Zufriedener EM-Auftakt für Viktoria Wolffhardt

Die Tullnerin Viktoria Wolffhardt steht bei der Kanu-Europameisterschaft in Tacen (SLO) im Semifinale. - Foto: OKV
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WILDWASSERKANU. Viktoria Wolffhardt, Nadine Weratschnig und Felix Oschmautz erreichen bei der EM das Semifinale.


Am ersten Tag der Kanu-Europameisterschaft in Tacen (SLO) konnten sich drei OKV-Athleten für das Halbfinale qualifizieren. Bei den Damen zeigte die erst 19-jährige Nadine Weratschnig als Vierte im Vorlauf auf. Sie qualifizierte sich damit ebenso direkt für das Halbfinale wie Viktoria Wolffhardt, die ihr Comeback nach einer Kreuzband-Operation feierte. Während bei den Herren Felix Oschmautz im alles entscheidenden zweiten Vorlauf den Aufstieg in das Halbfinale fixieren konnte, war für seine Teamkollegen Mario Leitner und Andreas Langer vorzeitig Endstation.

Den Anfang an der Saca im Norden von Laibach machten die Damen im Canadier Einer. Dort qualifizierten sich sowohl Nadine Weratschnig (4.) als auch Viktoria Wolffhardt (6.) nach nur einem Lauf direkt für das Semifinale. Trotz der Qualifikation haderte die 19-jährige Kärntnerin Weratschnig mit ihrem Lauf: „Es war ein recht fehlerhafter Lauf, da habe ich noch Luft nach oben. Ich freue mich über die Qualifikation, aber im Halbfinale kann ich mir sicher keine sechs Strafsekunden leisten.“

Deutlich zufriedener mit ihrer Leistung zeigte sich Viktoria Wolffhardt. Für die 22-jährige Tullnerin war Tacen das erste Großereignis nach überstandener Kreuzband-OP. „Es war ein guter Lauf, vor allem, weil ich davor nur acht C1 Trainingseinheiten absolvieren konnte.“ Für das Halbfinale am Samstag heißt es für Wolffhardt nun die Zähne zusammen zu beißen: „Ich habe noch Schmerzen beim Fahren, aber man qualifiziert sich nicht für ein EM-Halbfinale um dann locker zu lassen.“

Bei den Herren nur Felix Oschmautz weiter

Durchwachsener fällt die Bilanz bei den Herren im K1-Bewerb aus. Alle drei OKV-Starter verpassten im ersten Durchgang die Top 20 und mussten so im zweiten Lauf um die zehn verbliebenen Startplätze kämpfen. Letztendlich schaffte der Kärntner Felix Oschmautz als Neunter die Qualifikation. „Es war ein Kampf bis zum letzten Tor. Ich habe nie so richtig meinen Top-Speed aufbauen können, hab‘ mich aber ins Rennen hinein gekämpft. Ich bin überglücklich, dass es schlussendlich gereicht hat“, so der 19-Jährige, der nach überstandener Matura demnächst ins Profilager wechseln wird.

Weniger Glück hatten Andreas Langer und Mario Leitner. Während Andreas Langer mit Trainingsrückstand zu kämpfen hatte, haderte Mario Leitner mit einer gegen ihn gegebenen 50 Sekunden Zeitstrafe: „Ich habe nach dem Rennen mit meinen Trainern (Helmut Oblinger und Jure Meglic, Anm.) beraten und wir alle sind der Meinung, dass es kein Torfehler war. Aber so ist nun mal der Sport, das muss man akzeptieren. Es ist schade, weil ich in Tacen schon gute Zeiten und Rennen gefahren bin. Aber heute war scheinbar nicht mein Tag.“

Auch bei Cheftrainer Helmut Oblinger überwog angesichts der strittigen Zeitstrafe eher die Enttäuschung: „Es tut mir leid für Mario, weil er aufgrund seiner Rohzeit für eine Platzierung unter den Top 5 gut gewesen wäre. Andererseits haben wir auch drei Athleten im Halbfinale, darüber können wir uns freuen. Alle drei haben das Potenzial für eine Finalteilnahme – jetzt müssen sie ihre Konstanz unter Beweis stellen.“

Morgen Freitag geht es in Tacen bei den Damen und Herren im K1-Teambewerb weiter. Dort haben Mario Leitner und Andreas Langer im Team mit Felix Oschmautz Chance auf Wiedergutmachung. Bei den Damen werden Corinna Kuhnle, Lisa Leitner und Viktoria Wolffhardt an den Start gehen.

 

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