oschepp, Thomas Wenzel, Alexander Pamperl, Christoph Dolecek, Helmut Gsandtner, Wolfgang Schnopfhagen, Lukas Lindmaier, Sebastian Masaryk, Niklas Prerauer, Christoph Mayer, Oleg Gittsovich, Jiri Pitour, Florian Kautz. – Tulln: Christoph Posautz; Clemens Takats, Mario Schatz, Stephan Fellinger, Clemens Stangelberger, Mario Hadwig, Clemens Znenahlik, Oliver Znenahlik, Petr Watzke, Georg Privoznik, Philipp Kink, Gerald Lederer, Florian Fuchs, Martin Stangelberger. – Tore: Jiri Pitour (3), Christoph Mayer, Christoph Dolecek; Oliver Znenahlik, Petr Watzke. – Auch bei dieser Begegnung legten die Gastgeber größtes Augenmerkt auf eine perfekte Devensivarbeit. Dabei kam ihnen das schnelle Führungstor nach vier Minuten durch Flügelspieler Jiri Pitour sehr entgegen. Dazu trug auch der großartige Keeper Christoph Url viel bei: Er parierte bravourös einen Penalty und sicherte damit die knappe Drittelführung.

Auch im zweiten Spielabschnitt hielt vorerst die stabile Abwehrarbeit der Oilers. Trotzdem fiel durch Oliver Znenahlik der Ausgleichstreffer, wenig später gelang Petr Watzke der Führungstreffer zum 2:1 für die Tullner. Das Spiel schien zu kippen.

Die letzte Pause kam anscheinend zum richtigen Zeitpunkt. Schon in der 41. Minute glang Jiri Pitour der Ausgleich. Somit waren die Oilers wieder im Spiel. Die Stockerauer kämpften weiter und versuchten mit einfachem Passpiel die Gäste aus dem Verteidigungsdrittel zu halten. Mit seinem Hattrick brachte Pitour sein Team neuerlich in Führung. Nur wenige Minuten später war es Center Christoph Mayer, der die Führung auf 4:2 ausbaute. Schließlich war es Flügelstürmer Christoph Dolecek, der mit seinem Treffer den 5:2-Sieg fixierte.

SPG EV Union Krems Eagles/ESV Zwettler Hurricanes – ECU Amstettner Wölfe 3:8 (1:3,1:3,1:2). – Krems/Zwettl: Andreas Rabl; Marcus Galler, Philip Neussl, Oliver Pfeiffer, Sebastian Brandl, Nico Toff, Bernd Parycek, Alexander Neussl, Patrick Backknecht, Philipp Stockinger, Gregor Preißl, Vaclav Kral, Ladislav Vitovec, Antonin Vesely, Phillip Kuchelbacher, Patrick Kern, David Schierhuber. – Amstetten: Harald Ifkovits; Matti Savalainen, Harald Wagner, Matthias Schwab, Paul Holzer, Sebastian Fehringer, Mario Schramböck, Felix Funke, Jakob Weilguny, Philip Fehringer, Jan Erhardt, Andreas Friedl, Christoph Haselsteiner, Peter Dorfmayr. – Tore: Vaclav Kral (2), Antonin Vesely; Harald Wagner (4), Philip Fehringer(2), Christoph Haselsteiner, Felix Funke. – Dass das stärkste Team der NÖ Eliteliga derzeit aus Amstetten kommt, mussten auch die Spieler Kremser/Zwettler  Spielgemeinschaft anerkennen. Die Gäste zeigten sich in allen drei Dritteln als die spielstärkere Mannschaft und gewannen verdient mit 8:3. Leicht machte es ihnen das Heimteam insofern, als es deutlich mehr Strafen nahm: Neun Mal musste ein Spieler der Eagles/Hurricanes auf der Strafbank Platz nehmen (Amstetten: vier Mal). Positiv: In Unterlegenheit erhielten die Waldviertler keinen einzigen Treffer, selbst ein zweimaliges 3:5 wurde über die Runden gebracht. Negativ: Dem Spielfluss förderlich sind so viele Ausschlüsse natürlich nicht.

Beide Mannschaften begannen mit hohem Tempo und versuchten rasch zum Torerfolg zu kommen. Dem fulminant aufspielenden Harald Wagner gelang nach Pass von Schwab und Andreas Friedl  bereits nach 57 Sekunden der erste Treffer. Amstetten war feldüberlegen und ließ den Kremser nur wenig Raum. Nach weiteren sechs Minuten war es wieder Wagner, der nach Pass von Holzer das zweitemal traf. Nach neun Minuten folgte das dritte Tor von Philipp Fehringer. Krems verließ sich auf rasche Konter und Antonin Vesely nutzte einen zum Anschlusstreffer.

Das Mitteldrittel begann wie das Erste: 53 Sekunden benötigte Wagner, um mit einem sehenswerten Alleingang den vierten Treffer zu erzielen. Gleich nach dem Einwurf bekam Erhardt den Puck und passte zu Phil Fehringer, der auf 5:1 erhöhte. Mitte des zweiten Drittels, als das Heimteam auf 2:5 herankam und das 3:5 auf diversen Schaufeln lag, hatten die Waldviertler ihre stärkste Phase „Da haben wir leider unsere Chancen nicht verwertet. Hätten wir den Anschlusstreffer geschafft, wäre es womöglich noch einmal spannend geworden“, so Kapitän Parycek. Doch Haselsteiner traf und stellte wieder den Abstand von vier Toren her.

Im Schlußabschnitt drosselten die Wölfe das Tempo. Sie versuchten das Ergebnis heim zu spielen. Bei den raschen vorgetragenen Konter der Kremser konnte sich Harald Ifkovits mehrmals auszeichnen. Nach zehn Minuten erhöhte Felix Funke auf 7:2. Aus einem Konter der Kremser wegen eines schlechten Passes von Amstetten verkürzte Kral auf 3:7. Kurz vor Schluss krönte Wagner seine gute Leistung noch mit dem vierten Treffer zum verdienten 8:3-Erfolg. Mit diesem Sieg hat Amstetten den ersten Tabellenplatz im Grunddurchgang gesichert.

Landesliga – 12. Runde:

Eisbären Trautmannsdorf – UEHV Hawks St. Pölten 9:5 (3:2, 3:2, 3:1). Trautmannsdorf: Patrick Gindl; Thomas Lienast, Daniel Galik, Patrik Vaclav. Walter Aldrian, Christian Seiftner, Wolfgang Vondra, Thomas Kremser, Werner Schnitzer, Jozef Piscarik, Markus Haderer, Philipp Maurer, Johann Salawetz.  – St. Pölten: Manuel Scholler; Simon Hochauer, Jakob Schwarzmayer, Dominik Sadalek, Stefan Smrk, Bernd Wagner, Mario Steininger, Lukas Lienbacher. – Tore: Jozef Piscarik (3), Daniel Garlik, Patrik Vaclav (je 2), Philipp Maurer, Walter Aldrian; Simon Hochauer (3), Lukas Lienbacher (2). – Die St. Pöltner gingen nur ein einziges Mal in Führung. Das war in der sechsten Minute des ersten Drittels durch Lukas Lienbacher. Die Partie hielten sich jedoch bis Ende des zweiten Drittels – bis zum 6:4 – offen, wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Doch dann ging wahrtscheinlich die Kraft aus. Letztlich gab es einen deutlichen – und auch verdienten – 9:5-Sieg der Eisbären aus Trautmannsdorf. Der derzeit kleine Kader und wahrscheinlich auch die Kondition sind momentan das größte Handicap der Hauptstadt-Mannschaft.

EHC Tulln Hummels – EHC Raptors Eisenstadt 2:4 (1:2, 0:2, 1:0). – Tulln: Anton Skopal; Markus Schatz, Paul Blüml, Matthias Hagl, Dominik Karl, Manuel Grundschober, Raphael Lang, Armin Taucher, Felix Nader, Bernhard Roiß, Wilhelm Hummel, Ryan Taucher, Klemens Kuderer, Andrian Burry, Niklas Bernegger, Jakob Staubmann.  – Eisenstadt:  Ladislav Bede, Anna Scharnitzer; Hermann Höld, Niklas Edelmann, Andre Wimmer, Maximilian Koglbauer, Sebastian Kropf, Christoph Gruber, Lukas Edelmann, Edmond Vata, Szabolcs Bede, Ognjen Opacic, Julian Krammer, Thorsten Prior, Benjamin Krammer. – Tore: Jakob Staubmann, Dominik Karl;  Thorsten Prior (2), Sebastian Kropf, Szabolcs Bede. – Im ersten Drittel neutralisierten sich die beiden Teams weitgehends. Vielleicht, dass Raports-Goalgetter Thorsten Prior mit seinen eiden Toren zum 2:1 und 3:1 den Ausschlag für die Vorentscheidung sorgte. Spielerich war zumindeste im ersten Drittel kein Unterschied zu erkennen. Erst als Szabolcs Bede nach dem, 4:1 jubelnd abdrehte, war die Partie zugunsten der Eisenstädter entschieden.

Das Tabellenschlusslicht konnte zwar das letzte Drittel mit 1:o für sich entscheiden, das übrigens auf eine auszeichnete Moral hinweist, doch spielerisch war Tulln gegen den übrigen Klubs doch meistens im Hinterreffen. Das auch die Statistik mit neun Niederlagen und nur zwei Siegen deutlich unterstrich.

UEC The Dragons Mödling – Stormy Storks Rust 8:2 (5:1, 2:1, 1:0). – Mödling: Dominik Gamel, Maximilian Gamel; Gregor Armbruster, Patrick Schindler, Florian Zarossky, David Steinert, Simon Lenz, Nikolaus Ott, Marian Stabel, Jakob Grabner, Jakob Germany, Maximilian Kanzl, Johannes Skacel, Felix Steinert, Oliver Panny, Renato Neven Bunn, Stefan Hezucky, Max Pöhnl. – Rust: Bernd Rainer; Mario Horvath, Sascha Hübner, Walter Schwabl, Christoph Schwabl, Christoph Freiler, Andreas Huszar, Alfred Kaspar, Michael Jagschitz, Werner Huszar. – Tore: Marian Strabel, Max Pöhnl (je 2), Renato Neven Bunn, Jakob Germany, Florian Zarossky, Bregor Armburster; Christoph Schwabl (2). – Auch im zehnten Saisonspiel gingen die Mödlinger Dragons als Sieger vom Eis. Dabei verlief der Start gegen die ersatzgeschwächten Ruster (Grippewelle und daher nur neun Feldspieler) alles andere als nach Wunsch. Nach 1:06 Minuten brachte Christoph Schwabl die Gäste überraschend mit 1:0 in Führung.

Doch Mödling brauchte nur zwei Spielminuten, um das Spiel zu drehen. Durch Tore von Renato Bunn und Gregor Armbruster lag der Favorit nach 3:25 Minutenerwartungsgemäß in Führung und gab diese auch nicht mehr aus der Hand. Stabel, Germany und Zarossky bauten den Vorsprung innerhalb des ersten Drittels noch auf 5:1 aus.

Mödling musste auch im zweiten Drittel nicht mit vollem Einsatz agieren. Rust hingegen wollte mit den Kräften haushalten und setzte vor allem auf schnelle Konter über Christoph Schwabl. Die Dragons stellten sich aber gut auf dieses Spiel der Storks ein und bauten die Führung durch zwei Tore von Max Pöhnl auf 7:1 aus. Christoph Schwabl konnte den Abstand in der 33. Minute noch einmal auf 7:2 verkürzen.

Im letzten Drittel verhinderten einige gute Paraden von Gäste-Torhüter Rainer und – ab Mitte des Drittels – stark einsetzender Schneefall einen weiteren zweistelligen Erfolg für Mödling. Den einzigen Treffer im letzten Abschnitt erzielte Spielertrainer Stabel in der 53. Spielminute.

Mödling ist mit diese Sieg nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Die beiden letzten Partien im Grunddurchgang sind damit eher Vorbereitungsspiele für die Play-offs. Denn auch für die jeweiligen Gegner ist der Tabellenplatz bereits fixiert. Mittwoch reisen die Dragons nach Bruck/Leitha gegen Trautmannsdorf (dritter Platz und damit Gegner von Eisenstadt im Halbfinale). Am Samstag treffen die Dragons dann im Heimspiel auf den Tabellenletzten Tulln II.

Spannend wird es noch, wenn Mödling dann am 29. Jänner im Halbfinal-Hinspiel empfangen wird. Derzeit kämpfen noch Rust, St. Pölten und Stockerau II um den begehrten vierten Platz für die Play-offs. Hier wird wohl erst der letzte Spieltag eine Entscheidung bringen.

 

 

 

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